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Wolfgang Ambros Die Biographie von Ambros, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.09.2011
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
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Wolfgang Ambros

Der legendäre Rockmusiker Wolfgang Ambros feiert sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Er schaffte es 1971 mit dem Lied Da Hofa in der Hitparade von 0 auf Platz 1 und hatte mit Zwickts mi 1975 einen weiteren Nummer Eins-Hit. Eine fulminante Musikerkarriere nahm ihren Lauf. In seinem authentischen Buch spricht er nicht nur über Höhen und Tiefen seines Lebens als Musiker, sondern zeigt auch seine private Seite: Er erzählt über sein Leben als Vater von Zwillingen, darüber wie er den Krebs besiegte und von seinem humanitären Engagement in Kenia. Das Fan-Package für alle Ambros- und Austropop-Fans. Andrea Fehringer hat 30 Jahre Erfahrung in der Medienbranche, war Chefredakteurin der 'Diva', ist Textchefin diverser Magazine (u. a. 'LiVE', 'Active Beauty'), Journalistin, Kolumnistin und Buchautorin.geboren 1959 in Wien. (alt: hält im ORF Schreibseminare, ist Textchefin diverser Magazine, Buchautorin und Vortragende an der Universität Wien.: Seit 1978 als Journalistin und Autorin tätig, u. a. bei diversen deutschen Zeitschriften, als Chefredakteurin des Modemagazins 'Diva' und als Textchefin beim Magazin 'Wiener'.) Thomas Köpf hat 20 Jahre Erfahrung in der Medienbranche, war in Chefredaktion von 'Wiener' und 'TV-Media' und 4 Jahre Chefredakteur des 'Seitenblicke-Magazins', ist Journalist und Buchautor. (alt: Geboren 1971 in Wien. Hat 20 Jahre Erfahrung in der Medienbranche, war in diversen Chefredaktionen (Wiener, TV-Media), vier Jahre Chefredakteur des Seitenblicke Magazins, hält im ORF Schreibseminare und ist u. a. Geschäftsführer des Medienunternehmens Xpertmedia, Herausgeber des Lifestyle-Magazins in shape, Buchautor und Vortragender an der Universität Wien.)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 22.09.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709000922
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
    Größe: 14407 kBytes
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Wolfgang Ambros

1

Feuer und Flamme

Ich habe mein Leben lang mit dem Feuer gespielt. Und zwar allumfassend, im eigentlichen wie auch im übertragenen Sinn. Was immer nur brandheiß oder gefährlich ausgeschaut hat, hat mich schon interessiert. Dass es mich heute, mit sechzig, überhaupt noch gibt, ist eigentlich ein Wunder.

Katzen haben sieben Leben. Ich habe offenbar zwölf. Ich bin fast in einer Regentonne ersoffen, ich hab mich ums Haar mit Tollkirschen vergiftet, mich hat's mit dem Roller zerfetzt, ich bin beinah an der Malaria krepiert, mich hat's von der Leiter gewichst, ich hab mich mit dem Auto überschlagen, mich hat's von einem Denkmal runtergehaut, ich bin mit dem Motorboot auf einen Felsen gekracht, mich hat's mit den Skiern zerrissen, ich hab den Krebs besiegt, ich hab mich verbrannt und dann hab ich mich in die Luft gesprengt.

Leser: "Ja, richtig, das war doch bei dem Grillunfall vor ein paar Jahren."

Siehst du, und genau das wurmt mich. Dass alle Zeitungen geschrieben haben: Grillunfall, Grillunfall. Stimmt nicht. Es war kein Grillunfall. Weil Grillen kann ich nämlich wirklich gut, man kann sagen, da bin ich ein Weltmeister. An diesem Tag, es war der 30. April 2004, war ich daheim, damals noch in der Pfalzau bei Pressbaum, und das Ganze ist nur passiert, weil ich mich über eine Frau geärgert hab.

Über eine gewisse Ingold. Ich war gerade frisch von meiner damaligen Frau, der Margit, getrennt, das heißt, sie hat mich kaltherzig verlassen, und das mit der Ingold war so eine On-off-Beziehung, nichts Ernstes, ich war eigentlich nicht unzufrieden. Bis das Telefon scheppert, mich aus dem Schlaf reißt und die Ingold mir erzählt, wie müde und fertig sie ist. Ich frag noch blöd: Warum? Und erfahre, dass sie und eine Freundin, die sich auch immer wieder was eingebildet hat bei mir, die halbe Nacht irgendwelche Spielchen veranstaltet haben, von der Sorte, die man als Mann überhaupt nicht braucht. Ein echter Bringer um neun in der Früh.

"Na, super, you made my day, danke", sag ich zur Ingold, hau das Telefon weg und bin schon angefressen.

Ich geh zum Fenster und schau hinaus in meinen Garten, die Sonne scheint, es ist schon ziemlich heiß für April. Ich zieh mir eine kurze Hose und ein Leiberl an, seh den Berg an stattlichem Grünschnitt und sonstigem Geäst, der so übers Jahr zusammenkommt, und sag zu ihm: So, und jetzt bist du dran.

Das Haus in der Pfalzau steht mitten im Wald. Was sich da auf den dreitausend Quadratmetern Grund von den Hecken, Bäumen und Sträuchern ansammelt, werfe ich über den Bach und verbrenne es. Unter Zuhilfenahme von fünf Litern Benzin, normalerweise im November. Aber in dem Winter hat es schon sehr früh geschneit und das Zeug war so nass, dass man es nicht anzünden konnte, deshalb ist der Haufen noch im April da gewesen.

Ich marschiere also in die Garage, hole den Kanister und denke überhaupt nicht weiter. Zum Beispiel, dass es nicht vier, fünf, sechs Grad hat wie im November, sondern schon zwanzig. Eine Temperatur, bei der Benzin verdampft. Ich sehe nur, dass der Haufen gut abgetrocknet ist, weil es die ganze Woche lang schön war und die Sonne draufgeschienen hat, und trotzdem glaube ich, ich mache alles wie gewohnt.

Ich leer den Sprit drauf, pass aber in meinem Zorn nicht genau auf, wie viel. Ich leg die Lunte, ein bissel zu kurz. Ich spür, es ist windstill, aber eine leichte Strömung ist immer, und die kommt auch noch unüblicherweise von Osten. Ich steh genau in der falschen Richtung und noch dazu mitten in einer Benzinwolke, die ich nicht wahrnehme, sauer, wie ich bin. Ich zünde das Streichholz an, zack, schmeiß es hin und wusch, kommt mir eine Feuerzunge entgegen. Sie leckt mich genüsslich ab, von unten nach oben. Und dann fliegt das Ganze in die Luft.

Mich schleudert es weg, ins taufeuchte Gras, in dem ich mich geistesgegenwärtig wälze und damit selber lösche. Vor mir brennt das Feuer hinauf, kerzengerade, eine fla

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