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Triffst du Buddha an der Bar ... gib ihm einen aus. Dharma, Karma und das pralle Leben von Rinzler, Lodro (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2012
  • Verlag: Aurum Verlag
eBook (ePUB)
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Triffst du Buddha an der Bar

Dies ist praktischer Buddhismus für junge Menschen, die die sichere Fahrrinne von Ausbildung und Studium verlassen und in ein unsicheres Arbeitsleben eintreten, ein Buch für eine Generation, die spirituell ist, aber nicht religiös; die die Welt verändern will, aber um Chancen kämpfen muss; die gern mal ein Bier trinkt, Sex hat und deren soziale Kontakte über Facebook und Twitter hinausgehen.
Wäre Lodro Rinzler, 29, nicht Autor und buddhistischer Lehrer der Shambala Tradition geworden, würde er heute Comics schreiben. Er unterrichtet Meditation und Buddhismus an Colleges und in Meditationszentren und wurde zum Executive Director des Bostoner Shambala Center berufen. Sein Blog in der Huffi ngton Post, What would Sid do, hat Kultstatus. Rinzler lebt in New York City mit seiner Partnerin Victoria, Hund Tillie und Kater Justin Bieber.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 01.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899016871
    Verlag: Aurum Verlag
    Originaltitel: The Buddha Walks Into a Bar... A Guide To Life For A New Generation
    Größe: 1290 kBytes
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Triffst du Buddha an der Bar

1. Dein Leben ist ein Spielplatz

Solange du den Feind deines eigenen Ärgers
nicht gebändigt hast, werden sich äußere Feinde
lediglich vermehren, wenn du sie bekämpfst.
Daher besteht die Praxis eines Bodhisattva darin,
den eigenen Geist mit einer Armee aus liebender Güte
und Mitgefühl zu zähmen.

_ Ngulchu Thogme

Als ich klein war, hatte ich einen Wecker in Gestalt eines japanischen Samurai mit einem Schwert in der Hand und einer Uhr im Bauch. Im Laufe der zehn Jahre, die er funktionierte, wachte ich jeden Morgen durch den Lärm eines Kriegers auf, der auf Japanisch "Wach auf! Wach auf! Es ist Zeit für die Schlacht!" schrie.

Für die meisten von uns fühlt sich das Leben wie eine Schlacht an. Unser erster Reflex am Morgen ist es, uns zu schützen und uns tiefer unter die Bettdecke verkriechen zu wollen, anstatt uns dem Tag zu stellen. Das liegt daran, dass wir unsere alltäglichen Abläufe oft lediglich als Maßnahmen ansehen, um irgendwie durchs Leben zu kommen - Rechnungen zu zahlen, eine Liebesbeziehung zu finden, unsere Freundschaften und unser Familienleben zu pflegen. Und am Ende des Tages sind wir dann erschöpft von unseren Bemühungen, all das auf die Reihe zu kriegen.

Wir verwenden ungeheuer viel Energie darauf, ständig Schritt zu halten mit den Nachrichten auf unseren Anrufbeantwortern und in unseren Mailboxen, mit unseren E-Mails, unseren Werbe- und Postwurfsendungen und unseren Rechnungen. Oft bringen uns auch unsere männlichen und weiblichen Kontakte ganz schön ins Schwitzen. Anstatt diesen unterschiedlichen Aspekten unseres Lebens mit einem offenen Geist zu begegnen, schleppen wir uns durch sie hindurch und klammern uns an unsere Fluchtwege: Wir kauen auf den Nägeln herum, trinken Bier, haben Sex, shoppen online oder gehen ins Fitnessstudio. Einige von uns beherrschen vielleicht sogar Multitasking und erledigen alles gleichzeitig. Wir wissen: Selbst wenn wir uns noch so viel Mühe geben, wird am Ende des Tages immer noch irgendwas übrig sein, das wir erledigen sollten. Andererseits haben wir uns kaum Zeit dafür genommen, für uns selbst zu sorgen.

Genau an diesem Punkt setzt Meditation ein. Beim Üben von Meditation geht es vor allem darum zu lernen, gegenwärtig zu sein und die Welt um uns herum zu würdigen. Das hilft uns dabei, die Welt nicht als ein Schlachtfeld zu betrachten, sondern als fruchtbaren Boden zum Üben von Wachsamkeit und Offenherzigkeit. Buddhistische Lehren zeigen: Das Einzige, was uns davon abhält, in unserer Welt wirklich gegenwärtig zu sein, ist das strikte Festhalten an unserer gewohnten Sicht der Dinge.

Die meisten von uns geleitet ein fester Ablauf durch den Tag. Irgendwann einmal haben wir diese Routine zu einer Lebenseinstellung erstarren lassen. Nun stellt sich die Frage: "Funktioniert das denn überhaupt?" Es kommt durchaus vor, dass wir Tag für Tag immer ruheloser werden, mit unseren ewig gleichen Abläufen, unserem Job, derselben Beziehung, den ewig gleichen Treffpunkten, Marotten und Komplexen, und dass wir uns nach einer radikalen Veränderung sehnen. Doch es ist nicht unbedingt unsere Welt, die problematisch ist; es ist unsere Sichtweise. Es heißt, Erleuchtung sei nichts anderes, als die Dinge so zu sehen, wie sie sind, bevor wir sie mit unseren Hoffnungen und Ängsten einfärben. Wenn wir unsere Vorstellung davon, wie die Dinge sein sollten, einfach ein wenig lockern und sie so anerkennen könnten, wie sie sind, dann würde sich die Welt auf magische Weise in ein fruchtbares Feld voller Möglichkeiten verwandeln.

Im Laufe der Jahre, in denen ich Buddhismus gelehrt habe, hat mich immer die unglaubliche Vielfalt von Menschen beeindruckt, die an die Türen von Meditationszentren klopfen. Lässt man ethnische Zugehörigkeit, Alter oder Gesellschaftsschicht mal beiseite, so scheint der alle einende Faktor zu sei

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