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Das Enneagramm in Coaching, Beratung und Training von Heinrichs, Johannes (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.10.2015
  • Verlag: Beltz
eBook (ePUB)
39,99 €
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Das Enneagramm in Coaching, Beratung und Training

Die Arbeit mit dem Enneagramm hat sich als innovative Methode in Coaching und Psychotherapie bewährt. Um möglichst vielen den Zugang zu erleichtern, konkretisieren die Autoren, was das Enneagramm ist, wie es angewandt wird, und liefern seine philosophische Begründung. Speziell für dieses Buch wurde ein neuer Enneagrammtest entwickelt und gründlich getestet. Die Autoren erweitern die herkömmlichen neun Haupttypen des Enneagramms auf 81 Subtypen. Das ermöglicht einen verfeinerten Einsatz. Das Enneagramm unterscheidet neun verschiedene Persönlichkeitsmuster und beschreibt ihre Beziehungen zueinander. Es trägt dazu bei, die Dynamik zwischen Menschen verschiedenen Musters zu verstehen und damit zwischenmenschliche Probleme zu lösen. Dank dieser Möglichkeit findet das Enneagramm Verwendung in der humanistischen Psychologie und im Coaching. Es ermöglicht sowohl den Beratern als auch den Beratenen ein besseres Selbstverständnis und ein größeres Verständnis für das Gegenüber. Östlich-spirituelles Denken und westlich-wissenschaftliche Denkart finden in diesem Buch zueinander. Durch die Zusammenarbeit zweier in ihrem Gebiet hochkarätiger Autoren verbindet sich praktische Trainingserfahrung mit philosophischer Durchdringung. Aus dem Inhalt: - Die philosophischen Grundlagen - Die bewährte Charaktertypologie in neuer Sicht - Die weiterentwickelte Typologie - Der Enneagrammpraxistest Johannes Heinrichs, Professor für Philosophie und Sozialökologie. Autor von über 30 Büchern, darunter "Revolution der Demokratie", "Sprache in 5 Bänden", "Die Logik des europäischen Traums", "Integrale Philosophie". Er lebt in Duisburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 278
    Erscheinungsdatum: 07.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783407294364
    Verlag: Beltz
    Größe: 8890 kBytes
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Das Enneagramm in Coaching, Beratung und Training

Das siebenfache Wesen des Menschen

"Zahlen beweisen gar nichts.

Wohl können sie Kurzformeln von Einsichten sein."

Wie kommt es dazu, eine Neunheit von Menschentypen anzusetzen?

Kommt die Neun als drei mal drei zustande, und welche Dreiheit wäre dafür grundlegend?

Bei diesen Fragen unter den vorhin gestellten sollten wir ansetzen, weil es diejenigen nach dem Grundlegenden für das Enneagramm sind. Um die Antwort thesenhaft vorwegzunehmen und damit die Orientierung im folgenden Begründungsgang zu erleichtern:

Der Mensch ist ein Kompositum, eine Dreiheit aus Körper, Seele und Geist.

Dieser Satz scheint nicht besonders aufregend, nachdem die Dreiheit von Körper, Seele und Geist besonders in der Esoterikszene viel genannt wird und bekannt ist. Das Bekannte ist aber nicht schon das Erkannte. Wäre es in diesem Falle so, dann könnte auch die akademische Philosophie sich ihr nicht verschließen. Denn in der abendländischen Tradition herrscht seit Aristoteles der Dualismus von Körper und Geist vor. Dieser Dualismus wird mit dem anderen von Körper und Seele einfach gleichgesetzt. Es könnten hier unzählige gelehrte Abhandlungen zu Körper und Geist beziehungsweise Körper und Seele aufgelistet werden. Allen ist gemeinsam, dass sie schon deshalb zu keinem befriedigenden Resultat kommen, weil die Begriffe Seele und Geist nicht unterschieden werden. Besonders die heute vorherrschende materialistische Mentalität, wie dies beispielsweise in der Hirnforschung der Fall ist, kümmert sich um diesen "feinen" Unterschied nicht.

Die aus der Esoterik bekannte Dreiheit geht auf indische Traditionen zurück, mit denen im Abendland nur der (in dieser Hinsicht vergessene) Platon und seine Strömung korrespondierten. Doch da man keine genaueren Begriffe einführt, bleibt dieser Gegensatz von der professionellen Philosophie unbeachtet. Man lebt in ganz verschiedenen Bewusstseinswelten, um nicht zu anspruchsvoll von Denkwelten zu sprechen. Die denkende Klärung dieses Gegensatzes bleibt eben aus.

Die Esoterik hat in der Sache recht, doch ihre Vertreter bemühen sich höchst selten um "zünftige" Klärung und sorgfältige Einführung der Begriffe Körper, Seele und Geist. Also können sie die akademischen Dualisten nicht aus ihrem Dornröschenschlaf aufwecken. Mit Liebesküssen kann das in diesem Fall nicht geschehen, nur mit begrifflicher Sorgfalt. Solange das nicht geschieht, sind die Esoteriker selbst schuld, wenn sie von den akademischen Philosophen beziehungsweise meist Philosophiehistorikern nicht ernst genommen werden. Sie bleiben der Welt selbst etwas schuldig, was diese zur Veränderung bewegen könnte - und wundern sich darüber.
Vorbereitend: die vier Sinnelemente des menschlichen Handelns

Um an die drei Wesensbestandteile oder -konstituenzien des Menschen begrifflich sauber heranzukommen und sie nicht nur dogmatisch zu setzen, müssen wir in der heutigen geistesgeschichtlichen Situation beim Bewusstsein und Handeln des Menschen ansetzen.

Alles menschliche Handeln, einschließlich der inneren Bewusstseinsvollzüge, bewegt sich zwischen folgenden grundlegenden Polen oder Sinnelementen:

Die grundlegenden Sinnelemente menschlicher Bewusstseinsvollzüge und Handlungen

Diese vier Sinnelemente sind gleichursprünglich, das heißt nicht weiter aufeinander rückführbar. Eine solche Gleichursprünglichkeit bricht bereits den altabendländischen Subjekt-Objekt-Dualismus auf, mit seinen ihn kennzeichnenden Entweder-oder-Alternativen zu einer logischen Mehrwertigkeit, hier Vierwertigkeit. Für Johannes Heinrichs' Denken ist seit 1975 folgendes Beziehungsgefüge menschlicher Bewusstseinsvollzüge und Handlungen maßgebend:

"Ich" ist Selbstbezüglichkeit, die wenigstens anfängliche Einheit von Erkennenden

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