text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Atlas und Lehrbuch der Kleintierneurologie Mit Filmsequenzen

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2010
  • Verlag: Schlütersche
eBook (PDF)
99,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Atlas und Lehrbuch der Kleintierneurologie

Das Buch liefert eine umfassende Zusammenstellung der Kleintierneurologie in allen klinischen Fragestellungen. Der allgemeine Teil präsentiert detaillierte Ausführungen zum neurologischen Untersuchungsgang, zur Neuropathologie und zu Genetischen Krankheiten. Ein guter Einstieg in die praxisrelevanten Grundlagen der Neurologie geben einzelne Kapitel zu den klinischen Besonderheiten der Bereiche Laboruntersuchungen, Anästhesie, Radiologie und Elektrodiagnostik, Rehabilitation, Pharmakologie und Chirurgie. Ein zusätzliches Kapitel in diesem Teil geht auf neurologische Notfälle ein. Der spezielle Teil geht auf die spezifischen neurologischen Erkrankungen nach ihrer Lokalisation ein und bietet konkrete Angaben zur Diagnose und Therapie besonderer Krankheitsbilder. Neu ist außerdem der Bildanhang Neuroanatomie und -pathologie, der sich mit Darstellungsmöglichkeiten durch Bildgebende Verfahren beschäftigt. Die Autoren Prof. Dr. André Jaggy war viele Jahre Leiter der Abteilung für klinische Neurologie und Direktor des Departement für klinische Veterinärmedizin der VetSuisse-Fakultät Bern. Das Autorenteam besteht aus internationalen Spezialisten auf dem Gebiet der Neurologie. 'Die reiche Bebilderung und vielen farbigen Zeichnungen sind hilfreich, gerade zum Verständnis komplexer Zusammenhänge, wie sie häufig in der Neurologie vorkommen. Anhand der Fallbeispiele auf der mitgelieferten CD-ROM bekommt man außerdem ein visuelles Verständnis für unterschiedliche Problematiken. Geeignet für Tierärzte und Studenten, die ihr klinisches neurologisches Fachwissen aufarbeiten und vervollständigen wollen!' Vet-MedReport zum 4. Leipziger Tierärztekongress

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 06.12.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842680210
    Verlag: Schlütersche
    Serie: vet
    Größe: 18662 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Atlas und Lehrbuch der Kleintierneurologie

4 Laboruntersuchungen (S. 65)

Frédéric Gaschen
4.1 Indikation

Indikationen zur Untersuchung von Blut und Harn sind bei neurologischen Patienten sehr zahlreich. Bei der problemorientierten Abklärung von neurologischen Erkrankungen von Hund und Katze sind Laborparameter für das Ausschlussverfahren, das zur Diagnose führt, oft von zentraler Bedeutung. Nachdem das Signalement und die Anamnese sorgfältig erhoben wurden, ermöglicht die allgemeine klinische und insbesondere die neurologische Untersuchung die Lokalisation des Krankheitsprozesses.Danach werden dessen mögliche Ursachen anhand des VETAMIN-D-Prinzips berücksichtigt (siehe Kap. 2.2).

Auf dieser Basis wird eine Liste von Differentialdiagnosen erstellt. Zu diesem Zeitpunkt sind Laboruntersuchungen wie der hämatologische Blutstatus mit Differentialblutbild, das Chemogramm und die Harnuntersuchung insbesondere bei Erkrankungen, die das Nervensystem sekundär befallen, unentbehrlich. Dank diesen Laborparametern kann die Liste der infrage kommenden Differentialdiagnosen wesentlich gekürzt werden – bis die Diagnose endgültig gestellt wird.

Außerdem sind spezifische Laboruntersuchungen zur Einschätzung der Leberfunktion (Gallensäuren- und./oder Ammoniakkonzentration im Serum bzw. Plasma) beim Verdacht auf eine hepatische Enzephalopathie sehr hilfreich.Verschiedene lysosomale Speicherkrankheiten können dank dem Nachweis von abnormalen Stoffwechselprodukten im Harn (z. B. Toluidinblautest bei Mukopolysaccharidose) bestätigt werden (siehe Kap. 18.7). Neben diesem rein diagnostischen Zweck sind Laboruntersuchungen auch bei manchen Patienten mit neurologischem Trauma oder bei der prä-anästhetischen Abklärung von älteren Hunden und Katzen unentbehrlich.

Dabei geht es darum, das Ausmaß des Traumas und die dadurch ausgelösten Reaktionen zu schätzen bzw. allfällige bisher subklinisch verlaufene Probleme vor einer Narkose zu identifizieren (siehe Kap. 5.1). Nicht zuletzt sind Laboruntersuchungen auch wichtig, um die Pharmakokinetik einer therapeutischen Substanz zu verfolgen.

Das häufigste Beispiel dafür ist die Bestimmung der Phenobarbitalkonzentration im Serum von Epilepsie- Patienten. Für eine weitere Besprechung dieses Themas wird der Leser auf das jeweilige Kapitel verwiesen (siehe Kap. 18.5). Im Folgenden werden die Laborparameter besprochen, die am häufigsten bei der Abklärung von Hunden und Katzen mit neurologischen Problemen bestimmt werden.

4.2 Die hämatologische Untersuchung

Heute sind verschiedene sehr praxistaugliche Geräte zur hämatologischen Untersuchung des Blutes von Hund und Katze auf dem Markt erhältlich. Diese sind finanziell erschwinglich und leisten dem engagierten Kleintierpraktiker gute Dienste. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die gewonnenen Resultate nicht immer verlässlich sind.

Die mikroskopische Untersuchung des Blutausstriches liefert immer noch sehr wichtige Informationen, die auch von sehr leistungsstarken und teuren Geräten nicht erwartet werden dürfen. Deshalb sollen insbesondere die Proben mit abnormalen Resultaten bei der automatischen Zellzählung mit dieser einfachen Technik immer kontrolliert werden.

4.2.1 Anämie

Die Anämie kann gewisse Erkrankungen mit neurologischen Ausfallserscheinungen begleiten. Unter verschiedenen Umständen kann Anämie auch zu bemerkenswerter Schwäche führen und muss deshalb von neurologischen Ursachen der allgemeinen Schwäche unterschieden werden. Blutarmut wird durch eine Verminderung der zirkulierenden Erythrozytenmasse definiert. Im rote

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen