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TCM in der Sportmedizin von Strich, Roland (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.11.2010
  • Verlag: Haug
eBook (PDF)
39,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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TCM in der Sportmedizin

Konzepte aus der TCM, um Sportler ganzheitlich und effizient zu behandeln. Prävention, Training, Wettkampfvorbereitung und Leistungssteigerung von Sportlern mit Hilfe von Akupunktur, Tuina oder Phytotherapie? Dieses Buch führt Sie in die Behandlungsmethoden der Chinesischen Medizin auf Basis westlicher Grundlagen der Sportmedizin ein: Direkt umsetzbares Wissen mit einer Übersicht über die allgemeinen Grundlagen und Therapieverfahren aus der TCM sowie einem großen Praxisteil mit sportmedizinischen Indikationen, klaren Therapievorschlägen und Rezepturen. - Schnelle Orientierung: Beschreibung von Sportverletzungen und Sportschäden nach Läsionen verschiedener Gewebe und Lokalisationen. - Ergänzendes Kapitel: Behandlung von Erschöpfungszuständen und psychosomatischen Beschwerden bei Sportlern.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 24.11.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830474340
    Verlag: Haug
    Größe: 6780 kBytes
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TCM in der Sportmedizin

4 Läsionen nach Lokalisation (S. 91-92)

Ursachen für die Zunahme von Sportverletzungen sind in der wachsenden Zahl von Freizeitsportlern, dem Trend zu Modesportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko und einer vermehrten Risikobereitschaft bei den Sportlern zu suchen. Zudem sind die Bewegungsabläufe häufig ungenügend erlernt und Vorsichtsmaßnahmen werden nicht beachtet.

Von den Verletzungen sind am häufigsten die unteren und oberen Extremitäten betroffen. In diesem nach dem Kopf-zu-Fuß-Schema geordneten Kapitel finden Sie alle klinische relevanten Informationen zur Diagnostik und Therapie – sei es zur konventionellen Behandlung oder zu Therapiekonzepten der Chinesischen Medizin. Und natürlich zur Prävention – die Sportverletzungen vermeiden hilft.

4.1 Wirbelsäule

Roland Strich

Die Wirbelsäule ist in vier funktionelle Abschnitte gegliedert: Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS), Lendenwirbelsäule (LWS) und Kreuzbein. Insbesondere die Übergangsregionen sind Prädilektionsstellen für Wirbelsäulenerkrankungen. Diese werden bedingt durch Veränderungen in Form und Funktion (Degeneration, Entzündung, Tumor) oder durch Wachstumsstörungen (Skoliose, Hyperkyphose). Beim Gesunden ermöglichen die einzelnen Wirbelsäulensegmente (WirbelkörperBandscheibeWirbelkörper) eine größtmögliche Stabilität und Mobilität. Die RumpfRückenmuskulatur übernimmt als kräftigste Muskulatur des Menschen zum einen eine Schutzfunktion für das Rückenmark, zum anderen ist sie von großer Bedeutung für die Stabilität der Wirbelsäule vom Kopf bis zum Becken.

4.1.1 Anamnese

Die detaillierte Anamneseerhebung ist Grundlage einer spezifisch einzuleitenden Diagnostik sowie der Therapie und Prognosestellung. Während der Anamnese sollten folgende Fragen formuliert werden:

? Was ist passiert? Eruiert werden hierbei Unfallereignisse, mögliche systemische Erkrankungen oder Infekte. Der Beginn der Beschwerden (akut oder langsam ansteigend) sowie auslösende Ereignisse (Verhebetrauma, besondere Belastung) sollten erfragt werden.

? Wo tut es weh? Angaben zur Schmerzlokalisation mit anatomischer Zuordnung sind bedeutend. Pseudoradikuläre (diffuse Beschwerden, nicht dermatomgebundene, eher diffuse Schmerzausstrahlungen) oder radikuläre (streng dermatombezogene Schmerzausstrahlungen) Schmerzen geben bereits frühzeitig eine Diagnoserichtung vor.

? Wie tut es weh? Fragen nach der Dauer des Schmerzes, der Schmerzqualität (dumpf, bohrend, brennend, ziehend) mit Schmerz stärke (VAS: Visuelle AnalogSkala von 1–10). Fragen nach der Abhängigkeit von bestimmten Faktoren (Bewegung, Belastung, Witterung) runden die Schmerzanamnese ab:

? Wann tut es weh? Von Interesse sind auch der bisherige Verlauf mit Informationen über die Dauer, Verschlimmerung oder Verbesserung der Beschwerden sowie die Intensität möglicher beeinflussender Faktoren.

? Liegen Bewegungseinschränkungen vor ? Des Weiteren ist der Sportler nach bestehender Steifigkeit, Kraftlosigkeit, nach Blockierungen, Koordinationsstörungen und Gang störungen sowie Bewegungsausfällen zu fragen.

? Liegen neurologische Symptome vor ? Besondere Aufmerksamkeit sollte die Schilderung von Dysästhesien, Parästhesien, Miktions, Defäkations und Potenzstörungen sowie auch Muskelschwäche bzw. -lähmungen und Sehstörungen erhalten.

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