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Chefsache: Führen! Wie Sie Ihr Unternehmen nach vorn bringen und Ihre Mitarbeiter begeistern von Mahler, Ursu (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.08.2012
  • Verlag: Junfermann
eBook (ePUB)
15,99 €
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Chefsache: Führen!

Manchmal erleben Mitarbeiter und Kollegen eine Führungskraft als "harten Hund". Sie müssen wissen und spüren: "Vorsicht, da versteht er gar keinen Spaß." Aber genauso müssen sie ihn erleben als jemanden, der einfühlsam ist, sich auch mal zurücknehmen kann und sagt: "Okay, da haben Sie recht." Führung umfasst also die ganze Klaviatur zwischen Autorität und Zugewandtheit und kann niemals nach dem Motto funktionieren: "Ich will immer partnerschaftlich sein." - Das wäre weltfremd und auch nicht wirklich unterstützend. Und es hört nie auf - das Lernen, eine gute Führungskraft zu sein. Bis zum Ende des Berufslebens wird es Überraschungen geben, neue Konstellationen und Bewährungsproben. Die wichtigsten Fähigkeiten erlernen sich nur in der Praxis, durch Erprobung vielfältiger Verhaltens- und Interventionsstrategien. Führung hat also viele Facetten - und die wichtigsten finden sich in diesem Buch. Ursu Mahler , viele Jahre in der Erwachsenenbildung tätig, seit 1990 Selbstständigkeit als Managementtrainerin und Coach mit eigenen Mitarbeitern. Zertifizierte DISG-Trainerin und Unternehmensberaterin. Autorin diverser Artikel zu Themen wie Konfliktverhalten, Selbstmanagement und Gesprächspsychologie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 152
    Erscheinungsdatum: 24.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783873878877
    Verlag: Junfermann
    Größe: 868 kBytes
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Chefsache: Führen!

1. Vom Kollegen zum Vorgesetzten

"Wer gute Mitarbeiter halten will, muss zur emotional intelligenten Führungskraft heranreifen,
denn die Leute trennen sich nicht von schlechten Unternehmen, sondern von schlechten Chefs."

Daniel Goleman

Matthias Matthau arbeitet in einem europaweit tätigen Logistik-Unternehmen, das jedes Jahr viele Millionen Euro Umsatz macht. Direkt nach dem Studium hat er dort angefangen, vor sechs oder sieben Jahren. In technischen oder betriebswirtschaftlichen Fragen kann ihm niemand das Wasser reichen, viele Kollegen fragen ihn um Rat. Auch seinen Vorgesetzten ist der kompetente Mitarbeiter längst aufgefallen.

"Und jetzt wollen sie mich zur Führungskraft machen, stellen Sie sich vor, Frau Mahler!", sagt er, als er zum ersten Mal zu mir ins Coaching kommt. Er sagt es keineswegs erfreut, im Gegenteil: Er wirkt eher leicht verzweifelt.

"Das ist doch eine erfreuliche Nachricht, Herr Matthau", antworte ich. "Wo liegt das Problem?"

"Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, wie man führt . Deswegen bin ich bei Ihnen, Frau Mahler. Ich brauche Rüstzeug. Natürlich habe ich bei verschiedenen Projekten schon mit Leuten zusammengearbeitet, aber noch nie in allein verantwortlicher Position. Bei Motoren oder Transportplänen oder Kalkulationen fühle ich mich sicher. Da bin ich top. Doch in Punkto Führung gar nicht. Ich weiß nicht, ob ich mir das überhaupt zutrauen kann."

"Keine Sorge", beruhige ich ihn. "Einen hoffnungslosen Fall habe ich noch nicht erlebt - und ich arbeite seit Jahrzehnten mit Führungskräften. Fast jeder Mensch kann lernen zu führen. Aber eben: lernen - von der Pike auf! Das geht nicht von heute auf morgen. Es hat wenig mit Ihrem bisherigen Aufgabenfeld zu tun. Führen ist ein ganz eigenständiger Bereich."

"O.k., dann bringen Sie mir es bei, Frau Mahler!", sagt er vertrauensvoll.

Dieses Gespräch liegt einige Zeit zurück. Seither kommt Matthias Matthau an jedem zweiten Donnerstag für einige Stunden zu mir. Dann erarbeiten wir ganz dezidiert Führung . Inzwischen weiß ich, was seine Kollegen und Vorgesetzten an ihm schätzen: Er besitzt ein grandioses Fachwissen, ist unglaublich schnell im Kopf, aufgeschlossen und freundlich - eine Freude, mit ihm zu arbeiten! Immer noch rührt es mich, wenn er nach fast jeder Coaching-Sitzung voller Staunen und mit großen Augen sagt: "Frau Mahler, ich habe heute wieder so viel gelernt. Jetzt erst merke ich, was Führung wirklich ist! Was man alles dazu braucht!"

Abbildung 1: Nur wer die Herzen bewegt ...
1.1 Nachwuchskräfte - der Sprung in die Führungsebene

Ich kann mich gut in Herrn Matthau hineinversetzen. Denn als mir meine erste Führungsaufgabe übertragen wurde, waren meine eigenen Gedanken und Gefühle ganz ähnlich. Ich weiß noch genau, wie ich damals dachte: "Kann ich das?! Das schaffe ich nie! Dazu bin ich zu wenig ausgebildet und nicht gut genug!"

Führung hat viele Facetten: Mitarbeiter und Kollegen müssen mich erleben als manchmal "harten Hund". In bestimmten Situationen müssen sie wissen und spüren: "Vorsicht, das kannst du mit der Mahler nicht machen, da wird sie zur Furie und versteht gar keinen Spaß." Aber sie müssen mich genauso erleben als jemanden, der einfühlsam ist, sich auch mal zurücknehmen kann und sagt: "Okay, da haben Sie recht." Oder: "Ja, das ist Ihr Gebiet, entscheiden Sie selbst, Sie machen das bestens." Die ganze Klaviatur zwischen Autorität und Zugewandtheit. Führung nach dem Motto: "Ich will immer partnerschaftlich sein und bin stets und ständig auf deiner Seite, lieber Mitarbeiter" - das geht nicht. Das wäre weltfremd und auch nicht wirklich unterstützend.

In vielem hat Führung Parallelen zur Kindererziehung. Mit Kindern muss ich sehr liebevoll umgehen, um sie überhaupt zu motivieren und zu bewegen. Ich muss

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