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Manuelle Therapie der Pferdewirbelsäule von Richter, Tanja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2013
  • Verlag: Sonntag
eBook (PDF)
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Manuelle Therapie der Pferdewirbelsäule

Auf dem Rücken der Pferde... ... lastet das Gewicht der Reiter. Aber auch Lahmheiten, ein drückender Sattel oder Bauchschmerzen wirken auf die Wirbelsäule ein und können zu Blockierungen führen. Begreifen Sie die Ursachenkette und ermitteln Sie logische Therapieabläufe - mit Manueller Therapie. Tanja Richter beschreibt zunächst ausführlich den Bewegungsablauf des Pferdes, inkl. Anatomie, Physiologie und Biomechanik. Diese Grundlagen sind der Schlüssel für das Verständnis, welche Folgen falsche Belastung und Haltung haben können. Im Folgenden geht die Autorin detailliert auf die Pathomechanik der einzelnen Wirbelsäulenabschnitte ein und beschreibt Griff für Griff die Techniken der Befunderhebung und Therapie. Ein Kapitel widmet sie speziell der aktiven Rehabilitation. Fallbeispiele runden das Werk ab. Greifen Sie ein, beseitigen Sie den Schmerz.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 27.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830493525
    Verlag: Sonntag
    Größe: 12385 kBytes
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Manuelle Therapie der Pferdewirbelsäule

1 Grundkonstruktion

1.1 Allgemein

Tiere besitzen einen eigenen Grundbauplan, der sich wie ein roter Faden durch alle Säugetiere und durch den Menschen hindurchzieht, da all diese Organismen denselben Lebensursprung haben. Auf diese Weise wirken sich die Grundkonstruktionen der Wirbelsäule (WS) und der Gliedmaßen auf die Bewegungen des Tieres aus.

Für den Therapeuten ist es sehr nützlich, diesen Grundbauplan von der Entstehung aus zu verstehen, um Ursachen von Störungen leichter zu erkennen sowie gezielter und erfolgreicher behandeln zu können.
1.2 Entstehung der Wirbelsäule

Im Urmeer lebten Milliarden von Bakterien. Sie produzierten als Abfallprodukt Sauerstoff. Es drohte eine globale Katastrophe, denn Sauerstoff war lebensgefährlich für die ersten Lebewesen auf dieser Erde. Einige Bakterien entwickelten sich weiter und konnten schließlich dieses erstickende Abfallprodukt zu ihrem Lebensgrundstoff umwandeln. Sie überlebten. Es zeigte sich jedoch, dass diejenigen Bakterien am besten überlebten, die sich in einem Kollektiv, einem Zellverbund, zusammengeschlossen hatten. In diesem Zellverbund bekam jedes Bakterium seine eigene Aufgabe, auf die es sich später spezialisierte. Einige der Bakterien, Zellen, waren für die Nahrungsaufnahme verantwortlich, die nächsten für die Verdauung, wieder andere für die Fortbewegung und andere (die heutigen Hautzellen) für den Schutz des Zellverbundes. Dieses neue, im Wasser strudelnde Individuum besaß zum Überleben einige Vorteile gegenüber seinen einzelligen Vorfahren. Der Organismus war geboren. Dieser Organismus hatte nun ein Aufnahmerohr für die Verdauung, einen Verdauungskanal, er konnte sich fortbewegen und er hatte eine Hülle. Nun fehlte noch eine wichtige Ausstattung: Unser Lebewesen musste sensibel werden. Es sollte fühlen können, ob es nicht vielleicht gegen einen Felsen stößt, es sollte sehen können, um zur optimalen Nahrungssuche wenigstens hell und dunkel unterscheiden zu können. Vielleicht sollte es auch spüren können, wohin es gerade strudelt, ob nach oben oder unten, und ob es kalt oder warm wird. Es sollte sich dorthin bewegen können, wo es gerade die meiste Nahrung finden kann oder die Lebensbedingungen gerade optimal sind. Außerdem wäre es günstiger, wenn es seine Muskelzellen gezielt einsetzen könnte, dann wären genauere Bewegungen möglich.

Das Nervensystem wurde erfunden. Steuerungszentralen und Leitungsbahnen entstanden, die all die Sinnesreize aufnehmen konnten, die in der Zentrale verarbeitet wurden, um schließlich gezielte Kommandos an das Bewegungssystem weiterzugeben, damit sinnvolle Bewegungen entstehen konnten.

Das Nervensystem ist also eine äußerst wichtige Einrichtung für das Lebewesen. Geschickterweise siedelt man es in der Mitte des Organismus schlauchförmig an, damit von dort auf kürzestem Weg Informationen von der Außenwelt eintreffen und schnell Kommandos an die Muskeln weitergegeben werden können.

Erst durch das Nervensystem wurden komplexere Bewegungen möglich. Es konnte besser nach Nahrung gesucht und sich den aktuellen Umweltbedingungen angepasst werden (warm/ kalt), außerdem wurde Sozialverhalten überhaupt erst möglich (z.B. Schwarmverhalten bei Fischen), und schließlich konnte sogar eines Tages der erste Landgang unternommen werden.

Eine solche geniale Einrichtung musste geschützt werden. Ohne das Nervensystem ist der komplexe Organismus nicht überlebensfähig. Das Nervensystem muss seinen Platz möglichst nah an allen Teilen des Körpers behalten, und es braucht eine zentrale Steuerung. Es muss jede Bewegung des Organismus mit

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