text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können Die transzendentalen Hauptfragen: Wie ist reine Mathematik möglich? + Wie ist reine Naturwissenschaft möglich? + Wie ist Metaphysik überhaupt möglich? von Kant, Immanuel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.10.2016
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
0,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können

Dieses eBook: 'Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Folgende Fragen stehen im Zentrum: Wie ist reine Mathematik möglich? - Kant entwickelt seine Lehre von der transzendentalen Idealität von Raum und Zeit. Kurzgefasst besagt diese, dass Raum und Zeit nicht real, d. h. nicht unabhängig vom Menschen existieren: Sie stellen vielmehr die Grundbedingung aller sinnlichen Erfahrung dar, sind gewissermaßen eine Art Linse oder Brille, mit der wir auf die unerkennbare Wirklichkeit der Dinge an sich blicken. Wie ist reine Naturwissenschaft möglich? - Gedanken der Transzendentalen Analytik der Kritik der reinen Vernunft: steht hier nun das Erkennen des Verstandes im Mittelpunkt. Wie ist Metaphysik überhaupt möglich? - Stark gekürzte Version der Transzendentalen Dialektik aus der Kritik der reinen Vernunft. Als zentrales Erkenntnisorgan wird hier die Vernunft im engeren Sinne thematisiert. Während Sinnlichkeit und Verstand unsere Erkenntnis der Natur konstituieren, dient die Vernunft dieser als Regulativ, indem sie uns anleitet, ein Ganzes aller möglichen Erkenntnisse anzustreben. Immanuel Kant (1724-1804) war ein deutscher Philosoph der Aufklärung. Kant zählt zu den bedeutendsten Vertretern der abendländischen Philosophie. Kant veröffentlichte 1783 die Prolegomena, die allgemeinverständlich in die kritische Philosophie einführen sollen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 126
    Erscheinungsdatum: 03.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026866534
    Verlag: e-artnow
    Größe: 522 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können

Vorerinnerung von dem Eigentümlichen aller metaphysischen Erkenntnis

Inhaltsverzeichnis 1
Von den Quellen der Metaphysik

Wenn man eine Erkenntnis als Wissenschaft darstellen will, so muß man zuvor das Unterscheidende, was sie mit keiner andern gemein hat, und was ihr also eigentümlich ist, genau bestimmen können; widrigenfalls die Grenzen aller Wissenschaften ineinander laufen, und keine derselben ihrer Natur nach gründlich abgehandelt werden kann.

Dieses Eigentümliche mag nun in dem Unterschiede des Objekt s, oder der Erkenntnisquellen , oder auch der Erkenntnisart , oder einiger, wo nicht aller dieser Stücke zusammen, bestehen, so beruht darauf zuerst die Idee der möglichen Wissenschaft und ihres Territorium.

Zuerst, was die Quellen einer metaphysischen Erkenntnis betrifft, so liegt es schon in ihrem Begriffe, daß sie nicht empirisch sein können. Die Prinzipien derselben, (wozu nicht bloß ihre Grundsätze, sondern auch Grundbegriffe gehören,) müssen also niemals aus der Erfahrung genommen sein: denn sie soll nicht physische, sondern metaphysische, d. i. jenseit der Erfahrung liegende Erkenntnis sein. Also wird weder äußere Erfahrung, welche die Quelle der eigentlichen Physik, noch innere, welche die Grundlage der empirischen Psychologie ausmacht, bei ihr zum Grunde liegen. Sie ist also Erkenntnis a priori, oder aus reinem Verstande und reiner Vernunft.

Hierin würde sie aber nichts Unterscheidendes von der reinen Mathematik haben; sie wird also reine philosophische Erkenntnis heißen müssen; wegen der Bedeutung dieses Ausdrucks aber beziehe ich mich auf Kritik d. r. V. Seite 712 [B 740] u. f.) wo der Unterschied dieser zwei Arten des Vernunftgebrauchs einleuchtend und gnugtuend ist dargestellt worden. Soviel von den Quellen der metaphysischen Erkenntnis.
2
Von der Erkenntnisart, die allein metaphysisch heißen kann

a) Von dem Unterschiede synthetischer und analytischer Urteile überhaupt

Metaphysische Erkenntnis muß lauter Urteile a priori enthalten, das erfordert das Eigentümliche ihrer Quellen. Allein Urteile mögen nun einen Ursprung haben, welchen sie wollen, oder auch ihrer logischen Form nach beschaffen sein wie sie wollen, so gibt es doch einen Unterschied derselben, dem Inhalte nach, vermöge dessen sie entweder bloß erläuternd sind , und zum Inhalte der Erkenntnis nichts hinzutun, oder erweiternd , und die gegebene Erkenntnis vergrößern; die erstern werden analytische , die zweiten synthetische Urteile genannt werden können.

Analytische Urteile sagen im Prädikate nichts als das, was im Begriffe des Subjekts schon wirklich, obgleich nicht so klar und mit gleichem Bewußtsein gedacht war. Wenn ich sage: Alle Körper sind ausgedehnt, so habe ich meinen Begriff vom Körper nicht im mindesten erweitert, sondern ihn nur aufgelöset, indem die Ausdehnung von jenem Begriffe schon vor dem Urteile, obgleich nicht ausdrücklich gesagt, dennoch wirklich gedacht war; das Urteil ist also analytisch. Dagegen enthält der Satz: einige Körper sind schwer, etwas im Prädikate, was in dem allgemeinen Begriffe vom Körper nicht wirklich gedacht wird, er vergrößert also meine Erkenntnis, indem er zu meinem Begriffe etwas hinzutut, und muß daher ein synthetisches Urteil heißen.

b) Das gemeinschaftliche Prinzip aller analytischen Urteile ist der Satz des Widerspruchs

Alle analytische Urteile beruhen gänzlich auf dem Satze des Widerspruchs, und sind ihrer Natur nach Erkenntnisse a priori, die Begriffe, die ihnen zur Materie dienen, mögen empirisch sein oder nicht. Denn, weil das Prädikat eines bejahenden analytischen Urteils schon vorher im Begriffe des Subjekts gedacht wird, so kann es von ihm ohne Widerspruch nicht verneinet werden, ebenso wird sein Gegenteil in einem analytischen, aber verneinenden Urteile notwendig von dem Subjekt verneinet, u

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen