text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Udo Jürgens - 'Merci' Die Biografie von Lisbeth Bischoff von Bischoff, Lisbeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2015
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Udo Jürgens - 'Merci'

"So schön, so schön, Merci" Lisbeth Bischoff gewährt ganz persönliche Einblicke in das Leben des österreichischen Weltstars Udo Jürgens, der schon zur Lebzeiten Legende war. Mit 13 Jahren lernt sie ihn bei einem Konzert kennen und holt sich ihr erstes Autogramm. Später, als Journalistin, entsteht in unzähligen Begegnungen und persönlichen Gesprächen für Radio und Fernsehen eine besondere Annäherung an den Ausnahmekünstler. Udo Jürgens, der im September 2014 seinen achtzigsten Geburtstag feierte und im Oktober 2014 seine Tournee "Mitten im Leben" startete, starb am 21. Dezember 2014 plötzlich und unerwartet: mitten im Leben. "Wir sind alle dem Leben und dem Schicksal ausgeliefert", sagte er in einem Interview. "Aus dem Grund sollte man die Kraft und die Tage, die uns gegeben sind, voll nutzen." Ein großer Entertainer hat die Bühne für immer verlassen.

Lisbeth Bischoff ist seit 1972 für den ORF tätig. Seit Jahrzehnten führt sie Interviews mit Weltstars aus den Bereichen Gesellschaft, Film, Kultur, Politik und Sport und berichtet von den Königshäusern dieser Welt für europäische Fernsehsender (ORF, ZDF, RTL, SAT1), internationale Lifestylemagazine und Tageszeitungen. Seit 2004 ist sie für den ORF als Gesellschafts und Adelsberichterstatterin tätig. 2014 begeisterte sie als "Dancing Star".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 248
    Erscheinungsdatum: 04.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902998880
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 7681 kBytes
    Idee von: Jürgens, Udo
Weiterlesen weniger lesen

Udo Jürgens - 'Merci'

Kindheit und Jugend

Ö sterreich im Jahr 1934: Mit Richard Tauber und Jarmila Novotna in den Hauptrollen wird am 20. Jänner 1934 in der Wiener Staatsoper Franz Lehárs neue Operette Giuditta uraufgeführt.

Der Wiener Karl Schäfer holt bei der zweitägigen Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf (17. bis 18. Februar 1934) im schwedischen Stockholm zum fünften Mal in Folge den Weltmeistertitel.

Die sechzig Jahre alte Kronprinz-Rudolf-Reichsbrücke über die Donau ist vom Bauzustand her desolat. Wenn Straßenbahnzüge sie überqueren, müssen die Passagiere aussteigen, um ihre Tragfähigkeit nicht zu gefährden. Der Neubau der Brücke ist bereits durch die Bundesregierung beschlossen.

Österreich steht noch unter dem Schock der Ereignisse des Februaraufstandes. Der österreichische Bürgerkrieg war eine Auseinandersetzung zwischen der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP), deren Republikanischem Schutzbund einerseits und dem austrofaschistischen Ständestaat, dessen Bundesheer und Heimwehr andererseits.

Der gewaltsame Widerstand des oberösterreichischen Schutzbundführers Richard Bernaschek gegen die Räumung des Waffenlagers des von Engelbert Dollfuß verbotenen Republikanischen Schutzbundes im Linzer Hotel Schiff war der Auslöser für diesen Bürgerkrieg.

Adolf Hitler war der größte außenpolitische Gegner von Dollfuß. Hitler drängte zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Als einziger Nachbar versprach Mussolini Schutz vor den Nationalsozialisten, daraufhin lehnte sich Dollfuß immer mehr Mussolini an. In Österreich hatte der Nationalsozialismus bereits eine schnell wachsende Anhängerzahl. Es wurde befürchtet, dass sich bei Neuwahlen der Nationalsozialismus zu einer politischen Größe entwickeln würde. Allerdings wurde mit der Errichtung des Ständestaates die Partei verboten. Am 25. Juli 1934 fand ein von langer Hand geplanter Putschversuch statt. Allerdings blieb das Militär loyal, der "Juliputsch" scheiterte, obwohl die Putschisten bis ins Bundeskanzleramt vordringen konnten und kurz nach 13 Uhr Dollfuß erschossen wurde.

Mit den "Februarereignissen" und der daran anschließenden Ständeverfassung hatte sich auch Österreich in die Reihe der halb- bzw. volldiktatorischen Staaten Mitteleuropas gestellt und außenpolitisch von den noch verbliebenen Demokratien isoliert.

Im Wiener Ronacher Etablissement bleibt die Direktion dem Grundsatz Vom Besten das Beste treu und präsentiert vom 1. bis zum 30. September 1934 ein besonders attraktives Angebot: "Im Mittelpunkt steht das erste Auftreten von Kammersängerin Vera Schwarz in einem Wiener Varieté, das zweifellos Sensation erregen wird", heißt es in der Programmankündigung.

Es ist ein Sonntag, der 30. September 1934. Und es ist genau 19 Uhr 30, als innerhalb der Mauern von Schloss Ottmanach in Kärnten der erste Schrei von Udo Jürgen Bockelmann ertönt. Es finden sich keine Aufzeichnungen, dass dieser erste Schrei bereits auf Udos besondere Musikalität hingewiesen hätte.

Udo ist nach John (geboren am 17. September 1931) der zweite Sohn des Landwirtes und Schlossbesitzers Rudolf und seiner Frau Käthe.

Vater Rudolf wird als Sohn eines deutschen Bankdirektors aus Bremen in Moskau geboren und flüchtet nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit seinen Eltern in das neutrale Schweden. Nach dem Krieg lassen sich seine Eltern auf einem Gut in Kärnten nieder, das Udos Großvater seinen fünf Söhnen gemeinsam geschenkt hatte.

Udo wächst also im elterlichen Schloss Ottmanach in Magdalensberg (Klagenfurt Land) als einer von den - bei der Volkszählung 1934 dokumentierten - 2014 Einwohnern auf. Das geschichtsträchtige Schloss (1587 erstmals urkundlich erwähnt) hat durch oftmaligen Besitzwechsel von sich reden gemacht. Sein herrschaftliches Aussehen verdankt der innerhalb einer Parkmauer gelegene zweigeschossige Bau den Fenstern mit Giebeln und Brüstungen des Hauptgeschosses. Z

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen