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Die Mysteriendramen: Die Pforte der Einweihung + Die Prüfung der Seele (Nachspiel zur Pforte der Einweihung) Ein Rosenkreuzermysterium + Szenisches Lebensbild als Nachspiel zur 'Pforte der Einweihung' durch Rudolf Steiner von Steiner, Rudolf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.07.2014
  • Verlag: e-artnow
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Die Mysteriendramen: Die Pforte der Einweihung + Die Prüfung der Seele (Nachspiel zur Pforte der Einweihung)

Dieses eBook: 'Die Mysteriendramen: Die Pforte der Einweihung + Die Prüfung der Seele (Nachspiel zur Pforte der Einweihung)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Rudolf Joseph Lorenz Steiner (1861-1925) war ein österreichischer Esoteriker und Philosoph. Er begründete die Anthroposophie, eine esoterische Weltanschauung, die an die Theosophie, das Rosenkreuzertum, die Gnosis sowie die idealistische Philosophie anschließt und zu den neumystischen Einheitskonzeptionen der Zeit um 1900 gezählt wird.Auf Grundlage dieser Lehre gab Steiner einflussreiche Anregungen für verschiedene Lebensbereiche, etwa Pädagogik (Waldorfpädagogik), Kunst (Eurythmie, anthroposophische Architektur), Medizin (anthroposophische Medizin), Religion (die Christengemeinschaft) oder Landwirtschaft (biologisch-dynamische Landwirtschaft).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 430
    Erscheinungsdatum: 30.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026820543
    Verlag: e-artnow
    Größe: 765 kBytes
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Die Mysteriendramen: Die Pforte der Einweihung + Die Prüfung der Seele (Nachspiel zur Pforte der Einweihung)

Erstes Bild

Inhaltsverzeichnis

Zimmer in rosenrotem Grundton, rechts, vom Zuschauer aus gemeint, die Tür zu einem Versammlungssaal; die Personen kommen aus diesem Saal nach und nach heraus; eine jede verweilt noch einige Zeit in diesem Zimmer. Während dieses Verweilens sprechen sich die Personen über mancherlei aus, was in ihnen durch eine Rede angeregt worden ist, die sie in dem Versammlungssaal gehört haben. (Maria und Johannes kommen zuerst, dann treten andere hinzu. Es ist die gehaltene Rede seit einiger Zeit zu Ende, und die folgenden Reden sind Fortsetzungen von Gesprächen, welche die Personen schon im Versammlungssaal geführt haben.)

Maria:
So nahe geht es mir, mein Freund,
dass ich dich welken seh' an Geist und Seele.
und fruchtlos sehen muss ich auch das schöne Band,
das zehen Jahre uns vereint.
Auch diese inhaltvolle Stunde,
in welcher wir so vieles hören durften,
was Licht in dunkle Seelentiefen strahlt,
sie hat nur Scharten dir gebracht.
Ich konnte nach so manchem Worte,
das unser Redner eben sprach,
im eignen Herzen mitempfinden,
wie tief es dich verwundet.
– – – – – – – – – – – – – –

Ich sah in deine Augen einst:
sie spiegelten Freude nur
an aller Dinge Wesenheit,
und deine Seele hielt
in schönheitvollen Bildern fest,
was Sonnenlicht und Luft,
die Körper überflutend
und offenbarend Daseinsrätsel,
in flücht'gen Augenblicken malen.
Noch war gelenk nicht deine Hand,
in derber Farbenpracht
nicht konnte sie verkörpern,
was lebensvoll vor deiner Seele schwebte.
In unsrer beider Herzen lebte
der schöne Glaube doch,
dass sicher dir die Zukunft bringen müsse
die Kunst der Hand zur frohen,
in des Geschehens Grund
so innig-tief ergossnen Seele.
Und was vom Daseinswesen offenbart
so wunderbar des Geistes Forscherkraft,
es werde Seelenwonnen
aus deiner Kunst Geschöpfen
in Menschenherzen giessen:
so dachten wir in jenen Zeiten.
der Zukunft Heil im Spiegel höchster Schönheit,
entspringend deinem Können:
so malte deiner Seele Ziel die meine sich.
Und nun ist wie erloschen
in deinem Innern alle Kraft,
wie tot ist deine Schaffensfreude,
gelähmt fast scheint der Arm,
der jugendfrisch vor Jahren
den Pinsel kräftig führte.

Johannes Thomasius:
So leider ist es.
Ich fühle wie verschwunden
der Seele früh'res Feuer.
Und stumpf nur schaut mein Auge
den Glanz der Dinge,
den Sonnenlicht verbreitet über sie.
Fast fühllos bleibt mein Herz,
wenn wechselnde Luftstimmung
hingleitet über meinen Umkreis.
Es regt sich nicht die Hand,
zu zwingen in die bleibende Gegenwart,
was flüchtig Elementgewalten
aus Daseinsgründen zaubern vor die Sinne.
Es quillt mir lustvoll
nicht mehr der Schaffenstrieb.
Und Dumpfheit breitet über all mein Leben sich.

Maria:
Beklagen muss ich tief,
dass solches dir erwächst aus allem,
was mir das Höchste,
was Strom des heiligen Lebens mir ist.
O Freund, in jenem Wechselspiel,
das Menschen Dasein nennen,
verbirgt ein ewig geistig Leben sich.
Und jede Seele webt in diesem Leben.
Ich fühle mich in Geisteskräften,
die wirken wie in Meerestiefen,
Und seh' der Menschen Leben
wie Wellenkräuseln an des Wassers Oberfläche.
Ich fühle eins mit allem Lebenssinne mich,
nach dem die Menschen rastlos streben,
und welcher mir nur scheint
des eignen Wesens Offenbarung.
Ich sah, wie oft er sich verband
mit

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