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We will die Buddhismus für Lebenshungrige von Feike, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.10.2014
  • Verlag: Arkana
eBook (ePUB)
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We will die

Jung, einfach, authentisch. Michael Feike stammt aus einer Familie, in der der Tod sehr präsent ist. Viele seiner engsten Familienmitglieder sind von einer sehr aggressiven Krebsform betroffen, so dass er sehr früh mit dem Thema Sterben konfrontiert wurde. Im Buddhismus fand und findet er Hilfestellung, Trost und Orientierung. Dieses Wissen möchte er nun weitergeben, vor allem an junge Menschen, die sich auf der Suche befinden. Anhand seiner eigenen Geschichte und seines persönlichen Weges beschreibt Michael Feike die wichtigsten buddhistischen Begriffe und zeigt ihre zeitlose Bedeutung. Ein sehr authentisches, kluges und mitreißendes Buch, das zu einer jungen, lebendigen Spiritualität ermutigt. Michael Feike, geboren 1980, arbeitet als Lyriker, Bauer, Gärtner, Altenpfleger, Kabelträger, Töpfer, Veranstalter ... und freier Autor. Er beschäftigt sich seit 17 Jahren mit dem Buddhismus. Feike lebt mit seinen beiden Kindern am Ammersee.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 20.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641129118
    Verlag: Arkana
    Größe: 625 kBytes
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We will die

Der Schrecken der Situation

Vier Grundgedanken

Wie frei sind wir? Gibt es einen "freien Willen"? Die Frage nach unserer Autonomie ist eine zentrale Frage im abendländischen Denken. Seit Jahrhunderten ringen Generationen von Theologen, Philosophen, Psychologen, Künstlern und Biologen mit den Problemen, die sich aus der Frage nach freiem Willen und individueller Autonomie ergeben. Wie frei sind wir? Wo verlaufen die Grenzen unserer individuellen Entscheidungsfreiheit?

Wir erleben uns als mehr oder weniger autonome, unabhängige Wesen, die in der Lage sind, ihr Geschick selbst zu bestimmen. Diesem Erleben steht die erschütternde Tatsache unserer Endlichkeit gegenüber. Wie frei sind wir im Angesicht des Todes? Endlichkeit beschränkt sich nicht auf die Tatsache unseres sicheren biologischen Ablebens - sie ist der herausragende Geschmack unseres gesamten Erlebens. Auf allen Erfahrungsebenen sind wir ununterbrochen mit der Unbeständigkeit aller Erfahrung konfrontiert. Keine Empfindung, kein Gefühl, kein Gedanke hat einen beständigen Kern. Unser gesamtes Erfahrungsspektrum ruht stabil auf dem Fundament der Unbeständigkeit. Wir sind auf Sand gebaut.

Die Gefühle leben uns

Darüber hinaus scheinen wir auch dem Verlauf mentaler und emotionaler Abläufe gänzlich ausgeliefert zu sein. Gedanken und Emotionen erscheinen unwillkürlich im Feld unseres Bewusstseins, bewegen sich dort und lösen sich irgendwann wieder auf. Unser Selbstverständnis ruht bequem auf der Annahme, wir seien die Regisseure dieser "göttlichen Komödie", dieses tragikomischen Dramas unseres Seins.

Tatsächlich hält dieses Verständnis keiner gründlicheren Untersuchung stand. Zumeist sind wir den mentalen und emotionalen Ereignissen, die unsere Erfahrung des Seins begründen, absolut ausgeliefert. Ich habe mich beispielsweise nie dafür entschieden, eifersüchtig zu sein. Eifersucht macht keinen großen Spaß, im Gegenteil, sie fühlt sich mies an. Ich denke, niemand will eifersüchtig sein. Doch was passiert?

Ich gehe mit meiner Freundin auf eine Party. Wir trinken ein bisschen, tanzen, haben unseren Spaß und sind recht verliebt ineinander. Dann verschwindet sie kurz an die Bar, um sich ein neues Bier zu holen. Ich bleibe auf der Tanzfläche, tanze, trinke - alles gut. Irgendwann fällt mir auf, dass sie schon eine ganze Weile weg ist. Braucht recht lange, um sich ihr Bier zu holen. Ich schlendere in Richtung Bar und sehe sie dort mit irgendeinem Typen ins Gespräch vertieft. Sehr vertieft. Ich schlendere etwas näher, sie bemerkt mich nicht. Sie strahlt diesen Typen an, und die beiden stehen ziemlich dicht beieinander.

Plötzlich verspüre ich einen gewissen Druck in der Magengegend. Es gefällt mir irgendwie nicht, dass meine Freundin da so dicht mit diesem Typen beisammensteht und dass sie ihn so anstrahlt und dass sie mich nicht einmal wahrnimmt. Gut, vielleicht ein alter Freund von ihr, sie haben sich vielleicht lange nicht gesehen, haben sich vielleicht einfach ein bisschen was zu erzählen.

Ich bewege mich zurück auf die Tanzfläche. Sieht ziemlich gut aus der Typ ... Da ist immer noch dieser Druck in der Magengegend. Irgendwie war sie verstimmt heute Morgen! Und ziemlich aufgeregt beim Losfahren. Und als ich mal kurz beim Pinkeln war, hat sie telefoniert ... war irgendwie verlegen danach ... hat vielleicht mit ihm telefoniert ... Sie hat sich vielleicht verabredet ... vielleicht steht sie schon länger auf ihn ... Letzte Woche war sie allein feiern, ich war bei meinen Kindern ... wahrscheinlich hat sie ihn da kennengelernt!

Ich nehme kaum mehr wahr, was um mich herum geschieht. Vor mir tanzt ein hübsches Mädchen, lächelt mich an, berührt mich zufällig - ich bemerke sie kaum.

Dann sehe ich, wie meine Freundin Richtung Ausgang geht, der Typ ist weg. Sie wirft mir einen sonderba

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