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Praxis der Achtsamkeit Schlüsselbegriffe der Care-Ethik

  • Erscheinungsdatum: 13.10.2016
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (PDF)
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Praxis der Achtsamkeit

Der Spruch 'yes, we care' zeigt: Gesellschaftlich gibt es ein großes Interesse an Achtsamkeit, Sorge und Verantwortung. Dennoch lässt die philosophische Ethik diese scheinbar privaten Themen meist unberücksichtigt. Das Buch eröffnet neue Perspektiven, indem es die in verschiedenen europäischen Ländern entwickelte Ethik der Achtsamkeit und Sorge - 'Ethics of Care' - transdisziplinär präsentiert. Im Zentrum stehen die Fragen, wie Versorgung gelingend zu gestalten ist und wie der Umgang mit menschlicher Verletzbarkeit und Abhängigkeit unser politisches Zusammenleben bestimmt. Mit Beiträgen unter anderem von Marian Barnes, Sophie Bourgault, Mieke Grypdonck, Helen Kohlen, Sandra Laugier, Christoph Rehmann- Sutter, Andrew Sayer, Christina Schües, Hilal Sezgin und Helena Sensöta. Elisabeth Conradi ist Professorin für Philosophie und Gesellschaftstheorie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart und lehrt auch am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Frans Vosman ist Professor für 'Ethics of Care' an der Universität für Humanistische Studien in Utrecht.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 506
    Erscheinungsdatum: 13.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593435411
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 3500 kBytes
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Praxis der Achtsamkeit

Vorwort
Wer ?Europa? hört, denkt wahrscheinlich keineswegs zuerst an die Wissenschaft, und Lesenden, die auf das Wort ?care? stoßen, fällt vermutlich kaum Europa ein. Hingegen möchte das vorliegende Buch dazu einladen, über ?care? in der Wissenschaft nachzudenken und europäische Stimmen der Care-Ethik in ihrer disziplinären Vielstimmigkeit zu vernehmen.
Der Band präsentiert gemeinsame Schlüsselbegriffe der niederländischen sowie flämischen Zorgethiek, deutschsprachigen Ethik der Achtsamkeit, französischen éthique du care, italienischen ethica della cura und der schwedischen Omsorgsetik. In dem Vorhaben, die innereuropäische wissenschaftliche Auseinandersetzung um die Care-Ethik voranzubringen und gleichzeitig ihren Status quo in Form von Schlüsselbegriffen zu dokumentieren, waren einige Schwierigkeiten zu meistern: Das Buch hat eine längere Entstehungsgeschichte. Sie begann mit einem Telefongespräch von Utrecht nach Stuttgart zu Beginn des Jahres 2010. Seither gab es eine Reihe wissenschaftlicher Kooperationen, die zur Gründung eines Netzwerkes von Forschenden im Gebiet der Ethics of Care beitrugen, das eine eigene Website betreibt. Forschende aus mehreren europäischen Ländern führten lange Gespräche via Skype und trafen sich regelmäßig zur Diskussion aktueller Forschungsergebnisse. So fand im Jahr 2012 an der Universität Utrecht in den Niederlanden eine Konferenz statt, die der Diskussion und Vernetzung diente. In dessen Folge entstand ein von Per Nordtvedt und Frans Vosman verantwortetes Themenheft der Zeitschrift Nursing Ethics (Nortvedt/Vosman 2014). Einige Mitglieder des Netzwerkes fanden im selben Jahr Gelegenheit, Forschende aus verschiedenen Kontinenten auf der von Marian Barnes an der University of Brighton mitorganisierten internationalen Tagung zu treffen. Aus dieser Tagung resultierte das Buch Ethics of Care. Critical advances in international perspective (Barnes u. a. 2015). Anlass zu weiterem Austausch bot im Jahr 2013 eine Tagung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Diese mündete in einer Sonderausgabe des Journals Ethics & Social Welfare (Barnes/Conradi/Vosman 2015).
Überdies fand an der Universität Oxford im Herbst 2014 eine Ringvorlesung mit dem Titel Care practices: towards a recasting of ethics statt, deren Vorträge im Internet abrufbar sind. In Oxford trugen mehrere Forschende aus Frankreich, Deutschland und den Niederlanden vor, die auch im vorliegenden Buch publizieren. Viele der zu diesem Band Beitragenden trafen sich ferner im November desselben Jahres in Stuttgart zu einem Fachforum mit nachfolgender Theoriewerkstatt. Hier gewann das Vorhaben, ein Buch mit europäischen Stimmen in deutscher Sprache zu publizieren, klarer an Kontur. So wurden insbesondere deutschsprachige care-ethische Begrifflichkeiten umrissen und in ein Verhältnis zueinander gesetzt. Für die Entstehung dieses Bandes war das gemeinsame Nachdenken im Rahmen der zahlreichen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren von zentraler Bedeutung. Sie boten Anlass, die Ethik der Achtsamkeit weiterzuentwickeln.
Unser Dank gilt der ehemaligen Stiftung Stichting Zorgethiek.nu und der jetzigen Stiftung Stichting Critical Ethics of Care (beide: Utrecht, Niederlande), deren finanzielle Mittel die Übersetzungen einer Reihe von Artikeln ermöglichte. Denn die Hälfte der Beiträge dieses Bandes wurde aus dem Englischen, Flämischen, Niederländischen und Französischen übersetzt, sei es durch die Autoren selbst (Guus Timmerman, Frans Vosman), durch professionelle Übersetzerinnen (Deborah Hunsmann, Gudrun Wolfrath), durch Literaturkenner und Schreibexpertinnen (Amata Schneider-Ludorff, Henry Hardt, Katalin Bolyhos, Anne Gessler) oder über Versorgung Forschende (Annekatrin Skeide).
Unser Dank gilt auch Lea Heidenreich und Lea Klasen für akkurat und kompetent durchgeführte lektorierende Tätigkeiten sowie Sibylle Hasse für Endkorrekturen. Wir danken ebenso Judith Wilke-Primavesi und Isabell Tro

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