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Das Leben annehmen So hilft die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) von Wengenroth, Matthias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.11.2016
  • Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
eBook (PDF)
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Das Leben annehmen

Kämpfen Sie mit Gefühlen und Gedanken, die Ihnen das Leben schwermachen? Haben Sie schon vieles ausprobiert, um dagegen anzugehen, und sind dabei kaum weitergekommen? Und haben Sie das Gefühl, dass währenddessen das Leben an Ihnen vorbeizieht? Die diesem Buch zugrundeliegende Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), die hier in leicht verständlicher und unterhaltsamer Weise vorgestellt wird, bietet neuartige und sehr erhellende Einblicke in die Ursachen menschlichen Leidens. Zudem zeigt ACT auf, wie wir besser mit den schwierigen Aspekten des Menschseins umgehen und gleichzeitig die eigenen Fähigkeiten und Stärken weiterentwickeln können. Dieses Buch hilft Ihnen dabei! Es zeigt Ihnen, wie Sie mithilfe einfacher, aber nachweislich wirksamer Methoden selbst die Voraussetzungen dafür schaffen können, vom Leben das zu bekommen, wonach Sie sich tief in Ihrem Inneren sehnen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 309
    Erscheinungsdatum: 08.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456956831
    Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
    Größe: 3819 kBytes
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Das Leben annehmen

Kapitel 2 - Warum wir Menschen leiden

Ich war der Überzeugung, mein Gehirn sei das wunderbarste Organ meines Körpers. Bis mir klar wurde, wer mir dies sagte.

Emo Phillips

Jeder Mensch hat in seinem Leben schmerzliche Erfahrungen gemacht. Jeder Mensch hat gelitten, und es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass Menschen irgendwann einmal an einen Punkt kommen, an dem sie vor Schmerz und Leid krank werden oder gar ihren Lebensmut verlieren. Und dies trifft auch auf Menschen zu, die von außen betrachtet alles haben, um glücklich zu sein, ja, die oft sogar von anderen beneidet werden, weil sie erfolgreich, wohlhabend und beliebt sind.

Stellen Sie sich vor, wir hätten die Möglichkeit, einem Menschen aus dem Mittelalter von unserem Leben zu erzählen. Er würde sich nach unserem Alltag erkundigen: Wie sehen eure Wohnungen aus? Was tut ihr gegen Schmutz und Gestank? Was gegen die Kälte und die Hitze? Wie bewegt ihr euch fort, und welche Möglichkeiten habt ihr, euch die Langeweile zu vertreiben? Wie oft werdet ihr von Wegelagerern oder wilden Tieren überfallen? Wie schafft ihr es, euch zu ernähren, und was tut ihr, wenn ihr krank werdet? Wie alt werdet ihr überhaupt, und wie viele eurer Kinder sterben in den ersten Lebensjahren? Und so weiter.

Würden ihn unsere Antworten auf diese Fragen nicht zwangsläufig zu dem Schluss führen, dass wir - die Durchschnittsmenschen in der westlichen Welt des 21. Jahrhunderts - in einem regelrechten Paradies leben und ausgesprochen glücklich sein müssten? Wir alle wissen, dass dies nicht so ist. Natürlich ist die Frage schwer zu beantworten, ob wir glücklicher oder unglücklicher sind als Menschen, die zu anderen Zeiten auf der Erde gelebt haben; aber dass wir nicht so glücklich sind, wie es unsere äußeren Lebensumstände vermuten lassen könnten, ist unstrittig. Während es vor allem in den zurückliegenden hundert Jahren sagenhafte Fortschritte in Wissenschaft und Technik gegeben hat, sind wir auf dem Gebiet des menschlichen Verhaltens und Erlebens so gut wie gar nicht weitergekommen. Die Probleme auf diesem Gebiet sind immer noch bedrückend groß - und zwar nicht nur die, die in die Rubrik psychische Störungen fallen, wie Depressionen, Zwänge, Ängste oder Suchtprobleme. Auch viele andere Schwierigkeiten, die den Umgang des Menschen mit sich selbst und anderen betreffen, sind nach wie vor ungelöst. Gier, Egoismus, Rachsucht, Hass, Gewalt, Diskriminierung - die Liste ließe sich lange fortsetzen. Es scheinen eher noch Probleme hinzuzukommen oder zumindest an Häufigkeit zuzunehmen (beispielsweise Mobbing oder Ess-Störungen), und die Probleme, die es schon immer gab ( z.B. aggressives Verhalten oder Besitzsucht) haben heute, gerade aufgrund des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, oft noch viel dramatischere Auswirkungen als zu früheren Zeiten der Menschheit; denken wir beispielsweise an die Gefahren durch Terrorismus oder Umweltverschmutzung.

Menschen leiden, Tiere leiden. Ein Tier kann frieren, Hunger und Durst empfinden, Schmerz spüren, kann in Panik geraten, kann vielleicht sogar trauern. Aber während ein Tier, das alles hat, was es zum Leben braucht, natürlich und spontan die Möglichkeiten nutzt, die es in seiner Umgebung vorfindet, scheinen wir Menschen uns häufig selbst im Wege zu stehen. Anstatt uns unserer Fähigkeiten zu bedienen und unseren Spielraum zu nutzen, verzagen wir oft angesichts einer Herausforderung und geben auf, obwohl wir, nüchtern betrachtet, alle Chancen gehabt hätten, die Aufgabe zu meistern. Wir verstricken uns in sinnlose Grübeleien, quälen uns mit zermürbenden Schuldgefühlen, gefährden oder zerstören gar unsere Gesundheit, indem wir schädliche Substanzen zu uns nehmen oder zu viel oder zu wenig essen. Wir ziehen uns immer weiter zurück, bauen eine Mauer um uns auf, lassen niemanden an uns heran - und klagen gleichzeitig darüber, dass wir so einsam sind. Wir entwickeln st

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