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Sound-Restaurierung Praktische Tipps für die Klangverbesserung und Restauration schlechter Aufnahmen von Johne, Raik (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Sound-Restaurierung

Eigentlich ist das Ausgangsproblem ja egal: die knisternde Platte oder die jaulende Kassette aus dem Wohnzimmerschrank, die wertvolle Studio-Tonbandaufnahme aus dem letzten Jahrhundert oder eine einfach mal schlechte, nicht wiederholbare Aufnahme. Rettung, Schadensbegrenzung, Archivierung oder auch nur Aufpolierung funktioniert auf verschiedenen Wegen. Welche das sind, soll dir dieses Buch in Form einer Systematisierung der aktuellen Restaurations-Materie aufzeigen. Komponist, Synthesizer-Programmierer und Projekt-Produzent/ eigene CD-Produktion "F60"/ Mitarbeit am Buch "Basiswissen Musik" (Autorentätigkeit und Produzent von Soundbeispielen)/ Autor einer inzwischen zur Buchreihe gewordenen Veröffentlichung von Einsteiger-Literatur/ Restaurierung alter Konzertmitschnitte/ Remix-Projekte

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783750465053
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 4352 kBytes
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Sound-Restaurierung

2. Was ist restaurierungswürdig?

Tja, manchmal ist es einfach so, dass man eine eigentlich tolle Aufnahme vorliegen hat, die leider einige tontechnische Makel enthält. Im Normalfall würde man sagen, dass man es beim nächsten Take einfach besser machen muss. Aber wenn es sich um einen nicht wiederholbaren Live-Mitschnitt oder um Jahrzehnte alte Aufnahmen handelt, geht das leider nicht mehr. Demzufolge müssen wir also mit dem zurecht kommen, was wir haben. Deshalb steht dieses Kapitel ganz im Zeichen der Probleme, die im Studioalltag auftauchen können. Diese Sammlung erhebt trotz ihres Umfangs natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber die schlimmsten Katastrophen sollten dabei sein. Ich erspare es mir und dir, eine große Beschreibung dazu abzugeben, was man hätte alles tun können, damit die Aufnahme nicht so ist wie sie ist. ABER: In einem Rahmen jeweils zu Beginn der einzelnen Unterkapitel findest du zumindest in Kurzfassung ein paar Hinweise darauf, welche Fehler in diesem Zusammenhang vermeidbar gewesen wären (Lernen für das nächste Mal?). Manchmal liegt aber auch gar kein eigentlicher Fehler vor, sondern die Gegebenheiten bringen einfach den vermurksten Sound automatisch mit. Sollten dir die Kurzinfos nicht reichen, dann wäre ein Blick in einschlägige Fachliteratur zu empfehlen [siehe Kapitel 23.1 .] .

Ein weiterer Hinweis ist noch notwendig: Im Rahmen dieses Buches gehe ich davon aus, dass die jeweiligen Aufnahmen bereits in digitaler Form vorliegen und nicht erst (wie man beispielsweise für das folgende Unterkapitel denken könnte) von einem anderen Datenträger konvertiert/ überspielt/ digitalisiert werden müssen. Auch hierzu gibt es schon reichlich Literatur und Online-Hilfen.

Und hier kommt nun der letzte Hinweis, bevor es endlich losgeht: Alles, was wir nachfolgend tun, soll die Aufnahmen verbessern . Höre also immer genau hin, ob das auch der Fall ist, damit du nicht durch zu heftige Eingriffe die eine Katastrophe durch eine neue ersetzt. Fingerspitzengefühl ist also gefragt!
2.1. Knistern und Rauschen von Platten (oder Lichtton)

vermeidbare Fehler:

verstaubte Platte

fettige Fingerabdrücke

abgenutzte Abtastnadel

statische Aufladung

verschmutzte Filmrolle

Kratzer

dafür kannst du nichts:

Kratzer und Fingerabdrücke, wenn sie jemand vor dir verursacht hat

systembedingtes Grundknistern und Rauschen

Beschreibung der Tools zur Lösung des Problems:

siehe Kapitel 7 / 8 / 9 / 10 / 15.8 .

Es ist schon manchmal komisch. Da gibt es doch tatsächlich gewisse Tools, die künstlich das Plattenknistern und Rumpeln erzeugen, damit das Ganze nach Vinyl klingt. Wir aber wollen nun genau das Gegenteil erreichen und aus dem Vinyl-Track eine cleane Aufnahme machen. Es ist halt nur die Frage, wie weit man damit geht. Zu drastische Eingriffe erzeugen je nach benutztem Werkzeug durchaus unangenehme Nebengeräusche (Artefakte), die meistens schlimmer sind als das eigentliche Knistern oder Rauschen. Wenn du hast, dann probiere ruhig mehrere unterschiedliche Tools aus. Die Ergebnisse unterscheiden sich doch recht häufig. (Das gilt übrigens auch für einige andere Verfahren, die in nachfolgenden Unterkapiteln noch beschrieben werden.)

Dass die Aufnahme von einer Schallplatte einiges an Nebengeräuschen mitbringt, ist im Prinzip normal. Selbst eine nagelneue Platte ohne Staub und Kratzer ist nicht nebengeräuschfrei. Außerdem produziert auch das Abspielen selbst einen Geräuschteppich - und wenn es nur durch statische Aufladung ist. Beim analogen Lichtton sieht es zwar nicht identisch, aber zumindest ähnlich aus. Die Summe dieser Probleme versuchen wir nun zu entfernen.

Je nach Dominanz der Störgeräusche können hier durchaus mehrere Arbeitsschritte notwendig wer

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