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Die deutsche Ideologie: Thesen über Feuerbach Kritik der neuesten deutschen Philosophie in ihren Repräsentanten Feuerbach, B. Bauer und Stirner und des deutschen Sozialismus in seinen verschiedenen Propheten von Marx, Karl (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2015
  • Verlag: e-artnow
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Die deutsche Ideologie: Thesen über Feuerbach

Dieses eBook: 'Die deutsche Ideologie: Thesen über Feuerbach' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Die deutsche Ideologie ist ein Manuskriptkonvolut, das in den Jahren 1845-1847 hauptsächlich von Karl Marx und in Teilen von Friedrich Engels und zeitweilig auch von Moses Hess und Joseph Weydemeyer verfasst, damals aber nur zu einem geringen Teil veröffentlicht wurde. Das Werk enthält Kritiken an den junghegelianischen Philosophen Ludwig Feuerbach, Bruno Bauer und Max Stirner sowie an zeitgenössischen deutschen Sozialisten. In Die Deutsche Ideologie stellen die Autoren einen Zusammenhang zwischen den Lebensverhältnissen der Menschen und ihren Gedanken her. Insbesondere sind die Gedanken von Menschen einer bestimmten Epoche, Region und gesellschaftlichen Stellung über Moral, ethische Vorstellungen, Schönheitsideale usw. immer eine Widerspiegelung der spezifischen Lebensverhältnisse dieser Epoche, Region und Gesellschaftsklasse (und Schicht etc.). Vereinfacht kann man sagen: Nicht das Bewusstsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewusstsein. Die Lebensverhältnisse der Menschen einer bestimmten Epoche und einer Region sind sehr unterschiedlich, was sich in einer hierarchischen Ordnung der verschiedenen Klassen zeigt. Die Gedanken der Mitglieder aller Klassen fungieren hierbei zur Absicherung von Herrschaft derjenigen Klasse, welche am meisten von der jeweiligen Gesellschaftsstruktur profitiert. Die herrschenden Gedanken sind immer die Gedanken der Herrschenden. Marx und Engels bezeichnen Gedanken, die den Interessen der herrschenden Klasse dienen und als allein gültig dargestellt werden, als Ideologie. Zusammen mit den 1845 von Marx verfassten, ebenfalls zu Lebzeiten unveröffentlichten Thesen über Feuerbach gilt Die deutsche Ideologie als Schlüsselwerk des Historischen Materialismus.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 533
    Erscheinungsdatum: 03.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026827979
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1143 kBytes
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Die deutsche Ideologie: Thesen über Feuerbach

Das Leipziger Konzil

Inhaltsverzeichnis
Im dritten Bande der "Wigand'schen Vierteljahrsschrift" für 1845 ereignet sich die von Kaulbach prophetisch gemalte Hunnenschlacht wirklich. Die Geister der Erschlagenen, deren Grimm auch im Tode sich nicht beruhigt, erheben ein Getöse und Heulen in der Luft, wie von Kriegen und Kriegsgeschrei, von Schwertern, Schilden und eisernen Wagen. Aber es handelt sich nicht um irdische Dinge. Der heilige Krieg wird geführt nicht um Schutzzölle, Konstitution, Kartoffelkrankheit, Bankwesen und Eisenbahnen, sondern um die heiligsten Interessen des Geistes, um die "Substanz", das "Selbstbewußtsein", die "Kritik", den "Einzigen" und den "wahren Menschen". Wir befinden uns auf einem Konzil von Kirchenvätern. Da sie die letzten Exemplare ihrer Art sind und hier hoffentlich zum letzten Mal in Sachen des Allerhöchsten, alias Absoluten, plädiert wird, so lohnt es sich, über die Verhandlungen procès-verbal aufzunehmen.

Da ist zuerst der heilige Bruno, der an seinem Stock leicht zu erkennen ist, ("werde Sinnlichkeit, werde ein Stock" , Wigand, p. 130). Er trägt um sein Haupt die Glorie der "reinen Kritik" und hüllt sich weltverachtend in sein "Selbstbewußtsein" ein. Er hat "die Religion in ihrer Totalität und den Staat in seinen Erscheinungen gebrochen " (p. 138), indem er den Begriff der "Substanz" im Namen des allerhöchsten Selbstbewußtseins genotzüchtigt. Die Trümmer der Kirche und die "Bruch"-stücke des Staats liegen zu seinen Füßen, während sein Blick "die Masse" in den Staub "niedermetzelt". Er ist wie Gott, er hat weder Vater noch Mutter, er ist "sein eignes Geschöpf, sein eignes Machwerk" (p. 136). Mit Einem Wort: Er ist der "Napoleon" des Geistes - im Geist "Napoleon". Seine geistlichen Übungen bestehen darin, daß er stets "sich vernimmt und in diesem Selbstvernehmen den Antrieb zur Selbstbestimmung findet" (p. 136); infolge welches anstrengenden Selbstprotokollierens er sichtlich abmagert. Außer sich selbst "vernimmt" er, wie wir sehen werden, von Zeit zu Zeit auch das "Westphälische Dampfboot" .

Ihm gegenüber steht der heilige Max, dessen Verdienste um das Reich Gottes darin bestehen, daß er seine Identität nunmehr auf zirka 600 Druckseiten konstatiert und bewiesen zu haben behauptet, wie er nicht Dieser und Jener, nicht "Hans oder Kunz", sondern eben der heilige Max und kein andrer sei. Von seiner Glorie und seinen sonstigen Abzeichen läßt sich nur sagen, daß sie "sein Gegenstand und darum sein Eigentum", daß sie "einzig" und "unvergleichlich" sind und daß "Namen sie nicht nennen" (p. 148). Er ist zu gleicher Zeit die "Phrase" und der "Phraseneigner", zu gleicher Zeit Sancho Pansa und Don Quijote. Seine asketischen Übungen bestehen in sauren Gedanken über die Gedankenlosigkeit, in bogenlangen Bedenken über die Unbedenklichkeit, in der Heiligsprechung der Heillosigkeit. Im übrigen brauchen wir nicht viel von ihm zu rühmen, da er die Manier hat, von allen ihm zugeschriebenen Eigenschaften, und wären ihrer mehr als der Namen Gottes bei den Muhammedanern, zu sagen: Ich bin das Alles und noch etwas mehr, Ich bin das Alles von diesem Nichts und das Nichts von diesem Allen. Er unterscheidet sich dadurch vorteilhaft von seinem düstern Nebenbuhler, daß er einen gewissen feierlichen "Leichtsinn" besitzt und von Zeit zu Zeit seine ernsten Meditationen durch ein "kritisches Juchhe" unterbricht.

Vor diese beiden Großmeister der heiligen Inquisition wird der Häretiker Feuerbach zitiert, um sich wegen einer schweren Anklage des Gnostizismus au verantworten. Der Ketzer Feuerbach, "donnert" der heilige Bruno, ist im Besitz der Hyle, der Substanz, und verweigert sie herauszugeben, auf daß sich mein unendliches Selbstbewußtsein nicht darin spiegle. Das Selbstbewußtsein muß solange wie ein Gespenst umgehen, bis es alle Dinge, die von ihm und zu ihm sind, in sich zurü

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