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Das Orchester, das niemals schläft Die Wiener Philharmoniker von Wagner-Trenkwitz, Christoph (eBook)

  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
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Das Orchester, das niemals schläft

Eine kurze Geschichte der Wiener Philharmoniker Was wäre Wien ohne Musik und ohne die Philharmoniker? 175 Jahre sind seit der Gründung des Weltklasseorchesters im März 1842 vergangen, in denen die Musiker ihrem Publikum zahlreiche Sternstunden klassischer Musik beschert und mit ihrem unverwechselbaren Klang wahre Begeisterungsstürme hervorgerufen haben. Christoph Wagner-Trenkwitz erzählt von den Meilensteinen in der Geschichte der Philharmoniker, von der Zusammenarbeit mit großen Dirigenten, den Besonderheiten des 'Wiener Klangs', der täglichen Arbeit in einem internationalen Orchester und fördert dabei auch so manche bemerkenswerte Anekdote zutage, die sich hinter den Kulissen zutrug. Mit umfangreichem Bildmaterial aus dem Archiv der Wiener Philharmoniker Christoph Wagner-Trenkwitz, Mag. phil., geboren in Wien, ist Chefdramaturg der Volksoper Wien. Daneben hat er sich als Autor, Moderator und Darsteller auf der Bühne, im TV (Opernball) und Hörfunk ('Pasticcio', Neujahrskonzert) einen Namen gemacht. 2013 bis 2016 war er Intendant des Theatersommers Haag. Zuletzt bei Amalthea erschienen: '?Es grünt so grün ...? Musical an der Wiener Volksoper' (2007), 'Schon geht der nächste Schwan. Eine Liebeserklärung an die Oper in Anekdoten' (2009), 'Schwan drüber! Neue Antiquitäten aus der Oper und dem wirklichen Leben' (2012), 'Sie kannten Richard Strauss. Ein Genie in Nahaufnahme' (2013) und 'Nochmal Schwan gehabt' (2015).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783903083691
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 21889 kBytes
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Das Orchester, das niemals schläft

Ein Rundgang

Unterwegs in Wien - und in der Geschichte eines Orchesters

Darf ich zu einem kleinen Stadtrundgang einladen? Innerhalb von nicht mehr als 20 Minuten flanieren wir so an den wichtigsten Zentren philharmonischen Lebens in Wien vorbei.
Heimat Musikverein

Beginnen wir auf dem Karlsplatz. Wir lassen die barocke Pracht der Karlskirche, den Resselpark mit dem Brahms-Denkmal und die Technische Universität (vormals k. k. Polytechnisches Institut, wo die Strauß-Brüder Johann und Josef studiert haben) hinter uns. Vor uns liegt das Musikvereinsgebäude des Ringstraßen-Architekten Theophil Hansen, nach dessen Entwürfen auch das Wiener Parlamentsgebäude, die Akademie der Bildenden Künste am Schillerplatz, die Börse am Schottenring und zahlreiche Palais der Hauptstadt entstanden sind. Das Haus der 1812 gegründeten "Gesellschaft der Musikfreunde in Wien" beherbergt auch die Verwaltung der Wiener Philharmoniker ("Kanzlei" wird das Büro in schönem alten Beamtenösterreichisch genannt); im Großen Saal - dem "Goldenen" - des Musikvereins finden seit dessen Eröffnungsjahr 1870 die Philharmonischen Abonnementkonzerte und auch die Neujahrskonzerte des Orchesters statt, die zu dessen Weltgeltung beigetragen haben.

Im Pflaster vor der Fassade sind Sterne mit den Namen bedeutender Musiker eingelassen: Dem österreichischen Symphoniker Anton Bruckner, dem Dirigenten Wilhelm Furtwängler, dem modernen deutsch-österreichischen Komponisten Gottfried von Einem und dem Romantiker Franz Schubert gelten die Erinnerungsplaketten, die der "Wiener Musikmeile" angehören. Diese ist heutzutage zwar ziemlich vernachlässigt und gewiss kein der Musikmetropole angemessener "Walk of Fame", soll uns auf diesem kleinen Rundgang aber dennoch zur Orientierung und Erinnerung dienen.
Vorbei am Karten- und Ballbüro ...

Wir überqueren die Bösendorferstraße, die den Namen der berühmten Wiener Klavierfabrik trägt, und spazieren durch die Dumbastraße (benannt nach dem österreichischen Industriellen Nikolaus von Dumba, der im späten 19. Jahrhundert Vizepräsident des Musikvereins und Vorstandsmitglied des Wiener Männergesang-Vereins war) zum Kärntner Ring, wo wir uns nach links wenden.

Der philharmonische Dirigent Hans Richter bittet den "lieben Freund" Ludwig Bösendorfer, seine Klaviere zu stimmen.

Nach wenigen Metern erreichen wir das Karten- und Ballbüro der Wiener Philharmoniker, vor dem uns abermals Musiker-Sterne grüßen: jene für Pierre Boulez, Johann Sebastian Bach und Johann Strauß. Als einziges Musikerkollektiv besitzen auch die Wiener Philharmoniker selbst einen hier eingelassenen Stern, der an ihr erstes Konzert am 28. März 1842 erinnert. Diesem magischen Datum nähern wir uns nun, vorwärts schreitend, im historischen Rückwärtsgang an.

Vorbei an den Sternen für Dmitri Schostakowitsch, Anton von Webern und Herbert von Karajan (die Bodenplatte ziert auch die Unterschrift des Maestros, die laut Hildegard Knef wie ein "Kardiogramm" aussieht) gehen wir auf dem Ring zum Staatsoperngebäude, das sich zu unserer Rechten erhebt und das, wie der Musikverein, ebenfalls als Heimat unseres Orchesters bezeichnet werden kann. Denn die Philharmoniker rekrutieren sich seit ihrer "Geburt" aus Mitgliedern des Opernorchesters; das bietet neben der künstlerischen Vielseitigkeit auch eine wirtschaftliche Basis für die Musikerinnen und Musiker. Voraussetzung für die Aufnahme in das als Verein organisierte Konzertorchester ist jedenfalls die Mitgliedschaft im Opernorchester, wo eine mehrjährige "Probezeit" durchlaufen wird. Auf die "doppelte Identität" unseres Orchesters werden wir noch eingehen; halten wir für den Moment einmal fest, dass die Musikerinnen und Musiker der Wiener Philharmoniker, wenn sie in der Wiener Staatsoper spielen, zwar nicht so h

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