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Bushido - Der Ehrenkodex der Samurai von Nitobe, Inazo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2013
  • Verlag: Anaconda
eBook (ePUB)
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Bushido - Der Ehrenkodex der Samurai

'Bushido', wörtlich die 'Wege des Kriegers', ist der ungeschriebene Ehren- und Verhaltenskodex der alten japanischen Adelskrieger, der Samurai. Er bildet einen der Eckpfeiler der japanischen Kultur. Seine Wurzeln liegen im Buddhismus, Shintoismus und Konfuzianismus, aus denen er die ritterlichen Tugenden Redlichkeit, Mitgefühl, Höflichkeit, Loyalität, Ehre, Mut und Selbstbeherrschung ableitet. Nitobe hat diese Lehre zum ersten Mal erschlossen und mit Beispielen und Vergleichen aus der westlichen Kultur und Geschichte verständlich gemacht. Sein Buch avancierte zum Standardwerk und ist es bis heute geblieben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 01.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783730690178
    Verlag: Anaconda
    Originaltitel: Bushido. The Soul of Japan
    Größe: 709kBytes
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Bushido - Der Ehrenkodex der Samurai

Einleitung
Sehr gerne steuere ich auf Bitten seines Verlegers, dem Dr. Nitobe mit Blick auf die Vorbemerkung einige Freiheit gelassen hat, ein paar einführende Worte zu dieser Neuausgabe von Bushido bei. Ich kenne den Autor seit über 15 Jahren, bin aber mit seinem Thema, in gewisser Weise zumindest, seit 45 Jahren vertraut.
Es war 1860 in Philadelphia (wo ich 1847 erlebte, wie die "Susquehanna", das Flaggschiff von Kommodore Perry, vom Stapel gelassen wurde), als ich zum ersten Mal einem Japaner begegnete und Botschaftsmitglieder aus Tokio traf. Ich war sehr beeindruckt von diesen Fremden, für die Bushido ein lebendiger Kodex von Idealen und Verhaltensweisen darstellte. Später, als ich drei Jahre am Rutgers College in New Brunswick/N.J. verbrachte, hatte ich zahlreiche junge Männer aus Nippon um mich, die ich entweder unterrichtete oder als Kommilitonen kannte. Rasch wurde deutlich, dass Bushido, über das wir oft sprachen, etwas überaus Gewinnendes hatte. Wie das Leben dieser zukünftigen Gouverneure, Diplomaten, Erzieher und Bankiers, ja, sogar noch die letzten Stunden von mehr als einem, der auf dem Friedhof von Willow Grove die letzte Ruhestätte fand, zeigten, war der Duft dieser wohlriechendsten Blüte des weit entfernten Japan sehr süß. Ich werde nie vergessen, wie der sterbende Samurai-Knabe Kusakabe, als man ihn zum nobelsten aller Dienste, zur größten aller Hoffnungen lud, zur Antwort gab: "Selbst wenn ich in der Lage wäre, Jesus, euren Meister, zu verstehen, würde ich, was übrig ist von einem Leben, Ihm nicht darbieten." In unserer Freizeit also, "am Ufer des alten Flusses Raritan", wie es im Studentenlied heißt, beim Sport oder wenn wir beim Mittagessen Witze über die Unterschiede zwischen irgendetwas Japanischem und Amerikanischem machten, und in den Diskussionen über Ethik und Werte war ich durchaus geneigt, die Rolle des "versteckt missionarischen Erwiderers" einzunehmen, wie mein Freund Charles Dudley Warner einmal schrieb. In einigen Punkten unterschieden sich die Regeln der Moral und des Anstands, aber doch eher im Kleinen und Marginalen, ohne dass die Regelsysteme sich gegenseitig ausschlossen oder überschatteten. Mir ging es wie ihrem eigenen Dichter, der – war es vor tausend Jahren? –, als er ein Moor überquerte, die taufeuchten Blüten seine Robe streiften und ihre glitzernden Tropfen auf seinem Brokat zurückließen, schrieb: "Wegen seines Duftes streiche ich diesen Tau nicht von meinem Ärmel." Und in der Tat, ich war froh, die ausgetretene Spur zu verlassen, von der man sagt, sie unterscheide sich vom Grab nur durch ihre Länge. Denn ist der Vergleich nicht das Wesen von Wissenschaft und Kultur? Ist es nicht wahr, dass beim Studium der Sprachen, Ethiken, Religionen und Verhaltenskodizes "der, der eine kennt, keine kennt"?
Als ich 1870 als erster Pädagoge nach Japan gerufen wurde, um die Methoden und den Geist des öffentlichen amerikanischen Schulsystems vorzustellen, war ich froh, als ich die Hauptstadt endlich verließ und in Fukui in der Provinz Echizen beobachten konnte, wie Feudalismus in Reinform funktionierte. Hier begegnete ich Bushido nicht als etwas Exotischem, sondern in seiner natürlichen Umgebung. Im täglichen Leben begriff ich, dass Bushido, mit seiner cha-no-yu , dem jiu-jitsu und hara-kiri , seinem höflichen Fußfall im häuslichen Bereich und dem Knicks auf der Straße, den Regeln des Schwertes und der Straße, all seinen familiären Begrüßungsfloskeln und kultiviertesten Sprachformen, Regeln der Kunst und des Benehmens genauso wie seinen Heroismen um Frauen, Mädchen und Kinder, die universelle &

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