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Das Ernährungsgefühl Wie Emotionen unser Essverhalten beeinflussen von Mühl, Melanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.01.2021
  • Verlag: hanserblau
eBook (ePUB)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 25.01.2021 per Download lieferbar

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Das Ernährungsgefühl

Schluss mit Diät: Melanie Mühl zeigt unterhaltsam und wissenschaftlich fundiert, warum ein achtsamer Umgang mit Ernährung wichtig ist. Der Nachfolger von 'Die Kunst des klugen Essens'. Bei Langeweile essen wir salzig, und Angst ist der größte Feind gesunder Ernährung. Unsere Gefühle beeinflussen unser Essverhalten - und umgekehrt. Gesunde Ernährung beginnt nicht mit einem perfekten Essensplan, sondern mit einer stabilen, aufmerksamen Beziehung zu unserem eigenen Ich. Melanie Mühl zeigt unterhaltsam und wissenschaftlich fundiert, warum ein achtsamer Umgang mit Ernährung wichtig ist. Damit wir im Einklang mit dem eigenen Körper und unserem Wohlbefinden lustvolles Essen genießen können. Melanie Mühl, 1976 in Stuttgart geboren, wuchs in Bayreuth auf. Sie studierte Germanistik und Journalismus an der Universität Karlsruhe und der Queens University, Kingston, Ontario. Seit Oktober 2006 ist sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ihr Buch Die Kunst des klugen Essens stand monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 25.01.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446266940
    Verlag: hanserblau
    Größe: 1321 kBytes
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Das Ernährungsgefühl

Blue Zones

I karia ist eine kleine Ägäis-Insel mit verwinkelten Gassen, weißen Postkartenhäuschen und einem Strand, der so schön ist, dass die Ikarianer ihn "Seychelles" genannt haben, was gar nicht nötig gewesen wäre, weil das Außergewöhnlichste an dieser Insel nichts mit ihren landschaftlichen Reizen zu tun hat, sondern mit den Einheimischen selbst. Diese glücklichen Menschen werden steinalt, und zwar in einem derart fitten Zustand, dass man sich verwundert fragt, wie das möglich ist. An guten genetischen Voraussetzungen kann das nur zu einem kleinen Teil liegen, denn unsere Gene sind lediglich zu etwa 25 Prozent für Langlebigkeit verantwortlich.

Ikaria zählt zu den sogenannten Blue Zones , jenen im Vorwort erwähnten Orten, die eine auffallend hohe Konzentration von sehr alten, gesunden Menschen aufweisen und die hier noch mal genannt werden sollen: Okinawa, Nicoya, Sardinien (besonders die Dörfer der Bergregion Barbagia, wo in der Gemeinde Seulo zwischen 1996 und 2016 zwanzig Hundertjährige lebten), Loma Linda (dort ist eine große Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten ansässig, die etwa zehn Jahre länger leben als der durchschnittliche Amerikaner) und eben Ikaria. Entdeckt haben die Blue Zones der belgische Demograph Michel Poulain und der italienische Altersforscher und Mediziner Gianni Pes. Auf der Landkarte markierten sie die Zonen mit einem blauen Stift, daher der Name. Durch einen 2004 veröffentlichten Bericht der beiden Forscher wurde der Wissenschaftsautor Dan Buettner, der inzwischen als eine Art Blue-Zones -Experte gilt, auf Poulain und Pes aufmerksam. Buettner schrieb eine Titelgeschichte für das Magazin "National Geographic" unter der Überschrift: "The secrets of a long life". Der Begriff Blue Zones fiel darin zum allerersten Mal.
Die mediterrane Ernährung von Ikaria und Sardinien: Fettreich, einfach, von hoher Qualität

Doch wie genau leben nun die Bewohner der Blue Zones ? Die Ikarier zum Beispiel sammeln Wildgemüse und Wildkräuter, die sie in der Küche verarbeiten und aus denen sie morgens und abends Tee zubereiten. Schließlich wachsen mehr als 150 verschiedene Kräuter auf der Insel. Mittags, nach der reichhaltigsten Mahlzeit des Tages, legen sich die Ikarier für ein kleines Nickerchen hin, und abends gönnen sie sich gern in geselliger Runde ein Glas Rotwein. Dan Buettner listet in seinem Buch The Blue Zones Solution die wichtigsten Nahrungsmittel der Ikarier auf:

Olivenöl

Wilde Kräuter

Kartoffeln (werden so gut wie täglich verzehrt, ohne Butter, Sour Cream und auch nicht in Form von Pommes)

Schwarze Erbsen

Feta

Kichererbsen

Zitronen

Honig

Tee aus heimischen Kräutern

Kaffee (schwarz und stark)

Die Athener Kardiologin Christina Chryssohoou vermutet, dass auch regelmäßiger Sex bis ins hohe Alter zur Langlebigkeit der Ikarier beitrage, jedenfalls deutet darauf eine mehrjährige Studie mit mehr als 23.000 griechischen Probanden hin, unter denen sich auch Ikarier befanden, die ihr Sexleben als recht aktiv beschrieben hatten.

Die berühmte mediterrane Ernährung stellen sich wohl viele so ähnlich vor, wie es Andreas Michalsen, Chefarzt für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin und Autor des Bestsellers Mit Ernährung heilen , in jungen Jahren getan hat. Michalsen, damals auf Reisen in Nordspanien, bestellte in einer kleinen Pension das einzige Menü auf der Karte, nach Art des Hauses. "Ich war begeistert und stellte mir vor, dass es nun leckeren Tintenfisch, Manchego-Käse und Paella geben würde", schreibt er in seinem Buch. Serviert wurden allerdings vier Gänge: "eine Gemüsesuppe, Salat, zwei gefüllte Teller mit Gemüse - Aube

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