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Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern Philosophische Gedankenspiele von Bossart, Yves (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2014
  • Verlag: Blessing
eBook (ePUB)
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Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern

Achtung: Lektüre führt zu tieferer Erkenntnis und höherer Klarheit! Gedankenspiele sind seit über zweitausend Jahren die Werkzeuge der Philosophie - sie helfen dabei, Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens zu finden. Die großen Philosophen - von Sokrates bis Sartre - haben solche geistigen Experimente entwickelt, um sich Themen wie Moral, Freiheit oder Gerechtigkeit zu nähern: Wie würden wir leben, wenn wir unsterblich wären? Wenn ich mein Gehirn mit dem meines Nachbarn tausche - wer wohnt dann wo? Wie kann ein angeketteter Hund glücklich werden? Könnte unser Leben ein langer Traum sein? Können Roboter menschliche Gefühle haben? Wir fangen an nachzudenken - die Philosophie hat uns gepackt. Yves Bossart versammelt die wichtigsten Gedankenspiele, stellt sie klar und verständlich dar, kommentiert und verführt den Leser dazu, sich selbst Antworten zu geben. Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern bietet eine Fülle von verblüffend einfachen, erstaunlich raumgreifenden und auch immer wieder herrlich absurden Abkürzungen in die faszinierende Welt der Philosophie. Yves Bossart, geboren 1983, hat in Luzern, Zürich und Heidelberg Philosophie studiert und an der Humboldt-Universität zu Berlin über das Thema 'Ästhetik nach Wittgenstein' promoviert. Er ist Herausgeber des Bandes 'Sehen soweit das Denken reicht. Eine Begegnung von Philosophie und Fotografie' und arbeitet als Redakteur der Sendung 'Sternstunde Philosophie' beim Schweizer Fernsehen. Yves Bossart lebt in Zürich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 29.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641137915
    Verlag: Blessing
    Größe: 1648 kBytes
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Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern

Glück

Die australische Krankenschwester Bronnie Ware hat jahrelang Menschen beim Sterben begleitet, mit ihnen gesprochen und ihnen zugehört. Sie meint, es gäbe fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen und gerne anders gemacht hätten: Sie hätten ihr eigenes Leben leben, nicht so viel arbeiten, ihre Gefühle zei gen, Freundschaften pflegen und vermehrt ihr Glück suchen sollen. Doch was ist Glück? Wie finden wir es? Und wovon hängt es ab? In den letzten Jahren hat die Wissenschaft viel über unser Glück herausgefunden. Bevor wir uns der Philosophie zuwenden, hier also die wichtigsten Erkenntnisse:

Die Glücksforschung geht davon aus, dass unser Glück zur Hälfte genetisch bedingt ist. Wer die richtigen Gene besitzt, hat den halben Weg bereits geschafft. Die andere Hälfte wird wesentlich durch äußere Umstände bestimmt, durch das Lebensumfeld, durch glückliche Fügungen und Zufälle. Nur ein kleiner Teil des Glücks liegt in unserer Hand. Wir sind also nicht wirklich unseres eigenen Glückes Schmied.

Was aber sind die Faktoren, die uns glücklich machen? Um es auf den Punkt zu bringen: Gesundheit, Familie, Liebe, Freundschaften, Arbeit, Wohlstand und Glaube. Woher man das weiß? Man hat es gemessen, indem man die Leute gefragt hat: "Wie zufrieden sind Sie derzeit - alles in allem - mit ihrem Leben? Auf einer Skala von 1-10?" Was würden Sie angeben? Der Durch schnitt in Deutschland liegt bei 6,6, in der Schweiz bei 7,6. Die Dänen führen die Statistik an, mit einem Glückswert von 7,7. Vergleichsweise unglücklich sind die Bewohner ehemaliger kommunistischer Länder und Menschen in sehr armen Ländern Afrikas. Für den geringen Wohlstand auffallend glücklich sind die Bewohner Lateinamerikas und der Karibik. Wahrscheinlich liegt das am Wetter. Aber das erklärt nicht alles. Auch in Afrika scheint die Sonne.

Macht Geld glücklich? Nur bis zu einer bestimmten Summe. Wenn grundlegende Bedürfnisse gestillt sind, führt mehr Reich tum kaum noch zu mehr Glück. In den westlichen Industrienationen stagniert das alltägliche Wohlbefinden ab einem jähr lichen Einkommen von 60 000 Euro. Mehr macht uns zwar reicher, aber nicht wirklich glücklicher. Zudem gilt: Das relative Einkommen ist wichtiger als das absolute. Unser Glück hängt davon ab, was diejenigen haben, mit denen wir uns vergleichen. Für uns ist wichtig, was der Kollege im Büro verdient; das Ein kommen von Bill Gates berührt uns dagegen kaum. (Wenn Sie also der kleinste Frosch im Teich sind, dann suchen Sie sich ein fach einen neuen Teich, in dem Sie zu den Größten zählen.)

Ein weiteres Problem mit zusätzlichem Reichtum ist, dass wir uns schnell an den neuen Wohlstand gewöhnen. Darum hält die Zufriedenheit bei einer Lohnerhöhung auch nur sechs Monate an und das Glück von Lottomillionären sinkt sechs Monate nach dem Gewinn sogar oft unter das Niveau vor dem Gewinn. Für das Unglück gilt dasselbe: Querschnittgelähmte sind bereits ein halbes Jahr nach dem Unfall wieder so glücklich wie zuvor. Das Nullniveau verschiebt sich, weil wir uns an die neuen Umstände gewöhnen. Nirgends zeigt sich die Macht der Gewohnheit stärker als beim Glück.

Konsum ist die neue Religion, wird gesagt. Wir konsumieren wie verrückt - erreichen damit aber nicht, was wir wollen: Shoppen macht nämlich nur kurzfristig glücklich. Erwerben befriedigt, besitzen nicht. Darum kaufen wir immer weiter. Eine Studie hat gezeigt, dass wir unser Geld besser für soziale Aktivitäten und für aufregende Erlebnisse ausgeben sollten als für materielle Dinge. Menschen machen uns glücklich, nicht Dinge. Sie soll ten die teuren Schuhe also besser im Schaufenster lassen und stattdessen mit Ihrer besten Freundin eine aufregende Reise machen.

Auf dem Weg zum Glück helfen auch beten und meditieren: Religiöse Menschen sind glücklicher. Und Ki

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