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Akzeptanz- & Commitment-Therapie Achtsamkeitsbasierte Veränderungen in Theorie und Praxis von Hayes, Steven C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2014
  • Verlag: Junfermann
eBook (ePUB)
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Akzeptanz- & Commitment-Therapie

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Akzeptanz und Commitment Therapie (ACT) nicht nur als effektive psychotherapeutische Behandlungsmethode etabliert, sie wurde auch weiterentwickelt und verfeinert. Das Ergebnis ist ein beträchtlicher Fortschritt in Konzeption, Technik und Erfahrungswerten. Die Autoren dieses Buches haben sechs Schlüsselprozesse der ACT festgelegt, die sich alle um ein zentrales Anliegen gruppieren: psychische Flexibilität. Dieses Modell der psychischen Flexibilität bedeutet einen weiteren Innovationsschritt der ACT, weil es auf eine ganze Bandbreite psychischer Störungen angewendet werden kann. Anschaulich und anhand von Fallbeispielen erläutern Hayes, Strosahl und Wilson Grundlagen, Vorgehen und wichtige Aspekte der Umsetzung. Die überarbeitete Neuauflage dieses ersten Grundlagenwerks zur ACT wird hier in komplett neuer Übersetzung vorgelegt.

Stephen C. Hayes , Ph. D., Professor für Psychologie an der University of Nevada, befasst sich hauptsächlich mit der Analyse des Wesens menschlicher Sprache und Kognition sowie deren Anwendung auf das Verständnis und die Linderung menschlichen Leidens.

Kirk D. Strosahl , Ph. D., praktischer Psychologe der Central Washington Family Medicine in Yakima, Washington, engagiert sich für den Einsatz von ACT in der allgemeinmedizinischen Praxis.

Kelly G. Wilson , Ph. D., Assistenzprofessor für Psychologie an der University of Mississippi; leitet deren Center for Contextual Psychology und die ACT Treatment Development Group.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 20.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783873879638
    Verlag: Junfermann
    Originaltitel: Acceptance & Commitment Therapy 2nd ed.
    Größe: 1181 kBytes
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Akzeptanz- & Commitment-Therapie

1. Das Dilemma mit dem menschlichen Leiden

Nichts, was von außen kommt, sichert uns Freiheit vom Leiden. Selbst wenn wir Menschen alles besitzen, was wir von außen gesehen als Erfolg werten – gutes Aussehen, liebevolle Eltern, tolle Kinder, finanzielle Sicherheit, einen geliebten Lebenspartner –, genügt uns das nicht. Ein Mensch kann es warm und trocken haben, satt und gesund sein – und sich dabei trotzdem elend fühlen. Er kann Erlebnisse und Formen der Unterhaltung genießen, die in der nicht menschlichen Welt völlig unbekannt und auch nicht allen Menschen in der Bevölkerung zugänglich sind – HDTV-Fernsehen, Sportwagen, Urlaubsreisen in die Karibik –, und trotzdem psychisch schwer krank sein. Jeden Morgen kommt ein erfolgreicher Manager in sein Büro, schließt die Tür hinter sich und greift verstohlen in die unterste Schreibtischschublade nach der Schnapsflasche. Jeden Tag lädt ein Mensch, der alle materiellen Vorteile genießt, eine Pistole, schiebt sich den Lauf in den Mund und drückt ab.

Psychotherapeuten und Kliniker sind mit den düsteren Statistiken, die diese Fakten dokumentieren, nur zu gut vertraut. In den USA zeigen diese Daten zum Beispiel, dass fast 50 Prozent der Menschen im Laufe ihres Lebens an einer psychischen Störung erkranken, während die Anzahl der Menschen, die aufgrund der Probleme am Arbeitsplatz, in der Beziehung, mit den Kindern und mit den Herausforderungen des Lebens unter emotionalen Belastungen leiden, sogar noch höher liegt (Kessler et al., 2005). In den USA gibt es fast 20 Millionen Alkoholiker (Grant et al., 2004); mehrere Zehntausend Menschen begehen jährlich Selbstmord, zahllose weitere scheitern beim Versuch, sich umzubringen (Centers for Disease Control and Prevention, 2007). [1] Solche Statistiken betreffen nicht nur Ältere, denen das Leben seit Jahrzehnten zusetzt, sondern schon Jugendliche und Heranwachsende. Fast die Hälfte der Bevölkerung im College-Alter erfüllte in den letzten Jahren die Kriterien für mindestens eine Diagnose nach DSM (Blanco et al., 2008).

Wollten wir die Allgegenwärtigkeit des menschlichen Elends in den Industriestaaten mit Zahlen dokumentieren, könnten wir damit fast endlos fortfahren. Häufig führen Therapeuten und Forscher aus einem Problembereich eine Statistik nach der anderen an, wenn sie mehr Therapeutenplätze, bessere Finanzierung für psychiatrische Gesundheitsprogramme oder verstärkte Forschungsförderung in der Psychologie fordern. Gleichzeitig scheint sowohl an der Fachwelt wie an der Öffentlichkeit die bedeutsamere Botschaft dieser Statistiken als Ganzes vorbeizugehen. Nehmen wir all diese ehemals oder akut depressiven, süchtigen, angstgestörten, wütenden, selbstschädigenden, entfremdeten, besorgten, an Zwangsstörungen leidenden, zu Workaholics gewordenen, unsicheren, zwanghaft schüchternen, geschiedenen, intimitätsscheuen und gestressten Menschen zusammen, kommen wir unweigerlich zu einer erstaunlichen Schlussfolgerung: Psychische Leiden liegen im Wesen des menschlichen Lebens.

Darüber hinaus fügen die Menschen einander fortwährend Leid zu. Denken Sie daran, wie einfach es ist, andere Menschen zu entwürdigen und zu entmenschlichen. Die Weltgemeinschaft schwankt geradezu unter dem Gewicht der Entwürdigung mit allen daraus entstehenden menschlichen und wirtschaftlichen Kosten. An diese traurige Tatsache wird man jedes Mal erinnert, wenn man einen Teil seiner Kleidung ausziehen muss, um an Bord eines Flugzeugs zu gelangen, oder seinen Tascheninhalt auf ein Förderband legen muss, um in ein Amtsgebäude gelassen zu werden. Frauen bekommen für die gleiche Tätigkeit ein Viertel weniger Lohn als Männer, für Angehör

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