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Akzeptanz- und Commitment-Therapie Therapeutische Skills kompakt von Flaxman, Paul E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.03.2014
  • Verlag: Junfermann
eBook (ePUB)
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Akzeptanz- und Commitment-Therapie

Grundlagen der Akzeptanz- und Commitment-Therapie Die Akzeptanz- & Commitment-Therapie, kurz ACT, ist eine moderne Verhaltenstherapie. Im Gegensatz zu eher traditionellen kognitiven Verhaltenstherapien zielt die ACT nicht darauf ab, unerwünschte Gedanken oder Emotionen zu reduzieren oder zu eliminieren. Die Klienten lernen stattdessen, ihre Energie auf ein zufriedenstellendes Leben zu fokussieren, und zwar trotz negativer Gedanken und Empfindungen. Dieses Buch demonstriert übersichtlich und einprägsam, wie das gelingen kann. Wie hat sich die ACT entwickelt? Was sind ihre typischen Kennzeichnen? Und wie grenzt sie sich von anderen Therapien ab? Hier erhalten Sie eine fundierte Einführung. Das Buch ist ein weiterer Band aus der Reihe 'Therapeutische Skills kompakt', in der Theorie und Praxis einzelner Therapieformen fundiert und kurzweilig vorgestellt werden.

Paul E. Flaxman, Professor der Psychologie an der City University in London.

John T. Blackledge, Assistant Professor an der Morehead State University in den USA.

Frank W. Bond, Professor der Psychologie an der Goldsmiths University in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 31.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955710118
    Verlag: Junfermann
    Originaltitel: Acceptance and Commitment Therapy
    Größe: 386kBytes
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Akzeptanz- und Commitment-Therapie

11. Achtsamkeit und Verhaltensveränderung: Verbesserung der psychischen Flexibilität

Obwohl sich alle sechs Kernprozesse der ACT überlappen, kombiniert man sie in jüngerer Zeit zu Prozessen des Achtsamkeit und der Akzeptanz und Prozessen der Veränderung von Engagement und Verhalten und geht davon aus, dass diese zusammenwirken, um die psychische Flexibilität zu verbessern (siehe beispielsweise Hayes, Strosahl, Bunting, Twohig & Wilson, 2004b). Der Hintergrund dieser Art, die einzelnen Komponenten zu kombinieren, ist es wert, hier erörtert zu werden.
Prozesse der Achtsamkeit und der Akzeptanz

Die Prozesse der Achtsamkeit und der Akzeptanz umfassen Kontakt mit dem gegenwärtigen Augenblick, Selbst-als-Kontext, Akzeptanz und kognitive Defusion. Eine eingehende Diskussion der Frage, weshalb das Etikett "Achtsamkeit" zu diesen vier Prozessen passt, findet sich bei Fletcher und Hayes (2005). Wir konzentrieren uns im Folgenden auf einige der erheblichen Überschneidungen zwischen diesen vier nicht getrennten Prozessen.
Kognitive Defusion und Selbst-als-Kontext

Defusionstechniken scheinen sehr oft ein kontextuelles Selbstempfinden zu vermitteln. Wenn die Konventionen der normalen Sprache in einem solchen Ausmaß verletzt werden, dass Gedanken beginnen, ihre Bedeutung zu verlieren, werden die Gedanken im Grunde zum Gegenstand einer Analyse – Gedanken da draußen , die man von hier aus bemerkt. Dies steht in scharfem Kontrast zum inhaltlichen Selbstempfinden, das auftritt, wenn selbstbewertende Gedanken in literaler Weise aufgefasst werden. Im letztgenannten Fall werden Gedanken typischerweise nicht als Gedanken erlebt, sondern als einfache Widerspiegelungen einer unumstößlichen Realität. Wird die Literalität, die dem inhaltlichen Selbstempfinden inhärent ist, dann aufgebrochen, so rücken diese Gedanken in ein neues Licht. Sie erscheinen nur noch als Wörter, die man betrachtet, und zwar von einem Ort aus, an dem sie das Selbst nicht definieren, sondern lediglich kleine Stücke "verbalen Verhaltens", die man an den Tag legt und beobachtet. Metaphorisch gesprochen ist der Übergang vom Selbst-als-Inhalt zum Selbst-als-Kontext so, als ob man sich in einem sehr mitreißenden und realistischen DVD-Film verlieren würde, bis man eine Defusion vornimmt und zum Kontext-Selbst wechselt, sobald man das Making-of ansieht, das all die technischen Tricks zeigt, durch die der fiktionale Film so unglaublich real wirkte. Somit kann man sagen, dass spezifische kontextbezogene Strategien zwar oft anders aussehen als spezifische Defusionsstrategien (siehe Kapitel 22 , 23 und 25 für Beispiele), es aber dennoch scheint, dass das Erleben der Defusion eigener Gedanken und die Übernahme eines Selbst-als-Kontext sehr oft gemeinsam auftreten.
Kontakt mit dem gegenwärtigen Augenblick und Selbst-als-Kontext

Wie in Kapitel 6 erörtert, dienen Defusionstechniken dazu, auf dem Weg einer Veränderung zentraler Aspekte des Kontextes, in dem Sprache (oder Denken) erlebt wird, die gewöhnlichen Funktionen der Sprache (also die "Bedeutung" von Wörtern und ihre Auswirkungen auf nachfolgendes Verhalten) zu unterbrechen. Und wie wir oben ausgeführt haben, besteht ein allgegenwärtiger Aspekt von Gedanken darin, dass sie sich auf die Vergangenheit oder die Zukunft konzentrieren. Die Konzentration auf die Gegenwart steht offensichtlich im Widerstreit mit dieser Konzentration auf Vergangenheit / Zukunft, und dieser Aspekt der Gegenwartsbezogenheit scheint der Defusion zu dienen.

Es gibt noch einen zweiten Grund (im Zusammenhang mit ei

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