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Wege zu sich selbst von Marc Aurel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2012
  • Verlag: Insel Verlag
eBook (ePUB)
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Wege zu sich selbst

Schon Friedrich Nietzsche hat Marc Aurels 'Wege zu sich selbst' als 'Stärkungsmittel' empfohlen. Auch heutigen Lesern kann dieses Buch des großen Stoikers ein wertvoller Begleiter durch den Alltag und Anleitung zur inneren Ruhe und Gelassenheit sein. Aurels meditative Gedanken und Aphorismen zeugen von großer Lebensweisheit und Liebe zu den Menschen. Das Glück im Inneren finden und sich nicht von den äußeren Stürmen mitreißen lassen - das ist die wertvolle Erkenntnis dieser unvergänglichen Sammlung von Leitsätzen.

Marc Aurel, geboren 121 in Rom und verstorben 180 in Vindobona oder Sirmium, war von 161 bis 180 römischer Kaiser. Als Philosoph war er einer der letzten bedeutenden Vertreter der jüngeren Stoa.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 10.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783458731351
    Verlag: Insel Verlag
    Größe: 1530 kBytes
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Wege zu sich selbst

MARC AUREL –
WELTFLUCHT IM ERNST
DES LEBENS

A m 26. April des Jahres 121 n. Chr. – Tacitus war gerade gestorben und Sueton stand kurz vor der Entlassung aus dem kaiserlichen Dienst Hadrians – wurde in Rom dem Marcus Annius Verus und seiner Frau Domitia Lucilla ein Sohn geboren, der nach seinem Urgroßvater Marcus Annius Catius Severus genannt wurde. Nach dem Tode seines Vaters um 130 wurde er von seinem Urgroßvater väterlicherseits adoptiert und hieß nun Marcus Annius Verus. Wieder acht Jahre später wurde er von seinem Onkel Titus Aurelius Antoninus adoptiert, den seinerseits Kaiser Hadrian im Februar 138, fünf Monate vor seinem eigenen Tod, adoptiert hatte, und nun hieß er Marcus Aelius Aurelius Verus. Der Onkel wurde bald darauf Kaiser unter dem Namen Antoninus Pius und verlobte dem neu angenommenen Sohn seine Tochter Annia Galeria Faustina. Nach dem Ableben des Kaisers im Jahre 161 wird der Adoptivsohn Kaiser und führt den Titel Imperator Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus. Die Engländer nennen ihn (Marc) Antoninus, wir Marc Aurel. In die Geschichte ist er als der "Philosoph auf dem Kaiserthron" eingegangen. Seine spätantike Biographie legt ihm ein Platonwort als ständige Maxime bei: "Die Staaten blühen nur, wenn entweder Philosophen herrschen oder die Herrscher philosophieren." Marc Aurel hat Wort gehalten. Der schweizerische Gelehrte Willy Theiler bescheinigt diesem Kaiser, daß er der "letzte Stoiker war, der Wesentliches zu schreiben wußte".

Eine der positivsten, vorbildlichsten Gestalten des römischen Kaiserreichs, aber wider Erwarten ist es in der Geschichte ziemlich ruhig um ihn. Zuviel Ruhe und zuwenig Dynamik, zuviel Geist und zuwenig Charisma, zuviel Bewahrung und zuwenig an Neuerung gehen von ihm aus, als daß er sich wie Caesar oder Augustus oder Trajan als ideologische Propagandafigur hätte nutzen lassen. Einzig der Kaiser Julian, zweihundert Jahre nach ihm, der "Apostat" und Restaurateur des vorchristlichen Römertums, würdigt seinen großen Vorläufer gebührend, freilich auf seine Art. Bei einem großen satirischen Götterbankett, zu dem Romulus an den Saturnalien einlud, werden auch die vergöttlichten Kaiser zugelassen und nach ihren Verdiensten und Siegen gefragt. Marc Aurels Lebensziel war es, Gott gleich zu werden, und da er auch sonst sehr weise zu reden versteht, siegt er bei der geheimen Schlußabstimmung. Bei der Nachwelt hingegen fallen zwei schwere Schatten auf diesen unendlich tüchtigen und hochgebildeten Mann. Zum einen gab es unter seiner Regierung zwei Christenverfolgungen – Justin und Polykarp sind die prominentesten Opfer –, zum andern bestimmte er seinen unfähigen Sohn Commodus zum Nachfolger, und die Erklärung dieser Entartung beim Sohn macht die Sache eher schlimmer: Commodus sei das Ergebnis eines Ehebruchs der Kaiserin mit einem Gladiator gewesen. Der große englische Marc-Aurel-Forscher Anthony Birley hält dies für ein Gerücht. Galeria, inzwischen zur Kaiserin Faustina avanciert, hatte Marc Aurel bis 160, dem Geburtsjahr des Commodus, bereits sieben Kinder geboren, insgesamt wurden es dreizehn, von denen die meisten freilich bald starben. Aber das hartnäckige Gerede von Faustinas Affären mit Schauspielern, Ballettleuten und Soldaten sowie die lange, kriegsbedingte Trennung von Marc Aurel nach 169 verleiteten Birley zu dem halbherzigen Urteil: "Einige wenige Seitensprünge dürften nicht schwer genug gewogen haben, die Erinnerung an mehr als zwanzig glückliche Ehejahre auszulöschen." Wie dem auch sei, unsterblich ist Marc Aurel bei den Kennern philosophischer Literatur durch seine griechisch abgefaßten zwölf Bücher "An sich selbst&l

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