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Bushido von Bushido (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.01.2010
  • Verlag: riva
eBook (ePUB)
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Bushido

Bushido - sein Leben, seine Erfolgs-Geschichte und er selbst kommen jetzt ins Kino. Am 4. Februar 2010 startet 'Zeiten ändern Dich'. Unter der Regie von Uli Edel und in hochkarätiger Besetzung u. a. mit Hannelore Elsner, Moritz Bleibtreu, Uwe Ochsenknecht und Bushido selbst hat Bernd Eichinger einen Film produziert, auf den schon jetzt Hunderttausende warten. Die Filmstory basiert auf der Autobiografie von Bushido, die im Herbst 2008 die von Null auf Eins die Bestsellerliste stürmte und über 150.000 mal verkauft wurde. Anlässlich des großen Kinoereignisses erscheint das Buch in der Aufmachung des Films und mit einem neuen Extra-Booklet mit vielen Abbildungen. Das 'Buch zum Film', ein Muss für jeden Fan!

LARS AMEND, 1978 geboren in Gießen, ist Musikjournalist und seit 2007 für Bushido als PR-Berater tätig. Vorher arbeitete er als Autor u.a. für das JETZT-Magazin, den Berliner Tagesspiegel, für Rundfunk Berlin-Brandenburg, den Hessischen Rundfunk sowie für MTV und VIVA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 18.01.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864131677
    Verlag: riva
    Größe: 549 kBytes
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Bushido

Intro

Es begann alles mit einer Idee, einem Stift und einem leeren Blatt Papier. Eines Abends setzte ich mich an meinen Schreibtisch und fing an, meine Gedanken aufzuschreiben. In diesem Moment war das für mich nichts Besonderes. Im Gegenteil. Es fühlte sich ganz natürlich an. Wer hätte schon ahnen können, dass diese paar Zeilen mein ganzes Leben verändern würden?

Wenn ich mich heute umsehe - meine Villa, meine Autos, die Frauen, meine Klamotten, mein Bankkonto, mein Schmuck, der Ruhm - , dann habe ich das einzig und allein dieser einen Idee zu verdanken. Ich denke oft darüber nach, warum ich derjenige bin, der angehimmelt wird, und nicht mein dämlicher Nachbar oder Paolo, der Pizzabäcker von der Oranienstraße. Ich habe aber keine Erklärung gefunden. Es ist ein Phänomen.

Jedes Mal, wenn ich auf meine Uhr sehe und mir meine 6000-Euro--Breitling entgegenfunkelt, werde ich daran erinnert: Alles, was ich habe, kommt von meinen Fans. Sie bezahlen das alles. Sie kaufen meine CDs, Konzerttickets, Klingeltöne, T-Shirts, DVDs - und was mache ich? Ich krieche nachmittags aus meinem Bett, koche Espresso, setze mich in Jogginghose und Unterhemd vor meinen Computer und beobachte, wie mein Bankkonto immer dicker wird. "Wieso kaufen sich die Leute das alles?", frage ich mich. Ich bin doch nur ein ganz normaler Junge.

Es sind aber nicht nur die materiellen Dinge, die mich immer wieder ins Grübeln bringen. Vielmehr sind es die Emotionen, die ich bei den Menschen erwecke. Auf meinen Konzerten stehen 16-jährige Mädchen in der ersten Reihe und können jede Textzeile mitsingen, sogar von meinen alten, nicht so bekannten Songs. Ich beobachte sie von der Bühne aus sehr genau, wie sie mir kreischend zujubeln, Heulkrämpfe bekommen und sogar in Ohnmacht fallen. Dann schaue ich auf diese riesige Menschenmasse und denke mir: Genauso fühlt sich also Robbie Williams! Nur dass ich cooler bin als er.

Ich muss mich noch nicht einmal besonders anstrengen. Es reicht schon, mit tief heruntergezogener Kapuze auf die Bühne zu gehen und einfach nur bewegungslos dazustehen. Die Leute drehen trotzdem durch. Wenn ich dann noch langsam die Kapuze abnehme und sie mein Gesicht erkennen, schreien sie sich die Lunge aus dem Leib. Verrückt, oder?

Absurd ist auch, dass Rap für mich nicht einmal Arbeit ist. Ich gehe einfach auf die Bühne und ziehe meine Show durch. Obwohl ich nicht sonderlich kreativ bin, weiß ich, dass mindestens die Hälfte der Leute wieder zu einem meiner nächsten Konzerte kommen werden. Was ich bei meinen Fans so krass finde, ist diese unendliche Dankbarkeit, die sie mir entgegenbringen. Man muss sich das mal vorstellen: Die geben 30 Euro für ein Konzertticket aus, erleben ihren Star für zweieinhalb Stunden und sind einfach nur dankbar, dabei gewesen zu sein. Obwohl sie schon 40 Euro für eine CD und ein T-Shirt ausgegeben haben und am nächsten Tag zu spät zur Arbeit kommen, weil sie bis morgens um fünf Uhr am Bahnhof auf den nächsten Zug warten müssen, würden sie es immer wieder tun. Um sich die Wartezeit in der Kälte zu verkürzen, laden sie sich aus Langeweile auch noch neue Klingeltöne von mir herunter. Nicht illegal bei irgendeinem russischen Billiganbieter, sondern ganz offiziell bei "Jamba!", weil sie sich denken: Scheiß auf die drei Euro, ist ja für Bushido!

Sie geben mir alles und erwarten als Gegenleistung lediglich, dass ich ihnen ein paar Stunden meiner Zeit widme. Und was mache ich, ich Vollidiot? Ich komme mit einer dämlichen roten Sportjacke und ohne Haargel auf die Bühne, pople in der Nase, schnicke den Eumel zur Seite, schn

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