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Populäre Geschichte der Philosophie (Vollständige Ausgabe) Die Philosophie des Altertums + Die Philosophie des Mittelalters + Die Philosophie der Neuzeit (Volkstümliche Geschichte) von Vorländer, Karl (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2015
  • Verlag: e-artnow
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Populäre Geschichte der Philosophie (Vollständige Ausgabe)

Dieses eBook: 'Populäre Geschichte der Philosophie (Vollständige Ausgabe)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Inhalt: Morgenland Die Philosophie des Altertums und des Mittelalters Die griechische Philosophie Die Blütezeit der griechischen Philosophie: Sokrates, Plato, Aristoteles Griechisch-römische Lebensphilosophie Die Philosophie des Mittelalters Der Beginn: Renaissance, Humanismus, Reformation Die neue Naturwissenschaft: Leonardo da Vinci, Kopernikus und Kepler Die vier großen philosophischen Systematiker (Descartes, Hobbes, Spinoza, Leibniz) Die Aufklärungsphilosophie Immanuel Kant Die Philosophie der Romantik: von Fichte bis Hartmann und Nietzsche Der positivistische Rückschlag: Ludwig Feuerbach, Max Stirner, Charles Darwin Das Wiedererwachen des kritischen Idealismus (Neukantianismus) Die Philosophie des Sozialismus (Karl Marx, Friedrich Engels) Karl Vorländer (1860-1928) war ein deutscher Gymnasialprofessor in Solingen. Er befasste sich mit der Geschichte der Philosophie und vertrat als Kantforscher die Marburger Schule. Vorländer entwarf seine Geschichte der Philosophie für Studenten und gebildete Laien. Vorländer wollte 'die ganze Geschichte der Philosophie' und des Denkens in einer begrenzten Darstellung zusammenfassen und sich dabei auf das Allgemeine, bzw. das Generalisierbare beschränken. Um den hohen Anspruch erfüllen zu können, muss Geschichtsschreibung 'die Tatsachen gewissenhaft erforschen' und dabei 'nach den Grundsätzen kritisch-historischer Methode' vorgehen. Kulturgeschichtliche und wissenschaftsgeschichtliche Aspekte waren zu berücksichtigen, sowie systematische und biographische Faktoren. Ein Philosophiehistoriker musste Philosoph sein. Auf diese Weise sollte ein Höchstmaß an Objektivität erreicht werden. 1924 veröffentlichte er für Laien eine Volkstümliche Geschichte der Philosophie, die auch als Nachdruck im Handel erhältlich ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 370
    Erscheinungsdatum: 01.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026845416
    Verlag: e-artnow
    Größe: 622 kBytes
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Populäre Geschichte der Philosophie (Vollständige Ausgabe)

3. Erstes Auftauchen von geistigen Prinzipien:
Werden und Sein. Die Zahl

Inhaltsverzeichnis

a ) Heraklit und das Werden

Einen sehr wesentlichen Fortschritt vollzieht dann der schon vorhin genannte Heraklit , indem er zum ersten Male an die Stelle des bisherigen bloß stofflichen (lateinisch konkreten, das heißt wörtlich "zusammengewachsen") ein zwar vom Stoff noch nicht völlig losgelöstes, aber doch geistigeres, abstraktes (gleich von den Sinnen "abgezogenes") Prinzip oder leitenden Grundsatz aufstellt. Es gibt, lehrte der Weise von Ephesus, nichts Festes und Beharrliches in der Welt. Panta rei (wörtlich: "alles fließt"): Alle Dinge sind in stetem Flusse, in ewigem Wechsel und Werden begriffen. "Nicht zweimal", so lautet ein von ihm gern gebrauchtes Gleichnis, "können wir in denselben Fluß hineinsteigen, denn neue und immer neue Gewässer strömen ihm zu." Der Kosmos, das heißt die geordnete Welt, gleicht einem fortwährend umgerührten Mischtrank. Und zwar vollzieht sich dieser beständige Werdeprozeß mit Vorliebe in Gegensätzen : Leben und Tod, Wachen und Schlafen, Mischung und Trennung, Entstehen und Vergehen, Hohes und Tiefes, selbst Gutes und Böses; es ist im Grunde alles dasselbe, nämlich nur eine verschiedene Form des gleichen Prozesses. "Streit ist der Vater aller Dinge." Gegensatz erzeugt Einheit.

Heraklit ist ein tiefsinniger Denker, der etwas von Goethes Faust an sich hat. "Ich erforschte mich selbst," erklärte er einmal mit stolzem Selbstgefühl, im Gegensatz zu den "Vielwissern" und dem "Unverstand" der Menge. Seine Sprache - es sind immerhin über 120 Fragmente (Bruchstücke) aus seinen Schriften erhalten - ist bilderreich, manchmal fast orakelhaft, so daß er bereits im Altertum den Beinamen "der Dunkle" erhielt, und Sokrates sagte, es bedürfe eines "delischen", das heißt vorzüglichen Tauchers, um bei Heraklit auf den Grund zu kommen. Der "Menge" stand er auch politisch gegnerisch gegenüber. "Augen und Ohren sind schlechte Zeugen der Wahrheit, wenn sie ungebildeten Seelen angehören." Deshalb müssen Strafen da sein, um sie im Zaume zu halten. Aber auch wider die damals in den griechischen Stadtstaaten vielfach aufkommende "Tyrannis", das heißt Gewaltherrschaft einzelner, streitet er: "Überhebung muß man löschen gleich einer Feuersbrunst" und: "Für das Gesetz muß das Volk kämpfen wie für eine Mauer." An eine über allem waltende Weltvernunft, wie manche meinen, hat er schwerlich geglaubt. Vergleicht er doch einmal die Ewigkeit mit einem "brettspielenden Knaben", der die Steine aufbaut und wieder zusammenwirft. "Sein eigener Sinn ist des Menschen Dämon," das heißt sein Charakter ist sein Schicksal.

Es ist begreiflich, daß ein so tiefsinniger und eigenartiger Denker wie Heraklit "der Dunkle" von Ephesus von jeher tiefere Naturen angezogen hat, wie schon im Altertum Plato und die Stoiker und in der Neuzeit so entgegengesetzte Denker wie den gemütstiefen Theologen Schleiermacher und die verstandesscharfe und zugleich leidenschaftliche Kämpfernatur Ferdinand Lassalles, der ein zweibändiges Werk über ihn veröffentlicht hat (1858).
b ) Die Eleaten und das Sein

Durch Heraklit war der anscheinend feste Bestand aller Dinge in ein ewiges Werden aufgelöst worden. Die ergänzende Gegenlehre dazu haben die Eleaten aufgestellt, so genannt nach der auf Griechenlands andrer Seite, in Unteritalien gelegenen Stadt Elea, einer jener Kolonien, die als "Großgriechenland" in blühendem Kranze die Küsten Süditaliens und Siziliens umsäumten.

Ein Vorläufer der strengeren eleatischen Philosophie ist der wandernde Sänger Xenóphanes (um 570 bis 480), aus dem kleinasiatischen, durch sein Harz bekannten Kolophon gebürtig, der nach einem jahrzehntelangen Wanderleben sein müdes Haupt in Elea zur Ruhe legte. Xenophanes ist weniger Naturforscher als Poet. Als solcher zeigt er einige auffallend

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