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Physiotherapie und Bewegungstraining für Hunde Rehabilitation, Massage und Hundesport von Mai, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2015
  • Verlag: Sonntag
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Physiotherapie und Bewegungstraining für Hunde

Hunde haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Nutzen Sie ihn, um durch gezielte Aktivierung das Wohlbefinden bei Hunden in allen Lebensphasen zu verbessern. Ob für die Prävention und Therapie von Krankheiten, zur Leistungssteigerung im Hundesport, der motorischen Frühförderung oder im Hunde-Rentenalter - Sabine Mai liefert erprobte Übungen und Konzepte aus der Bewegungstherapie. Klar strukturiert, reich bebildert, mit wissenswertem Hintergrundwissen und zahlreichen Praxistipps macht dieses Buch Lust, die Leine in die Hand zu nehmen und gemeinsam mit dem Vierbeiner zu starten.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 152
    Erscheinungsdatum: 15.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830494157
    Verlag: Sonntag
    Größe: 4374kBytes
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Physiotherapie und Bewegungstraining für Hunde

2 Anatomie

2.1 Einleitung

Dieses Kapitel soll eine Vorstellung vom "Funktionieren des Organismus Hund" geben und sowohl in Bezug auf die Anatomie (Wo liegt was?) als auch die Physiologie (Wie funktioniert was?) und die Biomechanik (Warum bewegt sich das so?) einen Überblick verschaffen. Leider ist der Organismus Hund in keiner Weise einheitlich. Durch die unzähligen Rassezuchten mit den unterschiedlichsten Nutzungszielen haben sich völlig andersartige Tiere ausgebildet, die sich zwar in der Anzahl der Rippen oder der Art der Fußung auf den Boden noch gleichen, vom Bewegungsablauf oder der Ausdauerleistung jedoch völlig verschieden sind. Dennoch soll versucht werden, die "Art Hund" möglichst allgemein gültig darzustellen und etwaige Rasseunterschiede angemessen aufzuzeigen.
2.2 System der Grundregulation nach Pischinger

Das System der Grundregulation nach Pischinger ist eine Funktionseinheit aus verschiedenen Systemen, gebildet aus Gefäßendstrombahn, Bindegewebszelle, Axon und Lymphgefäß. Die extrazelluläre, strukturierte Grundsubstanz durchzieht alle Zellzwischenräume des Organismus, erreicht jede einzelne Zelle und reagiert stets einheitlich - sie stellt die Transitstrecke für alle Stoffe und Informationen zur Zelle hin dar. Die Grundsubstanz beschränkt durch ihre Zusammensetzung die Reaktionsmöglichkeiten der Zelle im Rahmen ihrer genetischen Vorgaben.

Von manchen Autoren wird das Bindegewebe als eigenes Organ im Körper beschrieben, das sich mit Nerven und Gefäßen über den ganzen Organismus erstreckt und eine wichtige verbindende Funktion zwischen Gefäßsystem und Zellen hat. Diese biologischen Systeme bilden Fließsysteme, die auf bestimmte Reize reagieren, ohne dass man sofort nachvollziehen kann, in welche Richtung die Reaktionen ablaufen. Diese Reaktionen bestehen in einem Austausch von Materie und Energie zwischen Zelle und Grundsubstanz, sie sind dem Zeitpunkt und dem Reiz angepasst, eine Rückkehr zur Ausgangssituation ist normalerweise nicht möglich! In diesem empfindlichen System beeinflussen sich die verschiedenen Komponenten gegenseitig.

Ein Beispiel: Kapillaren, die in der Grundsubstanz verlaufen, bringen Hormone in den extrazellulären Raum. Hier enden die Axone des Nervensystems, das direkt von den Hormonen beeinflusst werden kann. Durch Rückmeldungen zum Gehirn und die Verarbeitung der hormonellen Informationen werden Reaktionen auf humoraler Ebene gesetzt. Die Phagozyten, die im Grundsystem Grundsubstanz abbauen und beseitigen, können nicht nur Zellreste transportieren, sondern sie nehmen Informationen in Form von Enzymen und Botenstoffen auf und transportieren sie weiter. Durch diese Vernetzungen entstehen vielfältige Reaktionsmöglichkeiten, die sowohl der Anpassung als auch der Erhaltung und Funktion dienen. Aufgrund der Rückkopplungen ist es sowohl möglich, auf ganz feine Reize zu reagieren, es können aber auch nicht funktionierende Areale abgeschaltet und ersetzt werden. Die Vielfalt der Möglichkeiten erlaubt ein Optimum an Reaktionen, deren Ergebnis nicht immer vorhersehbar ist. Das Ziel, das es zu erreichen gilt, lautet immer Homöostase.

Die Kombination von negativ geladener Grundsubstanz und Wasser ist hervorragend zum Abfangen freier Radikale im Gewebe, zum Transport von Materie durch den extrazellulären Raum und zur Weiterleitung von Informationen geeignet. Gleichzeitig dienen all diese Strukturen als Speicherorgane für die verschiedenen Nährstoffgruppen.

Aufgrund der Sieb- und Bindungseigenschaften der Grundsubstanz kann es zu einer Entgleisung und damit zur Verschlackung der Netzstruktur kommen. Dieser Zustand ist stets von einer langsam fortschreitenden Gewebsazidose, dem Anstieg von freien Radikalen und der Aktivierung des proteolytischen Systems gekennzeichnet. Es kommt zur Ausbildung einer proinflammatorischen Situation, aus der sich sowohl akute inflammatorische

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