text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Weg aus der Knechtschaft I - Die WPK-Blogs 2008-2012 von Kübler, Adrian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.01.2014
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
31,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Weg aus der Knechtschaft I - Die WPK-Blogs 2008-2012

Neue Geschichten aus dem echten Leben: Die Fortsetzung der "WPK-Tetralogie" in der Gestalt von Wochenblogs. Hier werden heilige Kühe geschlachtet und durch unterwerfungsresistente Paradiesvögel ersetzt: Für Leute, denen sperriges Zeug Freude macht und die mithelfen wollen, von Gesinnungsdiktatoren und ihren "nützlichen Idioten" kultivierte Tabus in heisse (oder kalte) Luft aufzulösen. Adrian Kübler ( 1953 in Schaffhausen/Schweiz) hat an mehreren europäischen Hochschulen Zeitgeschichte, politische Wissenschaften, Europarecht und Unternehmensführung studiert und war in einem Gymnasium, in einer Grossbank, in gemeinnützigen Organisationen und vor allem in der öffentlichen Verwaltung berufstätig. Neben seinen publizistischen Aktivitäten betreut er verschiedene Behörden-, Beratungs- und Befähigungsmandate (www.pelesp.ch).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 08.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732204144
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1571 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Weg aus der Knechtschaft I - Die WPK-Blogs 2008-2012

UMWELT

Donnerstag, 28. Februar 2008
(9) Der Veloweg aus der Knechtschaft

Es gibt Modethemen, über die äussern wir uns hier nicht auch noch, Blocher zum Beispiel. Der Klimawandel hingegen ist kein Modethema, sondern vielmehr eine Binsenwahrheit. Dazu kann man stehen, wie man will, diese Wahrheit bleibt unangenehm und am meisten wohl gerade dann, wenn man sie abstreitet oder ignoriert.

Was man auch gerne vergisst oder verdrängt: Wo kein Mensch ist, ist auch kein Abgas. Daraus folgt, dass eine Bevölkerungsexplosion zwangsläufig zum Klimakollaps führt. Wer das Verursacherprinzip beim Wort nimmt, setzt also erst mal auf die demografische Karte.

Nun zur Ökologie selber: Atomenergie ist keine valable Alternative zur fossilen Lösung, sondern vielmehr eine von diesen Teufel-gegen-Beelzebub-Geschichten und darüber hinaus erst noch ein militärisches Grossrisiko. Die Schurkenstaatenhysterie ist ein guter Beweis dafür.

"Energieeffizienz" tönt zwar gut, ist aber nicht viel mehr wert, denn sie läuft demografischen Stabilisierungsbemühungen frontal entgegen und setzt finanzielle Mittel frei, welche mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit einfach zu zusätzlichem Verbrauch verleiten. Man kennt das vom Verkehr: Je mehr Autobahnen und Umfahrungsstrassen es gibt, desto unbekümmerter wird darauf herumgefahren. Der Zentrumsstau ist weg, d.h., mit der Zeit taucht er einfach auf der Autobahn wieder auf, bis eine zweite Autobahn gebaut wird, eine dritte, eine vierte usw. usf. Aus dem "Effizienzgewinn" wird ein "Effektivitätsverlust".

Sonnenenergie wäre keine schlechte Wahl, aber die Investoren hassen sie; dagegen ist kein Kraut gewachsen. Ebenso unrealistisch sind Verzichtsstrategien; gegenüber den unterprivilegierten, armen Bevölkerungssegmenten in allen Erdteilen sind sie zudem nicht nur ungerecht, sondern mitunter sogar tödlich.

Bleibt also nur der Paradigmawechsel vom Flugzeug und vom Auto auf Schiff, Bahn und Velo. Wir haben das in unserem Endprodukt -Drama schon thematisiert: Aus Autobahnen werden Hochleistungsbahntrassees und aus Quartierstrassen romantische Velowege. Der Rest ist Schnittstellenmanagement. Jetzt kann der "Oil Crash" kommen, wann er will. Der Bewusstseinswandel hat den Klimawandel eh schon gebremst und die Fettsucht gerade auch.

Dass die Flugzeuge der Atmosphäre massiv an den Kragen gehen, wird gerne unter den Tisch gewischt, auch von Leuten wie Al Gore. Schliesslich wollen alle jede Woche auf Geschäftsreise gehen und jedes Jahr Interkontinentalferien machen. ("Ich bin doch kein Verlierer.") Über die Autos hingegen wird gestritten, was das Zeug hält, und oft heisst es dann, die Kühe seien mitschuldig an den lästigen Treibhausgasen. Natürlich sind sie das, und deshalb essen wir fortan halt auch weniger Fleisch.

Der Mensch ist, was er isst: Auch Konversionen gehen durch den Magen. Unrealistisch? Reaktionär? Nichts dergleichen: Es geht nur darum, sich von den Irrläufen der Geschichte wieder zu verabschieden und auf den Hauptweg aus der Knechtschaft zurückzukehren. Siehe Dinosaurier und Neandertaler. Im Übrigen hat der Nachhaltigkeitstrend schon längst eingeschlagen. Viele haben das einfach noch nicht bemerkt, oder sie wollen es nicht wahrhaben.

Gewiss kann man mit allen möglichen Energiequellen pröbeln. Das ist an sich nicht verwerflich bzw. es bleibt uns ja gar nichts anderes übrig. Sicher ist aber, dass trotz Verdauungspillen, Kotzübungen, Nulldiät und Fettabsaugen die Adipositas grassiert, d.h., sie wird von diesen (unwirksamen) Korrekturmethoden erst eigentlich animiert. Genau gleich verhält es sich mit der gesamtgesellschaftlichen Auftankung. Es hilft wirklich nur eines: weniger essen, fahren und fliegen, mehr ruhen, gehen und bewegen.

Dass die Entkrampfung über dem Gaspedal nicht nur dem individuellen Wohlbefinden, dem Tierschutz und dem Erdklima gut tut, sondern auch das Wohls

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen