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Naturheilkunde bei chronischen Erregertoxikosen Folgeerkrankungen von Infektionen und Impfungen von Ploss, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.03.2015
  • Verlag: Haug
eBook (ePUB)
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Naturheilkunde bei chronischen Erregertoxikosen

Toxine im Bindegewebe? Bewährte Therapiemöglichkeiten von Folgebeschwerden nach Infektionen oder Impfungen Nach einer Infektion oder Impfung klagen Patienten in der Praxis immer häufiger über Folgesymptome. Infektiöse Erreger sind dann zwar meist nicht mehr nachweisbar, wohl aber deren Toxine im Bindegewebe. Dieses Buch zeigt Ihnen, welche naturheilkundlichen Behandlungsoptionen Ihnen zur Verfügung stehen, gegen die Erregertoxikosen vorzugehen. Exakt angegebene ganzheitliche Therapieschemata erleichtern Ihnen die Umsetzung in der Praxis. Naturheilkundliche Therapiekonzepte zur Entgiftung und Ausleitung mit bewährten Präparaten

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 96
    Erscheinungsdatum: 11.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830477662
    Verlag: Haug
    Größe: 3336 kBytes
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Naturheilkunde bei chronischen Erregertoxikosen

2 Infektionen

Infektionen stellen noch immer eine zentrale Herausforderung dar. Es zeigt sich, dass Erreger bei der Entstehung von immer mehr Krankheiten eine immer größere Rolle spielen. Immer öfter zeigen auch Infektionen ursächliche Zusammenhänge in der Entstehung von gewissen Krebserkrankungen (z.B. Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs, Lymphdrüsenkrebs, Leberkrebs), dem Magengeschwür und von entzündlichen Gelenkerkrankungen (z.B. Lyme-Arthritis). Es sind Krankheitsprozesse, bei denen die pathologischen Erscheinungen direkt oder indirekt auf die Einwirkung des Erregers oder seiner Toxine zurückzuführen sind. Die Gründe, warum eine Infektion zur Erkrankung führt, können folgende sein:

  • direkte Schädigung von Organen oder des Organismus durch den Erreger selbst und seine Vermehrung und

  • die Bildung von Toxinen, Pyrogenen oder Fermenten innerhalb des Stoffwechsels des Erregers.

Für die Pathogenese zahlreicher Infektionskrankheiten und deren Folgen besitzen Toxine und Pyrogene eine besondere Bedeutung.

Krankheitserreger oder Pathogene sind Organismen oder Stoffe, die in anderen Organismen gesundheitsschädigende Abläufe verursachen können. Krankheitserreger können sein:

  • Algen

  • Parasiten

  • Bakterien

  • Prionen

  • Pilze

  • Viren

  • Viroide

2.1 Mikroorganismen

Die schädliche Wirkung von Mikroorganismen kann auf 3 Mechanismen beruhen:

  • Sie schädigen das Gewebe durch Phagozytose.

  • Sie sondern aktiv Stoffe ab (Ektotoxine), die den Körper schädigen, oder sie enthalten solche; diese werden freigesetzt, wenn der Erreger abstirbt (Endotoxine).

  • Sie verursachen eine sehr heftige immunologische Reaktion, vor allem hohes Fieber, das tödlich enden kann (s. Jarisch-Herxheimer-Reaktion, Adolf Jarisch senior [1850-1902] und Karl Herxheimer [1861-1942]).

2.2 Chemische Zusammensetzung und Wirkungsweise von Toxinen

Pflanzen-, Pilz- und Tiergifte sind dem Menschen schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Das erste Bakterientoxin, das Diphtherietoxin, wurde 1888 von Emile Roux (1853-1933) und Alexandre Yersin (1863-1943) entdeckt und isoliert. Unter Toxinen versteht man meist antigen wirkende, spezifische Giftstoffe, die im Tier- und Pflanzenreich gefunden oder von Bakterien, Pilzen, Protozoen oder Viren erzeugt werden. Ihre genaue chemische Zusammensetzung ist oft noch unklar. Sie besitzen häufig einen Eiweißcharakter.

Beachte

Man teilt die Toxine in folgende Gruppen ein:

  • Ekto- oder Exotoxine

  • Endotoxine

  • Enterotoxine

  • Mykotoxine

  • Noxine

2.2.1 Ekto- oder Exotoxine

Ekto- oder Exotoxine sind Ausscheidungsgifte, die permanent von lebenden Bakterien in das sie umgebende Milieu abgesondert werden. Es sind thermolabile, eiweißartige Verbindungen, wie z.B. Diphtherie-, Tetanus-, Botulismus- und Gasbrandtoxine. Sie stellen sehr starke Antigene dar (s. immunologische Beistandsreaktion, Kap. 2.5.4). Dabei wirken sie auf den gesamten Organismus, indem sie sich direkt mit den Zellrezeptoren verbinden. Sie zeigen eine gewisse Affinität zu bestimmten Organen und wirken dabei z.B. neurotoxisch. Sie wirken immunogen, hinterlassen dabei jedoch keine lang anhaltende Immunität im Organismus ( Abb. 2.1). Ferner bilden auch Staphylokokken und Streptokokken ebenso wie Ruhr- und Typhus-, aber auch Kolibakterien Ektotoxine.

Beachte

Ekto- oder Exotoxine können in 3 Klassen eingeteilt werden:

  • membranschädigende Toxine

  • AB-

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