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Manuelle Medizin 1 Fehlfunktion und Schmerz am Bewegungsorgan verstehen und behandeln von Böhni, Ulrich W. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.03.2015
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (PDF)
149,99 €
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Manuelle Medizin 1

Eine moderne Schmerzanalyse auf der Basis der funktionellen Untersuchung ist die optimale Grundlage einer Erfolg versprechenden Therapie. Das evidenzbasierte Wissen zur Schmerztherapie der Halte- und Bewegungsorgane in allen Stadien wird umfassend dargestellt mit dem Ziel, dass die Leser mit diesem Wissen - den Patienten eine hoch qualifizierte Betreuung auf allen Ebenen anbieten, - Chronifizierung vorbeugen und - wesentlich zu einer optimalen biopsychosozialen Genesung beitragen können. Sie erhalten mit diesem Werk: - Eine verständliche Abhandlung der wichtigsten neurophysiologischen Fakten mit Ableitung der klinischen Bezüge betreffend Diagnostik und Therapie. - Antworten auf die Frage wie Manuelle Therapie funktioniert. - Eine Darstellung der regionalen Symptom- und Befundkonstellationen aus neuroanatomischer, funktioneller und neurologischer Sicht mit Differenzialdiagnosen und Therapieplanung, - Clinical Reasoning von neuromuskuloskelettalen Schmerz- und Funktionsstörungen. - Ein vertieftes Verständnis für komplexe neurophysiologische Zusammenhänge bei lokal empfundenem Schmerz und seiner oftmals von ihm entfernten Schmerzursache. - Eine Einschätzung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen in Bezug auf ihre Umsetzbarkeit in der Praxis. - Eine interdisziplinäre Sichtweise der Autoren.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 680
    Erscheinungsdatum: 25.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131652621
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 42432 kBytes
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Manuelle Medizin 1

1 Biomechanische und kinematische Grundlagen

U. Böhni
1.1 Definition der Bewegungen, Achsen und Ebenen

Bewegungen Im dreidimensionalen Raum existieren 2 Arten von Bewegungen ( Abb. 1.1 ):

Rotation phi = Kreisbahn um eine Achse

Die Rotation im Uhrzeigersinn ist positiv (+).

Die Rotation im Gegenuhrzeigersinn ist negativ (-).

Translation S = Parallelverschiebung entlang einer Achse

Die Translation nach ventral (anterior), kranial und rechts ist positiv (+).

Abb. 1.1 Zwei Bewegungsarten: Rotation und Translation.

(aus Böhni U, Lauper M, Locher H. Manuelle Medizin 2: Diagnostische und therapeutische Techniken praktisch anwenden. Stuttgart: Thieme; 2011)

Achsen Am Körper wird der Nullpunkt des Achsensystems auf die Cornua sacralia projiziert. Die 3 Achsen werden im Koordinatensystem wie folgt definiert:

X-Achse = transversale (horizontale) Achse

von -X links-lateral Richtung medial nach +X rechts-lateral

Y-Achse = sagittale Achse

von -Y posterior/dorsal nach +Y anterior/ventral

Z-Achse = vertikale Achse

von -Z kaudal nach +Z kranial

Ebenen Die anatomischen Raumebenen werden im dreidimensionalen Koordinatensystem wie folgt definiert:

XY = transversale (horizontale) Ebene

YZ = sagittale Ebene

XZ = frontale (koronare) Ebene

Aus den anatomischen Raumebenen ergeben sich 6 Freiheitsgrade im dreidimensionalen Raum ( Abb. 1.1 ):

Rotation um die X-Achse - Flexion (positiv) und Extension (negativ)

Rotation um die Y-Achse - Rechts- (positiv) und Linkslateralflexion (negativ), an den Extremitäten Abduktion und Adduktion

Rotation um die Z-Achse - axiale Rechts- (positiv) und Linksrotation (negativ), an den Extremitäten Außen- und Innenrotation

Translation entlang der X-Achse - Translation nach medial und lateral

Translation entlang der Y-Achse - Translation nach ventral (anterior) und dorsal (posterior)

Translation entlang der Z-Achse - Translation nach kranial und kaudal, an den Extremitäten nach distal

Abb. 1.2 Die 6 Freiheitsgrade im dreidimensionalen Raum.

(aus Böhni U, Lauper M, Locher H. Manuelle Medizin 2: Diagnostische und therapeutische Techniken praktisch anwenden. Stuttgart: Thieme; 2011)
1.1.1 Allgemeine Begriffe der Arthrokinematik

Die Arthrokinematik beschreibt das Verhalten zweier Gelenkpartner zueinander unter physiologischen und dysfunktionalen Bedingungen. Die alleinige Verwendung der Begriffe Rotation und Translation ist zur Beschreibung der komplexen Bewegungsabläufe nicht ausreichend. Wir haben die Bewegungsformen wie Rollen, Gleiten, Rollgleiten, Translation und Koaptation/Dekoaptation zu berücksichtigen, welche alle auf Rotation und Translation zurückzuführen sind.

Es existieren als 2 Bewegungsarten der Gelenke und Wirbelsäulensegmente im dreidimensionalen Raum ( Abb. 1.1 ):

Anguläre Funktionsbewegungen sind aktive, muskulär geführte Bewegungen: Flexion/Extension, Lateralflexion und axiale Rotation sind osteokinematische Rotationsbewegungen; in den Gelenken finden dabei Roll-Gleit-Bewegungen statt ( Abb. 1.6 ).

Translatorische Bewegungen erfolgen passiv als Traktionen und Gleitbewegungen ( Abb. 1.2 ).

Anguläre F

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