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Lehrbuch für Tierheilpraktiker von Dauborn, Sylvia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2014
  • Verlag: Sonntag
eBook (PDF)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Lehrbuch für Tierheilpraktiker

Der Grundstein für Ihre Tierheilpraktiker-Ausbildung. Wie unterscheidet sich der Hund anatomisch von der Katze? Was muss man bei der Untersuchung eines Kaninchens beachten? Was hilft bei Erkrankungen der Harnorgane? Mit dem bewährten Lehrbuch für Tierheilpraktiker legen Sie die Basis für Ihre erfolgreiche Tierheilpraktiker-Ausbildung: - Detaillierte Beschreibung der Anatomie und der Physiologie aller relevanten Tierarten - von der Katze über Pferd und Rind bis hin zum Reptil - Anschauliche Erläuterungen des Untersuchungsganges sowie normaler und abweichender Befunde inkl. der Laborwerte - Einführung in die naturheilkundlichen Therapieverfahren (z. B. Akupunktur, Homöopathie, Nosodentherapie) - Krankheitsbilder und Behandlungsvorschläge Mit vielen Tipps zur Gründung einer eigenen, erfolgreichen Praxis. Auf dieses Wissen können Sie aufbauen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 800
    Erscheinungsdatum: 16.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830493679
    Verlag: Sonntag
    Serie: Heilpraxis
    Größe: 11482 kBytes
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Lehrbuch für Tierheilpraktiker

1 Geschichte und Entwicklung der Tierheilkunde

1.1 Einführung

Die Geschichte der Tierheilkunde ist fast so alt wie die der Menschenheilkunde. Sie begann zu dem Zeitpunkt, als der Mensch anfing, wild lebende Tiere zu domestizieren und für seine Zwecke zu nutzen. Zunächst diente die Tierzucht zur Sicherung der konstanten Nahrungszufuhr und dem Schutz der Siedlungen. Zu den ersten domestizierten Tieren gehörten Wölfe und der Ernährung dienende Herdentiere. Ebenso wie urzeitliche Menschen die Idee entwickelten, Samen und Gräser von Pflanzen aufzubewahren, an geschützter Stelle auszubringen und zu ernten, um weite Wege und Zeit für das Sammeln der verteilt wachsenden Pflanzen einzusparen, ging man dazu über, der Ernährung dienende Tiere in Nähe der Siedlungen zu halten, um nicht den Herden folgen zu müssen. Zum Schutz der Herden setzte man Hunde ein. Die Verantwortung für den Gesundheitszustand domestizierter Tiere lag nun beim Menschen. Die Behandlung war zu dieser Zeit einfach – kranke Tiere wurden getötet und verarbeitet.

Als der Mensch begann, Tiere für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten abzurichten, wie Pferde als Last- und Zugtiere, Hunde für die Jagd und zum Bewachen von Hof und Herden sowie Rinder für die Arbeit auf den Feldern, konnte man Krankheiten nicht mehr länger mit solchen Radikallösungen zu Leibe rücken. In die Ausbildung und Abrichtung der Tiere wurde Zeit investiert, diese Tiere stellten einen erheblichen Wert dar und dienten ebenso wie Zuchttiere auch als Handelsware.

So trachtete man nicht nur danach, die Gesundheit dieser Tiere zu bewahren, sondern auch gute bzw. gewünschte Eigenschaften durch Zuchtwahl zu erhalten und, wo möglich, zu verbessern. Tierheilkunde ging also immer auch mit dem Wissen um Tierzucht und Reproduktion einher. Tierhalter früherer Zeiten waren erfahren im Erkennen und Versorgen der Krankheiten, da die Gesunderhaltung des Viehbestandes eng mit den Überlebensmöglichkeiten der gesamten Familie zusammenhing. Es wurden Rezepte und Verfahren vom Vater an den Sohn weitergegeben, auch die Frauen trugen mit dem Wissen um Kräuter, Geburtshilfe und Pflege ihren Teil zur erfolgreichen Tierhaltung bei.

Reichte dieses Wissen nicht aus, gab es den Heilkundigen. Dieser war nicht wie heute ein spezieller Tierheilkundiger, sondern über lange Zeit die Person, die auch für das gesundheitliche Wohl der Menschen verantwortlich war, also der Schamane, der Druide oder der Medizinmann bzw. die Medizinfrau.

Verglichen mit den Studienfächern, die diese Heilkundigen zu absolvieren hatten, um ihren Beruf ausüben zu können, wirkt unser heutiges Spezialistentum sehr eingeschränkt. Zum damaligen Ausbildungsprogramm gehörten Astronomie, Astrologie, Religion, Anatomie, Physiologie, Zoologie, Botanik, Mineralogie, Meteorologie, Agrar- und Forstkunde, Pharmazie, Toxikologie, Psychologie und Psychosomatik, alles im Rahmen der zu dieser Zeit bereits bekannten Zusammenhänge. So der jeweilige Kulturkreis Kenntnisse in Schriftformen hatte, war ein solcher Schamane auch der Schrift kundig. Der Studieninhalt wurde in der Hauptsache mündlich und praktisch vermittelt, es handelte sich also um "Learning by Doing". Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist viel Wissenswertes z.B. aus dem keltisch-druidischen Bereich, in dem ja unsere westlichen Wurzeln liegen, verloren gegangen.

Ein derartig weit gefächertes Studienprogramm lässt vermuten, dass es sich bei den damaligen Heilkundigen um umfassend gebildete Menschen gehandelt haben muss, denen eine ganzheitliche Betrachtungs- und Handlungsweise selbstverständlich war. Da sie aufgrund ihres immensen Wissens und der ständigen Beobachtung der Natur Vorzeichen deuten

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