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Die Philosophie der Künste Von Plato bis Beuys von Baumeister, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2013
  • Verlag: WBG Academic
eBook (ePUB)
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Die Philosophie der Künste

Wann bezeichnen wir etwas als Kunst? Lässt sich über Geschmack wirklich streiten? Ist das, was schön ist, auch gut? Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen unternimmt Thomas Baumeister in seinem Buch einen Streifzug durch die Philosophiegeschichte mit Blick auf die Ästhetik. Dieser beginnt bei Plato, führt über zahlreiche Philosophen von Augustinus bis Adorno und endet in der Postmoderne mit Warhol und Beuys. Literatur, Film, Malerei, Architektur, Bildhauerei und Musik erfahren in Beispielen und Reflexionen alle gleichermaßen Berücksichtigung und illustrieren die Theorien der großen Denker. Der Autor lässt in seinem erzählenden, leicht verständlichen Panorama nicht nur Philosophen, sondern auch Künstler zu Wort kommen und bietet ein umfassendes, anschauliches Überblickswerk über die wichtigsten Gedanken zum Verhältnis von Philosophie und Kunst! Thomas Baumeister, geb. 1943, lehrt seit 1976 an der Universität Nijmegen, Niederlande, Philosophie. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft promovierte er bei Hans-Georg Gadamer. Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem zur Geschichte der Neueren Philosophie, zur Ästhetik und zur bildenden Kunst.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 463
    Erscheinungsdatum: 01.05.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783534731305
    Verlag: WBG Academic
    Größe: 3999 kBytes
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Die Philosophie der Künste

E INLEITUNG

Das vorliegende Buch will ein Panorama eröffnen, einen Ausblick auf die weiträumige und auch zerklüftete Landschaft des europäischen Nachdenkens über das Schöne und die Künste, eine Landschaft, die hier in verschiedenen Richtungen durchquert wird. Folgende Eigenschaft ist für dieses Buch besonders charakteristisch und unterscheidet es in den Augen des Verfassers von vergleichbaren Unternehmungen: nämlich die Verbindung des im engeren Sinne Theoretischen mit einem ausgesprochenen Streben nach Veranschaulichung. Weit mehr als üblich versucht der Autor, die abstrakten Einsichten der Philosophen an den Phänomenen sowohl zu konkretisieren als auch sie zu überprüfen. In diesem Rahmen war dem Autor auch besonders daran gelegen, soweit wie möglich konkrete Kunstwerke zur Sprache zu bringen.

Dem Buch liegen Lehrveranstaltungen sowohl für Philosophiestudenten als auch für Kunst- und Architekturstudenten und für Studierende der Kunstwissenschaften zugrunde. Daher strebte der Autor von vornherein danach, beiden Seiten, der Theorie und dem Anschaulichen, zugleich gerecht zu werden, Intellekt und Fantasie des Hörers oder Lesers gleichermaßen anzusprechen. So etwa geht der Autor z.B. ausführlich auf die Orestie des Aischylos und des Orest des Euripides ein, die ihm sowohl als Kommentar und als Gegenbild zur platonischen Kritik an der Tragödie dienen und deren Besprechung das Kapitel über Aristoteles' Tragödientheorie vorbereitet (Kap. II und III). In gleicher Absicht versucht er, Adornos Begriff des Kunstwerks ausführlich an Mahlers Vierter Symphonie zu erläutern, oder Nietzsches Konzeption des zukünftigen Menschen anhand von Romanfiguren von Dostojewskij kritisch zu beleuchten (Kap. XI). Den von Heidegger unterstrichenen "Ereignischarakter" des Kunstwerks wiederum versucht er am Beispiel Cézannes zu verdeutlichen. In den kürzeren Abschnitten von mehr improvisatorischem Zuschnitt, etwa zum Film oder zur Fotografie, versucht der Verfasser, soweit wie möglich die Lebendigkeit und das Persönliche der mündlichen Darbietung zu bewahren.

Das Streben des Verfassers nach Veranschaulichung kommt auch darin zum Ausdruck, dass er versucht, nicht nur die Lehre, sondern auch das Lebensklima, das Lebensgefühl, die ethische, ästhetische oder metaphysische Gestimmtheit eines bestimmten Autors (oder gar einer bestimmten geschichtlichen Phase) zu skizzieren. Überlegungen zur Kunst und zum Schönen standen in der Tradition des europäischen Denkens oftmals nicht für sich, sondern waren in umfassendere Konzeptionen metaphysischen, ethischen oder erkenntnistheoretischen Charakters eingebettet. So ging es dem Verfasser dieses Buches einerseits darum, die Gedankenzüge, die Motivationen und die Mentalität dieser im Hintergrund stehenden Vorstellungen auf eine für den Leser zugängliche Weise zu verdeutlichen. Zum andern war ihm daran gelegen zu klären, welche Aspekte der Phänomene, der Kunst, des Schönen, des ästhetischen Erlebnisses durch die Hintergrundtheorien erschlossen und welche möglicherweise durch sie verdeckt werden. Die historische Darstellung will hier mehr sein als nur die Wiedergabe von Lehrmeinungen, sondern bleibt auf die Frage nach dem sachlichen Recht oder jedenfalls nach dem Gewinn der jeweiligen Phänomenbeschreibungen gerichtet. In dieser Beziehung folgt der Autor seinem Heidelberger Lehrer H.-G. Gadamer.

So sieht der Autor, um ein Beispiel zu geben, die intellektualisierende Tendenz der überaus einflussreichen platonisierenden Kunsttheorien nicht nur als Ausdruck ideologischer, religiöser oder moralischer 'sinnlichkeitsfeindlicher' Vorentscheidungen. Vielmehr versucht er, in den Kapitel über Plotin und Augustinus plausibel zu machen, dass die Weichenstellung dieser mächtigen Tradition auch auf begriffliche Unklarheiten und auf die Verzeichnung der Phänomene zurückweist; etwa auf einen ungenügenden Begriff des Sehens und Hörens. Ähnliches gilt au

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