text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Medical Fitness Indikationsbezogene Übungen von Bircher, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2014
  • Verlag: Haug
eBook (ePUB)
19,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Medical Fitness

Medical Fitness Ob präventives oder posttherapeutische Fitnesstraining - sicher, praxis- und zielorientiert soll es sein! Wichtig ist deshalb die richtige Wahl von Beanspruchungsformen sowie die Übungsausführung. Übungen zu Kräftigung, Koordination und Dehnung stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Alle haben sich in der Posttherapie verschiedener Verletzungen und Erkrankungen sowie zur Prävention von Rezidiven bewährt. Trainer und Therapeuten finden hier ein zielorientiertes und für die Patienten sicheres Trainingsangebot. Die Übungen werden in Ausgangsstellung, Ausführung und Variationen beschrieben. Auf Risiken in der Ausführung wird jeweils hingewiesen. Fotos in Ausgangsstellung und Ausführung illustrieren die meisten Übungen. Neu in der 3. Auflage: - Schwangerschaft und Rückbildung - Geriatrie - Trainingssteuerung - Übungen für Schwangere und ältere Menschen 110 Übungen für indikationsbezogene Trainingspläne!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 16.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830476986
    Verlag: Haug
    Größe: 6074kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Medical Fitness

1 Anatomie und Physiologie des Bewegungsapparates

1.1 Passiver Bewegungsapparat

Der menschliche Körper besteht aus dem passiven und dem aktiven Bewegungsapparat. Zum passiven Teil werden Knochen und Gelenke mit den entsprechenden Strukturen gezählt. Die Muskulatur bildet zusammen mit Sehnen und Schleimbeutel den aktiven Bewegungsapparat.
1.1.1 Knochen

1.1.1.1 Anatomie

Die Knochensubstanz stellt die härteste Form des Bindegewebes dar. Je nach Form werden

kurze,

lange und

platte Knochen

unterschieden. Zu den kurzen Knochen zählen die Hand- und Fußwurzelknochen sowie die Wirbelkörper. Platte Knochen finden sich an Schädel, Rippen, Schulterblatt, Brustbein und Becken. Die langen Knochen (Oberarm- oder Oberschenkelknochen) besitzen einen röhrenförmigen Schaft.

Der typische Röhrenknochen ( ? Abb. 1.1 ) besteht aus einer Diaphyse (das eigentliche Rohr), die über die Metaphyse die beiden Knochenenden (Epiphysen) verbindet. Bei einem sich im Wachstum befindenden Menschen können Knochenbrüche im Bereich der Metaphyse zu Wachstumsstörungen führen.

Abb. 1.1 Aufbau eines Röhrenknochens.
1.1.1.2 Physiologie

Knochensubstanz ist ein lebendiges Gewebe und passt sich durch ständigen Umbau wechselnden Belastungen an. Längs- und Scherbelastungen sind die wichtigsten Impulse, um den Knochenstoffwechsel anzuregen. Umgekehrt verursacht körperliche Inaktivität eine Minderung der Knochendichte und somit einen weniger belastbaren Knochen. Axiale Stoßbelastungen erhöhen zudem die Knochendichte.
1.1.1.3 Funktion

Alle Knochen zusammen bilden das Skelett, das der Stabilisierung, dem Schutz innerer Organe (z. B. Herz), der Entstehung von Blutzellen und als Ansatz für die Skelettmuskulatur dient.
1.1.2 Gelenke

1.1.2.1 Anatomie

Gelenke sind die Verbindungsstellen zwischen den Knochen und machen unseren Körper beweglich. Zwischen den beiden Knochenenden befindet sich der Gelenkspalt mit der Gelenkschmiere (Synovia). Die Gelenkflächen sind von einem Gelenkknorpel überzogen. Eine Gelenkkapsel umgibt das Gelenk ( ? Abb. 1.2 ).

Abb. 1.2 Aufbau eines Gelenks.
1.1.2.2 Funktion

Je nach Form der Gelenke ist auch deren Funktionalität verschieden. Ein Kugelgelenk (z. B. Hüftgelenk) erlaubt drei Freiheitsgrade, während ein Sattelgelenk (z. B. Daumengelenk) zwei und ein Scharniergelenk (z. B. Ellenbogengelenk) lediglich einen Freiheitsgrad ermöglicht.
1.1.3 Gelenkkapsel

1.1.3.1 Anatomie

Die Gelenkkapsel umgibt das Gelenk; sie ist eine bindegewebige Hülle. Die innere Schicht ist die sog. Membrana synovialis, die die Gelenkflüssigkeit produziert. Die Membrana fibrosa (äußere Schicht) besteht aus straffem kollagenem Bindegewebe; sie verleiht dem Gelenk die mechanische Festigkeit.
1.1.3.2 Funktion

Die Gelenkkapsel grenzt den Gelenkraum ab, produziert Gelenkflüssigkeit und stabilisiert das Gelenk. Die Stabilisation erfolgt passiv durch die Membrana fibrosa und aktiv durch Weiterleitung von Informationen an das Rückenmark über die Stellung des Gelenks.
1.1.4 Bänder

1.1.4.1 Anatomie

Bänder verbinden Knochen untereinander und verbessern die Stabilität der Gelenke. Es werden drei Bandarten unterschieden:

Inte

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen