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HNO bei Hund und Katze Hals, Nase, Ohren, Trachea und Bronchien von Venker-van Haagen, Anjop J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2010
  • Verlag: Schlütersche
eBook (PDF)
38,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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HNO bei Hund und Katze

Einen kompletten Überblick aller wichtigen HNO-Erkrankungen bei Hund und Katze gibt dieses umfassende und reich bebilderte Lehrbuch. Die Autorin liefert aus 35 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der HNO-Erkrankungen klinische Erkenntnisse und praktische Tipps, wie sie in keinem anderen Buch bisher zusammengefasst worden sind. Nach einer Einführung zur Physiologie und Funktion der jeweiligen Region gibt die Autorin in sechs Kapiteln einen klinischen Leitfaden zur Behandlung alltäglicher und spezieller HNO-Probleme in der Kleintierpraxis, z.B. Otitis externa, Taubheit, nasaler Ausfluss, Schluckstörungen, Husten, Erkrankungen der Gesichtsnerven. Spezielle Untersuchungs- und Diagnosetechniken nehmen aufgrund des komplizierten Zugangs zu den Organen im HNO-Bereich einen wichtigen Stellenwert ein. Endoskopische und bildgebende Verfahren werden deshalb besonders detailliert beschrieben. Über 180 Farbfotos und Zeichnungen veranschaulichen die im Text beschriebenen Informationen. Die klare Gliederung des Buches und das umfangreiche, nach Kapiteln geordnete Stichwortverzeichnis ermöglichen dem Leser den sofortigen Informationszugriff.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 06.12.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842680098
    Verlag: Schlütersche
    Serie: vet
    Größe: 2985 kBytes
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HNO bei Hund und Katze

3 Der Pharynx (S. 89-90)

3.1 Funktionelle Überlegungen

Der Pharynx ist ein fibromuskulärer Schlauch, der sowohl dem Respirations- als auch dem Verdauungstrakt als Kanal dient. Er besteht aus drei anatomischen Segmenten: dem Nasopharynx, dem Oropharynx und dem Laryngopharynx. Der Nasopharynx ist der respiratorische Abschnitt über dem harten und weichen Gaumen und reicht von den Choanenöffnungen der Nasenhöhle bis zu der intrapharyngealen Öffnung, die früher pharyngealer Isthmus genannt wurde. Der Oropharynx liegt zwischen dem weichen Gaumen und dem Zungengrund und ist seitlich vom Arcus palatoglossus und palatopharyngeus und kaudal von der Spitze der Epiglottis begrenzt. Der Laryngopharynx liegt dorsal des Larynx und reicht rostral von der Epiglottis bis kaudal zum Ringknorpel.

Intrapharyngeale Öffnung. Die intrapharyngeale Öffnung ist die Verbindung von Nasopharynx und den oralen und laryngealen Abschnitten des Pharynx und liegt kaudal des weichen Gaumens. Während des Schluckens wird diese Öffnung durch die koordinierte Anstrengung mehrerer Muskeln verschlossen. Der M. palatopharyngeus zieht den Pharynx zusammen sowie nach vorne und oben, wohingegen der M. levator veli palatini den hinteren Teil des Pharynx anhebt. Der M. tensor veli palatini trägt ebenfalls zum Verschluss der intrapharyngealen Öffnung bei.11, 23 Kann der Nasopharynx während des Schluckens nicht vom Oropharynx abgetrennt werden, man nennt dies velopharyngeale Insuffizienz,63 kann dies zu einem Reflux von Flüssigkeit in die Atemwege führen. Ein inadäquater Verschluss der intrapharyngealen Öffnung verursacht das sog. reverse sneezing (rückwärtsgerichtetes Niesen).

Die Eustachische Röhre. Die Eustachische Röhre mündet in der seitlichen Wand des Nasopharynx über der Mitte des weichen Gaumens. Sie verbindet das Mittelohr mit dem Nasopharynx und gleicht den atmosphärischen Druck auf beiden Seiten des Trommelfells an.

Gaumenmandel. Die Gaumenmandel ist ein beidseitig vorhandener, kleiner Lymphknoten in der Seitenwand des Oropharynx, der direkt kaudal des Arcus palatoglossus liegt. Bei Hunden ist sie oft von der Tonsillengrube verdeckt, die von der ventralen Oberfläche des seitlichen Abschnitts des weichen Gaumens ausgeht.16 Bei Katzen ist die Gaumenmandel sehr klein und nicht von einer Schleimhautfalte bedeckt. Die Gaumenmandel hat keine afferenten Lymphgefäße und die efferenten fließen in den retropharyngealen Lymphknoten ab.

Obwohl der Laryngopharynx sowohl eine respiratorische als auch eine alimentäre Funktion erfüllt, liegt seine Hauptaufgabe darin, den Schluckvorgang zu ermöglichen. Ein Futterbissen wird vom Zungengrund in den Laryngopharynx befördert, wo 6 Muskelpaare Form und Größe von Naso- und Laryngopharynx und so auch des Futterbissens bestimmen, bevor er in den Ösophagus geleitet wird.

3.1.1 Schlucken

Das Schlucken ist ein physiologischer Vorgang, der sehr oft abläuft. Er kann beim Essen willentlich eingeleitetwerden, läuft aber meist zwischen den Mahlzeiten ohne Beteiligung des Großhirns ab. Essensunabhängiges Schlucken passiert bei wachen Individuen etwa einmal in der Minute und wird durch den Speichel initiiert, der die sensorischen Rezeptoren in Maul und Pharynx stimuliert.9 Studien an Menschen haben gezeigt, dass die Produktion des Speichels und das Schlucken im Schlaf so gut wie aussetzen.

Schlucken ist ein komplexer und komplizierter Vorgang, der in vier überlappende Phasen unterteilt werden kann: oral vorbereitend, oral, pharyngeal und ösophageal. Die beiden ersten Phasen sind willkürlich, die beiden letzten unwillkürlich. In der oralen Vorbere

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