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Differenzialdiagnosen Innere Medizin bei Hund und Katze Vom Leitsymptom zur Diagnose von Körkel, Joachim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2013
  • Verlag: Enke
eBook (PDF)
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Differenzialdiagnosen Innere Medizin bei Hund und Katze

Der Start ist das Leitsymptom, das Ziel die richtige Diagnose. Aber welches ist der kürzeste Weg? Mit seinem problemorientieren Ansatz leitet Sie dieses Praxisbuch bewährt und zielsicher durch das weite Feld der Inneren Medizin. Von A wie Abdomenvergrößerung bis Z wie Zyanose werden in der 2. Auflage insgesamt 43 Leitsymptome und ihre Differenzialdiagnosen erläutert: - Welche Ursache kommt infrage und welche ist wahrscheinlich? Was kann durch welche Diagnostik ausgeschlossen werden? - Übersichtliche Fließdiagramme führen Sie Schritt für Schritt durch die Diagnostik - so vermeiden Sie Sackgassen und Umwege. - Und wenn die Zeit knapp ist: 'Das Wichtigste vorweg' für den schnellen Überblick. Neu: Jetzt auch mit den Leitsymptomen Juckreiz und Paraparese. Auf dem kürzesten Weg zur Diagnose. Sie haben Ihr Ziel erreicht!

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 424
    Erscheinungsdatum: 27.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830411956
    Verlag: Enke
    Größe: 19065 kBytes
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Differenzialdiagnosen Innere Medizin bei Hund und Katze

1 Problemorientierte Aufarbeitung

Reto Neiger

Das Wichtigste vorweg

Der problemorientierten Methode steht die "Expertenmethode" gegenüber. Die Expertenmethode benötigt sehr viel Erfahrung und verleitet dazu, Diagnosen zu übersehen. Im Gegensatz dazu entstehen mithilfe der problemorientierten Methode weniger Fehler.

Anamneseerhebung und klinische Untersuchung sind das wichtigste Rüstzeug des Tierarztes, um eine korrekte Diagnose zu stellen.

Probleme aus Anamnese und klinischer Untersuchung sollten anhand der ABC-Kriterien (Art, Befund, Chronizität) weiter definiert werden.

Alle Probleme werden anhand der Fragen "Wo?" und "Was?" (VETAMIN-D) einerseits einem Organ/Körpersystem und andererseits einer Differenzialdiagnose zugeordnet.

Ein Plan zum Ein- oder Ausschluss jeder Differenzialdiagnose wird erstellt.

Alle abnormalen Resultate aus Laboruntersuchungen und bildgebenden Verfahren werden in der Problemliste zusätzlich aufgeführt und nach den gleichen Kriterien abgearbeitet. Gegebenenfalls werden weiterführende diagnostische Schritte geplant.

Schließlich muss ein sinnvoller Therapieplan erstellt werden.
1.1 Expertenmethode

Eine Art, um zu einer Diagnose zu gelangen, ist die sogenannte " Expertenmethode ", wie sie von sehr vielen Tierärzten anhand des Vorberichts zur Diagnosestellung angewendet wird. Wichtig dabei ist das Erkennen klarer Muster (engl. "pattern recognition").

Diese Art der Diagnosestellung birgt viele Fallen und ist nur für Personen mit sehr großer Erfahrung geeignet – aber auch diese sind nicht vor Fehlern gefeit und es besteht die Gefahr, dass durch einen "Tunnelblick" viele Differenzialdiagnosen übersehen werden. Denn ähnliche Symptome können sehr viele unterschiedliche Diagnosen haben: Ein Hund mit Anfällen hat nicht unweigerlich eine idiopathische Epilepsie und eine erhöhte Körpertemperatur ist nicht gleichbedeutend mit einer bakteriellen Infektion. Selbstverständlich hat ein junger West Highland White Terrier, der seit dem Fressen eines Knochens Regurgitieren zeigt, mit großer Wahrscheinlichkeit einen ösophagealen Fremdkörper. Doch muss die Diagnose auch bei diesem Patienten erst durch ein Thoraxröntgen bestätigt werden. Andere Ursachen des Regurgitierens sind als Differenzialdiagnose bis dahin weiter in Betracht zu ziehen.

Da eine Therapie immer aufgrund einer Diagnose oder Verdachtsdiagnose eingeleitet wird, ist es absolut notwendig, der Diagnosestellung oberste Priorität einzuräumen – und die Expertenmethode führt leider oft nicht zum Ziel.
1.2 Problemorientierte Vorgehensweise

Die zweite Art der Diagnosestellung erfolgt durch das problemorientierte Vorgehen, meist anhand von Leitsymptomen, die in der Anamnese oder bei der klinischen Untersuchung erhoben wurden. Diese Methode führt zu weniger Fehlern und zur besseren Tiermedizin.

Um die problemorientierte Diagnosestellung anzuwenden, werden alle gefundenen Probleme (Abnormalitäten), von denen die Besitzer in der Anamneseerhebung berichten und die in der klinischen Untersuchung erhoben werden, individuell betrachtet . Um schließlich zu einer Diagnose zu kommen, sind die in den folgenden Kapiteln beschriebenen Schritte notwendig.
1.2.1 Vollständige Anamnese und klinische Untersuchung

Anamnese und klinische Untersuchung sind die wichtigsten tierärztlichen Tätigkeiten, um zu einer korrekten Diagnose zu gelangen.

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