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Peter Gabriel - Die exklusive Biografie von Easlea, Daryl (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.10.2014
  • Verlag: Hannibal Verlag Edition Koch
eBook (ePUB)
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Peter Gabriel - Die exklusive Biografie

Der Autor Daryl Easlea hat stundenlange Interviews mit Wegbegleitern, Musikern, Helfern und Vertrauten geführt, um zum Herzen und zur Seele Peter Gabriels, seiner Musik und seines komplexen Lebens vorzudringen. Viele Fotos aus allen Schaffensphasen bereichern dieses Buch. Die Resultat ist die einzigartige Biografie eines außergewöhnlichen Künstlers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 07.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783854454601
    Verlag: Hannibal Verlag Edition Koch
    Originaltitel: Without Frontiers: The Life and Music of Peter Gabriel
    Größe: 3164 kBytes
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Peter Gabriel - Die exklusive Biografie

"Was mich anturnt, ist das Gefühl, auf jungfräulichem Schnee unterwegs zu sein."

- Peter Gabriel, 2007

"Manchmal bin ich stolz auf meine Fehler, solange ich sie mit Überzeugung begangen habe."

- Peter Gabriel, Star Test , 1989

Oktober 1982. Es schüttet wie aus Eimern. Im Herzen Englands spielen sechs Männer Songs, die sie im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts geschrieben haben, um den Traum ihres ehemaligen Sängers, der sich für diesen Abend noch einmal zu ihnen gesellt hat, am Leben zu erhalten. Aus rechtlichen Gründen können sie nicht unter ihrem eigentlichen Namen - Genesis - auftreten, weshalb sie bei diesem einmaligen Anlass als "Six of the Best" auf der Bühne stehen: eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Bestrafung mit dem Rohrstock, die an englischen Privatschulen zum Alltag gehörte, und eine geschickte Anspielung auf Charterhouse, wo sie sich einst kennengelernt hatten und die damals berüchtigt war für die Anwendung körperlicher Züchtigung. Nur die griechisch anmutende Schrift, in der ihr Bandname im Programm geschrieben ist - eine Schrift, die auch für das Logo ihres Albums von 1974, The Lamb Lies Down On Broadway , verwendet wurde -, gibt einen Hinweis auf die Vergangenheit dieser Herren.

Der Sänger, Peter Gabriel, hatte sich sieben Jahre zuvor einigermaßen freundschaftlich - und für die meisten doch sehr überraschend - von der Gruppe verabschiedet. Da er zwischen 1967 und 1975 der Frontmann, Sprecher und einer der Songwriter gewesen war, hatten nur wenige nach seinem Ausstieg der Band gute Überlebenschancen eingeräumt. Aber obwohl sie sich dagegen entschieden hatten, ihn zu ersetzen, waren sie sogar noch erfolgreicher geworden - mehr, als es sich wohl je jemand hätte vorstellen können.

Gabriels Karriere jedoch verlief - nachdem er der Band den Rücken zugekehrt hatte - alles andere als geradlinig. Ihm war sein künstlerischer Ansatz wichtiger als kommerzieller Erfolg, womit er eine ganz neue Schar von Anhängern gewinnen konnte. Damals hatte er bereits ein Mainstream-Rock-Album mit den besten amerikanischen Session-Musikern eingespielt sowie ein weiteres, das teilweise in New York entstanden war und die Stadt in der Ära von New Wave und Disco widerspiegelte, aufgenommen. Außerdem - und das war am entscheidensten - hatte er eine weitere LP veröffentlicht, die die Richtung für seine zukünftige klangliche Orientierung weisen sollte. Diese Schallplatte enthielt mit dem Song "Biko" auch den Track, der für seine Karriere mehr Bedeutung haben sollte als alles, was er bis dahin aufgenommen hatte bzw. noch aufnehmen würde. Der Song, der von Stephen Bantu Biko, einem südafrikanischen Studentenführer, der im September 1977 in Pretoria in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen war, handelte, war unverhohlen politisch und mischte afrikanische Trommeln und das tiefe Dröhnen von Dudelsäcken zu einer hymnischen Nummer, die die bemerkenswerte Eigenschaft besaß, ans politische Gewissen ihrer Hörer zu appellieren - und kam später im Kampf gegen die Apartheid zum Einsatz. Dieser Song war Gabriels Visitenkarte, mit der er signalisierte, dass er sich für die Angelegenheit interessierte und sich engagieren wollte.

Aber Gabriel geriet plötzlich in enorme finanzielle Schwierigkeiten. Er war nie in Geld geschwommen - der Genesis-Drummer und spätere Leadsänger Phil Collins nannte ihn einen großen Grübler und Zögerer, der zuerst seinen Träumen folgte und sich erst später Gedanken über die zugehörige Logistik machte. Gabriel hatte ein neuartiges Musikfestival ins Leben gerufen, das Musik aus der ganzen Welt, für die er sich zu interessieren begonnen hatte, auf die Bühne holen sollte. Um dies zu ermöglichen, hatte er mit der Dachorganisation WOMAD (World of Music, Arts and Dance) eine Vision verwirklicht, die seine Wohl

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