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Kurt Cobains kratzige Strickjacke. Rock-Pop-Storys. Un-Erhört & ohne Weichspüler von Reuer, Chrizz B. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2014
  • Verlag: edition oberkassel
eBook (ePUB)
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Kurt Cobains kratzige Strickjacke.

KAPITEL (Auswahl): Die meist überschätze Band der Welt: Rolling Stones - Warum Madonna nicht nur Plastik schuf - Ärzte vs. Tote Hosen (beide doof) - Oberlehrertum aus dem Gefühl schlechtgelaunter Jugend (Hamburger Schule) - Nur Refrains bekannt oder: Revolution gegen das Volk! - Verliebt in den Fan, Star pass auf! - Der Tag, an dem Brian Connolly starb - Woodstock lebt: Im hessischen Bergland - Glam & Prog und alles dekadent hier - Warum CIA und NSA hinter dem 'Club 27' stecken - und: Kurt C.'s (un)behagliches Textil beim 'unplugged'-Auftritt...' Erscheinungstag des Buches ist der 20. Jahrestag des legendären 'MTV Unlugged In New York'-Albums der Band NIRVANA.

Chrizz B. Reuer ist lebenslanger Rock-Pop-Spezialwissen-Nerd mit dem Erleben und Erhören des Fans, der jede neue Nachricht seiner Helden mit Herzblut und verstiegenem Nachdenken aufnimmt. Kultur-Forscher (Magister der Theater, Film, Fernsehwissenschaft) wie erlebnishungriger Freak gleichermaßen, hat er in seinen Rock-Pop-Storys er-hört, was ihm erlebt wurde... Nach zwei ReiseBerichten ''DER EUROPA-TRIP. InterRail ZweiPunktNull'' und ''DER WELT-TRIP. 11 Flüge Round-The-World'' ist KURT COBAINS KRATZIGE STRICKJACKE Chrizz' drittes im Verlag edition oberkassel erscheinendes Buch.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 04.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958130104
    Verlag: edition oberkassel
    Größe: 705 kBytes
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Kurt Cobains kratzige Strickjacke.

GLAM & PROG UND ALLES DEKADENT HIER. DER GURU IN DER FUSSGÄNGERZONE. RAUSCH UND BESINNUNG.

Es ist ein schöner Tag.

Ich betrete die Ausstellung; es ist meine Heimatkultur hier. Alles glitzert, ich gehe durch silberne Lamettavorhänge, sehe Männer mit dickem Kajalstrich um die Augen auf großen Plakaten und genau die Stars, die ich erwarte. GLAM! Das Zauberwort hat mich angelockt. Ich bin es. GLAM! Im Herzen immer, wenn auch äußerlich nicht zu jeder Zeit erkennbar.

Heute doch, ein wenig. Lila T-Shirt, darüber offen das schwarz-weiß längs gestreifte Hemd, auf dem Kopf die gestuften Schwarz-Rocker-Haare, beschwingt baumelnder Ohrring dazu, die ganze Erscheinung ist irgendwie klar. ICH bin klar.

Brian Connolly und die anderen ... die Art, wie sie schauten und sich bewegten, hat mich unrettbar für ein Leben geprägt.

Ich bin ... zu Hause, in diesem Museum. Und doch nicht. Weiß ja schon, dass hier eine intellektuell gefilterte GLAM-Wahrnehmung stattfindet, meine Vorurteile bauen sich auf. Denke an: Mehr David Bowie als Suzi Quatro , mehr Roxy Music als Slade und all der Kram ist hier sicher MEHR im Fokus ( Focus - auch eine tolle Band, doch ein anderes Genre ...).

Es ist ein Unterschied, wer GLAM war, möchte ich sagen; eine elitäre Künstlerclique oder die ganz normalen Leute ... für die Macher ... da platzt in mein inneres vormotiviertes Self-Fulfilling-Meckern in einem feinen 6-Minuten-Film: Stevie Priest , und ich sehe auch die anderen drei SWEET !

Niemand war androgyner, niemand keck-provokanter, niemand mehr camp als er! Der Bassist mit langen rötlichen Haaren, einem feinen Stirnpony, die Lippen zum Kussmund geschürzt. Und einem Lächeln, auch aus den Augen, in das ich mich sofort verlieben könnte. Wenn ich für einen Moment vergäße oder es gar nicht wüsste (was bei ihm tatsächlich möglich war), dass er ein Mann ist.

Oder so.

Doch ... wozu.

Ist es nicht DOCH egal?

Brian sah aus wie Sally , die Sängerin von Middle of the Road . Und Suzi Quatro wiederum sah aus wie Barry Blue . Der wiederum wie Mick Ronson , der Gitarrist von David Bowie , der wiederum dessen Gitarre ableckte und in der Fantasie manches mehr! Und Steve sah aus wie Stevie .

Der 6-Minuten-Film ist gut und alles kommt gleichermaßen vor; Alice Cooper ist zu sehen, der damals auch als GLAM galt.

Und es ist alles gut gegengeschnitten mit der "normalen" Welt, die allerdings auch "ganz schön verrückt" (sagte man so: "Ganz schön"? Und statt verrückt nicht "flippig"?) ... die jedenfalls KOPF STAND.

Kopfstand übte ich auch mal, am Schrank. Tat aber weh.

Und Nixon, der große böse Un-Präsident, ist zu sehen. ein paar grotesk spießig wirkende Reiter und Reiterinnen mit merkwürdigen Kappen dazu (lässt mich an den Anfang des Films "Hair" denken ...), zwischendrin Fickbilder, das Ganze kombiniert mit Koteletten-Männern und immer wieder Glam-Rocker und -Rockerinnen, sind es Männer? Sind es Frauen?

Was ist es, das kategorisierenderweise, antrainierterweise wissen will, wie sich hier genetisch was abspielt?

Ab-spielt ... Das Leben ist ein Spiel, ist es nicht?

Ich gehe weiter, sehe eine verspiegelte Gitarre, sehe Leute sich schminken.

Höre Musik. Was ist das? Doors ? Wer hat denn diese Ausstellung beraten?

Doors als Glam-Rock? Okay, sie spielen das Blues-Cover "Back Door Man", vielleicht hat es einen tieferen Sinn, ist so gedacht.

Ich schaue ... sehe New York ... sehe London ... die Musik wechselt ... Rolling Stones . Auch die Stones als Glam?

Okay, Mick Jagger trug damals auch Lidschatten. Also, wieso eigentlich nicht.

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