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Kinder - natürlich gesund Naturheilverfahren, die wirklich helfen von Dorsch, Walter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.04.2018
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
16,99 €
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Kinder - natürlich gesund

Hilft eine Bachblütentherapie bei Neurodermitis? Kann man ADHS biodynamisch auspendeln? Welche Naturheilverfahren tatsächlich heilende Wirkung haben, weiß der renommierte Kinderarzt und überzeugte Naturheilmediziner Walter Dorsch. Dieses Buch ist seine persönliche Bilanz aus jahrzehntelanger Forschung und Praxis.

Wenn der Nachwuchs krank ist, wünschen sich viele Eltern für ihre Kinder eine möglichst natürliche Behandlung und keinen Arzt, der bei einer Erkältung Antibiotika verschreibt. Doch was genau heißt »natürlich«? Welche Naturheilverfahren sind sinnvoll? Der erfahrene Kinderarzt und Naturheilmediziner Walter Dorsch beschreibt, welche Verfahren wann zum Einsatz kommen sollten und wie sie zur Heilung beitragen können. In vielen Fällen sind Pflanzenheilkunde, Hydrotherapie und andere Naturheilverfahren unverzichtbar und ergänzen sinnvoll die klassische Medizin. Doch es gilt zu unterscheiden zwischen obskuren Angeboten und seriöser Anwendung: Dieses Buch ist ein Leitfaden für Eltern, damit sie eine selbstbestimmte Entscheidung treffen können.



Prof. Dr. med. Walter Dorsch, geboren 1949 in Weilheim, war Professor für Allergologie und Pneumologie an der Universitätskinderklinik Mainz. Er entdeckte u.a. die heilsame Wirkung der Hauszwiebel bei der Behandlung von Asthma bronchiale. Seit 1994 arbeitet er in eigener Praxisgemeinschaft in München. Er ist Vater von sechs Kindern, einem Stiefsohn und Großvater von acht Enkeln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 06.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843717588
    Verlag: Ullstein
    Größe: 3863 kBytes
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Kinder - natürlich gesund

I.

Konkurrenten oder Partner?
Naturheilverfahren und klassische Medizin

Was bringt den Doktor um sein Brot?

a) die Gesundheit, b) der Tod.

Drum hält der Arzt, auf dass er lebe,

uns zwischen beiden in der Schwebe.

EUGEN ROTH

Der Münchner Satiriker Eugen Roth muss die falschen Ärzte getroffen haben. Zwar wissen wir nicht, ob Kinderärzte unter ihnen waren, und Herrn Roth können wir leider nicht mehr befragen. Dennoch scheint mir, dass es sich bei uns um eine besondere Spezies handelt: Wir Kinderärzte opfern uns auf, Tag und Nacht, lassen uns durch keine noch so schwierige und sinnleere bürokratische Maßnahme entmutigen und liefern selbstverständlich nur gesunde und wohlgeratene Erwachsene in der Erwachsenenmedizin ab. Oder etwa nicht?

Die Gründe, weshalb wir aufgesucht werden, haben sich im letzten Jahrhundert und zu Beginn dieses Jahrhunderts deutlich gewandelt. Die Herausforderungen sind enorm gestiegen: Die Großfamilie ist verschwunden, stattdessen leben viele Kinder in kleinen Familien als Einzelkind oder mit einem alleinerziehenden Elternteil. Viele Eltern stehen unter Leistungsdruck, leiden unter Zeitmangel und sind verunsichert darüber, wie sie ihren Kindern am besten helfen können. Aus diesem Grund werden zunehmend auch Fragen der Lebensführung an uns herangetragen. Es ist eine Aufgabe, der wir uns gern stellen. Wir verstehen sie als Auftrag, der dazu beiträgt, dass der Beruf des Kinderarztes trotz mancher bürokratischer Mühsal befriedigt, ja, glücklich macht. Und weil mir dieses Glück über viele Jahre zuteilgeworden ist, schreibe ich dieses Buch.

Ich sehe mich in erster Linie als Arzt für meine Patienten und freue mich, wenn ich ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Das Kompetenzgerangel zwischen sogenannten Schulmedizinern und einigen eifrigen Verfechtern der Komplementärmedizin betrachte ich eher mit gemischten Gefühlen. Ist der öffentlich ausgetragene Streit zwischen den beiden Lagern wirklich nötig? Statistiken besagen, dass etwa 80 Prozent aller Kinderärzte die Anwendung von Naturheilverfahren befürworten und solche Verfahren auch persönlich anwenden. Wir müssen also zunächst ergründen, woher der Methodenstreit kommt und warum das Gerücht von den verstockten Schulmedizinern noch immer kursiert.

Mächtige Berater

Beim Besuch von Buchmessen drängt sich mir regelmäßig der Eindruck auf, dass angesichts der Fülle an einschlägigen Beratungsbüchern und Leitfäden eigentlich alle Probleme unseres Lebens gelöst sein müssten oder zumindest lösbar sein sollten. Jedes Kind kann schlafen lernen, jedes Kind kann laufen lernen, jedes Kind kann aufs Gymnasium kommen - wenn man den Buchtiteln glauben darf.

Die Realität sieht oft anders aus: Viele Eltern fühlen sich mit pauschalisierten Empfehlungen alleingelassen, und sie sind es auch. Ein Helfer, der den Ratsuchenden ernst nimmt, wird sich immer erst ein Bild von dessen Situation machen, bevor er Ratschläge erteilt. Oft entsteht schon aus der genauen Analyse eines Problems eine Lösung. Dies können Beraterbroschüren und Ratgeberbücher nicht leisten, auch wenn noch so stark betont wird, dass der Mensch in seiner Gesamtheit immer im Mittelpunkt aller Bemühungen steht. Und wenn es über die Bücher hinausgeht, dann wird selbst der raffinierteste Algorithmus als Berater nicht über Allgemeinplätze hinauskommen.

Wie verführbar wir sind, Allgemeinplätzen - im Sinne von nichtssagenden Formulierungen - einen individuellen Sinn zuzuschreiben, zeigt die Bereitschaft vieler Menschen, an Horoskope zu glauben. Hier ein markantes Beispiel: Ein bekannter Astrologieforscher machte die Probe aufs Exempel. Bei einer Fernsehsendung händigte er verschiedenen Versuchspersonen »ein für Sie persönlich erstelltes Horoskop« aus. Resultat: Alle - egal, ob sie Horoskopen skeptisch oder aufgeschlossen gegenübe

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