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Naturmedizin für die Seele Ängste, Depressionen, Schlafstörungen und vieles mehr: Mit Kräutern heilen und vorbeugen von Zittlau, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Naturmedizin für die Seele

Natürliche Hilfe, wenn die Seele streikt
Ängste, Depressionen, Schlafstörungen oder Schmerzen - noch immer wird zu schnell und zu oft zu klassischen Psychopharmaka gegriffen. Dabei können heilkräftige Pflanzen hier oft besser und vor allem natürlicher helfen. Jörg Zittlau stellt die 38 wichtigsten Kräuter und Heilpflanzen vor und erklärt anhand der häufigsten Ursachen psychischer und psychosomatischer Erkrankungen, wo sie ansetzen und wie sie wirken. Informativ, kompakt, hilfreich.

Dr. Jörg Zittlau studierte Philosophie, Biologie und Sportmedizin. Er arbeitete in Lehre und und Forschung, wechselte 1992 zum Wissenschaftsjournalismus. Von ihm erschienen zahlreiche Bestseller zu Naturheilverfahren, Psychologie und Ernährung. Er lebt mit seiner Familie in Bremen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 10.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641217822
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher .60471
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Naturmedizin für die Seele

1. HIRN UND PSYCHE: LABIL UND SENSIBEL

Auf dem Vormarsch: Psychische und psychosomatische Erkrankungen

Eigentlich leben wir in einer Zeit des Fortschritts, in der Krankheiten kaum noch eine Rolle spielen sollten. Die hygienischen Verhältnisse haben sich verbessert, ebenso die Nahrung und die medizinische Versorgung. Hinzu kommt, dass die Arbeitszeiten in den letzten Jahren immer weiter zurückgeschraubt wurden und sich auch die Arbeitsverhältnisse insgesamt verbessert haben.

Dennoch: Von einem Zeitalter allumfassender Gesundheit sind wir weit entfernt. Gerade psychische und psychosomatische Erkrankungen haben dramatisch zugenommen:

- Die Weltgesundheitsorganisation erwartet, dass Depressionen in 20 Jahren nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit sein werden, noch vor Verkehrsunfällen.

- Täglich bekommt der Hausarzt Besuch von mindestens einem Angstpatienten, wobei dessen Angststörung oft durch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen und Muskelverspannungen verdeckt wird.

- Millionen von Übergewichtigen klagen darüber, dass sie einfach nicht Herr ihrer Essgelüste werden, und auch das Heer der Spiel-, Nikotin- und Alkoholsüchtigen bekommt seine Abhängigkeiten nur selten in den Griff.

- Mehr als 600 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung), oft in Verbindung mit Hyperaktivität.

- Psychosomatische Erkrankungen, also jene körperlichen Beschwerden, die durch seelischen Stress hervorgerufen oder zumindest verstärkt werden, nehmen dramatisch zu. Schlaflosigkeit, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Neurodermitis und chronische Müdigkeit - all diese Krankheiten gehören mittlerweile zu den Standardproblemen, um derentwillen man den Arzt aufsucht oder zur Selbstmedikation greift.

- Und von der Psychoneuroimmunologie wissen wir schließlich, dass der Krebs sich auch deshalb so hartnäckig allen therapeutischen Versuchen widersetzt, weil die psychischen Bedingungen nicht stimmen. Denn der psychische Stress unserer Zeit raubt dem Immunsystem die Kraft, die schwere Krankheit von sich aus zu besiegen.

Bleibt die Frage nach den Ursachen für den "Psycho-Boom" der hiesigen Krankheitslandschaft.

Die Narben der Seele

Einer der Gründe liegt darin, dass wir es bei der Psyche mit einem außergewöhnlich sensiblen "Organ" zu tun haben. Wenn wir uns als Kind beim Spielen eine Schramme am Knie holen, dann bildet sich an der Stelle eine Blutkruste, und möglicherweise bleibt auch eine kleine Narbe zurück, doch als Erwachsene werden wir in der Regel nicht mehr viel davon merken. Nicht so jedoch bei der Psyche. Muss sie im Kindesalter durch ein traumatisches Erlebnis hindurch, wie etwa die Scheidung der Eltern oder einfach nur eine Nacht, in der man als Baby durchgebrüllt hat, ohne dass jemand zum Trösten kam, dann bleibt hier mehr zurück als nur eine Narbe. Das Trauma wird nämlich irgendwo in einer Ecke des Unbewussten "geparkt", von wo aus dann permanent Störfeuer an die übrigen Bereiche der Seele gesendet werden. Und je nach Stärke des Störfeuers kann schließlich der gesamte psychische Apparat Schaden nehmen.

Das nimmersatte Hirn

Doch es sind nicht nur Kindheitserlebnisse, die uns geistig zu schaffen machen. Ein weiterer Belastungsfaktor ist, dass unser Gehirn eigentlich nie genug kriegt. Es will immer Effekte, gleichgültig, wie diese aussehen.

In den 1950er-Jahren zahlte der kanadische Neuropsychologe Donald Hebb seinen Probanden 20 Dollar für jeden Tag, den sie allein in einem schallisolierten Zimmer verbrachten. Allerdings mussten sie dabei nicht nur auf akustische Reize, sondern auch auf andere Teile ihrer sinnlichen Wahrnehmungswel

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