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Frettchen Heimtier und Patient von Fehr, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.10.2014
  • Verlag: Enke
eBook (ePUB)
19,99 €
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Frettchen

Das Frettchen in der Kleintiersprechstunde Sie sind lebhaft, verspielt und neugierig - gerade deswegen sind Frettchen in der Heimtierhaltung so beliebt. Auf dem Behandlungstisch hingegen kann dies schnell zur Herausforderung werden. Dieses Buch rüstet Sie aus für die quirligsten aller Patienten. Umfangreiches Frettchenwissen, übersichtlich zusammengestellt und anschaulich bebildert: - Haltung, Ernährung und Verhalten: für eine kompetente Beratung, - Anatomie, Physiologie und Diagnostik: für einen routinierten Untersuchungsgang, - Ausführliche Beschreibung von Krankheiten, ihren Diagnosen und Therapien: für eine erfolgreiche Behandlung, - Narkose und Operationen: für mehr Expertise im OP. Das neue Standardwerk der Frettchenmedizin - unverzichtbar für Kleintierpraktiker und Frettchenhalter.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 328
    Erscheinungsdatum: 22.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830412496
    Verlag: Enke
    Größe: 9194 kBytes
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Frettchen

3 Haltung

Anja Ewringmann
3.1 Haltungsformen

Frettchen sind sehr beliebte Heimtiere, allerdings sind die quirligen Tiere hinsichtlich ihrer Haltungsanforderungen recht anspruchsvoll.

Frettchen sollten, da sie äußerst soziale Tiere sind, nicht alleine gehalten werden. Sie benötigen zudem ein ausreichend großes Platzangebot sowie genügend Auslauf und abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten.
3.1.1 Innenhaltung

Der überwiegende Teil der Heimtierfrettchen wird in der Wohnung gehalten. Hierbei überwiegen die Haltung in Käfigen oder Volieren mit beaufsichtigtem Freilauf sowie die Haltung in eigens für die Tiere eingerichteten Zimmern. Vereinzelt dürfen sich Frettchen jedoch auch dauerhaft frei in der Wohnung bewegen.

Beim Freilauf in der Wohnung ist generell zu beachten, dass viele Gefahren lauern können. Da Frettchen extrem agile Tiere sind, die aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer schlanken Körperform in jeden Winkel gelangen können und zudem noch gut klettern können, ist es äußerst schwierig, eine Wohnung tatsächlich frettchensicher zu gestalten. Als Gefahrenquellen müssen z.B. Giftpflanzen oder Stromkabel ausgeschaltet werden, die von den Tieren angefressen werden können. Arznei-, Wasch- oder Reinigungsmittel müssen verschlossen werden und auch Herdplatten, Backöfen oder Waschmaschinen stellen potenzielle Gefahren dar. Zudem haben Frettchen eine extrem hohe Affinität zu Gummi. Gegenstände aus diesem Material (z.B. Ohrstöpsel, Unterlagen, die als Gleitschutz für Teppiche dienen) werden gerne angefressen und verschluckt, woraus nicht selten ein Fremdkörperileus resultiert.
3.1.1.1 Käfighaltung

Für die Käfighaltung von Frettchen sollte eine Grundfläche von 2 m2/Tier nicht unterschritten werden. Selbst wenn diese Anforderung erfüllt ist, muss den bewegungsaktiven Tieren dennoch ausreichend zusätzlicher Freilauf gewährt werden.

Im Zoofachhandel erhältliche Frettchenkäfige sind ungeeignet, da sie viel zu klein sind, sodass Frettchenhalter in den meisten Fällen Eigenbauten herstellen. Gut geeignet sind hierfür insbesondere ausgediente Kleiderschränke. Diese sind von 3 Seiten geschlossen; an der Vorderseite können mit Vierkantdraht vergitterte Türen angebracht werden. Alternativ können große Vogelvolieren als Frettchenkäfig umfunktioniert werden.

Ein Frettchenkäfig sollte mit mehreren Etagen ausgestattet sein, die über Rampen oder Röhren miteinander verbunden sind ( Abb. 3.1 ). Besonders bewährt haben sich Röhren, die außerhalb des Käfigs entlanglaufen, um die Ebenen miteinander zu verbinden. Auf diese Weise wird kein Platz für Verbindungslöcher zwischen den Etagen verschwendet und ein Herunterfallen von Einrichtungsgegenständen kann verhindert werden.

Abb. 3.1 Frettchenvoliere.

(Simone Fiebig-Succar und Kay Succar, Berlin)

Jede Ebene sollte eine Höhe von etwa 50 cm aufweisen, damit sich die Tiere aufrichten können. Der Etagenboden sowie die bodennahen Seitenwände sollten verfliest oder mit stabilem PVC-Boden ausgelegt sein, um eine gute Reinigung zu ermöglichen.

Für jedes Frettchen sollte mindestens eine Schlafmöglichkeit zur Verfügung stehen. Hierzu eignen sich beispielsweise Holzhäuser, stabile Pappkartons oder Hängematten, die mit zusätzlichen kleinen Decken oder Tüchern versehen werden, damit sich die Tiere einkuscheln können ( Abb. 3.2 ).

Abb. 3.2 Schlafplätze.

(Birgit Köbernik, Berlin)

Abb. 3.2a

Abb. 3.2b

Der Käfig muss zudem mit einer ausreichenden Anzahl an Toiletten versehen werden. Hier können Katzenklos mit Katzenstreu verwendet werden.

Futter- und Wassernäpfe müssen aus stabilem und gut zu re

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