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Die 5 Wirkfaktoren der systemisch-integrativen Therapie und Beratung von Cormann, Walther (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.04.2014
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)
21,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die 5 Wirkfaktoren der systemisch-integrativen Therapie und Beratung

Wie gut eine Psychotherapie gelingt, hängt nicht von Glück oder Zufall ab. Es gibt - so Walther Cormann - eine innere Logik, eine Struktur erfolgreichen therapeutischen Vorgehens. Er beschreibt Schritt für Schritt, wie das komplexe Geschehen in einer systemisch-integrativen Psychotherapie oder Beratung strukturiert, an den fünf Wirkfaktoren ausgerichtet und in Form der "Beratungsschleife" umgesetzt wird. Auf dieser Basis kann dann kreativ-spielerisch, lebendig, emotional und humorvoll interveniert werden. Das Ziel: gemeinsam mit dem Klienten neue Sichtweise und bessere Einstellungen zu erarbeiten und ein anhaltend positives Lebensgefühl zu fördern. Die fünf Wirkfaktoren: 1. Die Therapeutenpersönlichkeit 2. Das Setting 3. Die Therapie- und Beratungsschleife 4. Die Methoden 5. Die Mitverantwortung der Klienten DAS Aus- und Weiterbildungsbuch zur systemisch-integrativen Therapie und Beratung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 230
    Erscheinungsdatum: 26.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608106572
    Verlag: Klett-Cotta
    Serie: Leben lernen (LL) Bd.268
    Größe: 3873 kBytes
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Die 5 Wirkfaktoren der systemisch-integrativen Therapie und Beratung

2.2 Das Setting

In diesem Kapitel werden die erforderlichen Grundlagen und der notwendige Rahmen für eine gelingende Psychotherapie und Beratung gleichermaßen erläutert. Jedes Haus benötigt ein Fundament, damit es einen guten Stand hat und über lange Zeit stabil bleibt. Das Fundament in der Psychotherapie und Beratung ist die beidseitige Motivation zur Erarbeitung und Umsetzung von notwendigen Veränderungen im Leben des Klienten. Hierzu muss nicht nur der Klient hinreichend motiviert sein. Auch der Therapeut muss sich fragen, ob er bereit ist, sich mit diesem speziellen Klienten und dessen Problemen, Fragestellungen und Zielen, seiner Lebensgeschichte und Lebenszukunft zu beschäftigen. Um dieser Frage nachzugehen und sie beantworten zu können, bedarf es im Vorfeld der eigentlichen Therapie ein Vorgespräch, auch Auftragsklärungsgespräch genannt. Während dieses Gesprächs, das aufseiten des Therapeuten einen Angebotscharakter für seine Dienstleistung hat und für den Klienten klären soll, ob er dem Therapeuten einen Auftrag für eine Therapie erteilen möchte, wird in den meisten Fällen erkennbar, welche Auftragsdynamik vorzufinden ist. Ich unterscheide die folgenden vier Auftragsdynamiken:

Der selbstmotivierte Klient: Er kommt aus freien Stücken, hat ein eigenes Anliegen und erwartet durch die Therapie eine Verbesserung seiner Lebenslage für sich selbst.
Der unmotivierte, geschickte Klient: Er befindet sich im Beschwerdemodus und hat zunächst kein eigenes Anliegen. Er möchte keine Behandlung, sondern findet, dass die anderen das Problem sind oder ihm ein Problem machen, weil sie meinen, er müsste sich ändern. Diesem Klienten wird also ein Problem gemacht, und er wird mehr oder weniger gezwungen, sich einer Therapie oder Beratung zu unterziehen. Dies kann man sich gut bei Jugendlichen vorstellen oder auch, wenn der Partner oder die Partnerin den anderen zur Therapie drängt oder auch hiermit erpresst. Auch kann es gerichtliche Auflagen an Eltern geben, sich einer Therapie zu unterziehen, ohne dass sie hierzu selber motiviert sind.
Der Klient als Gast: Er ist bereit mitzukommen, meint jedoch, sich nicht wirklich einbringen zu können, da er zu wenig Erfahrung oder Einfluss hat.
Der Klient als Co-Therapeut: Er ist oft in Paartherapien anzutreffen. Seine Rolle besteht darin, für den Partner oder die Partnerin zu sprechen und mit dem Therapeuten über sie/ihn und die richtige Behandlungsweise zu verhandeln bzw. verhandeln zu wollen. Solche Klienten zeigen sich als die absoluten "Therapieexperten".
Für den Therapeuten ist es in jedem Fall wichtig, sich ein starkes Fundament für eine gelingende Therapie zu schaffen. Unklare Auftragslagen holen einen später immer wieder ein und belasten den Therapieprozess. Deshalb müssen widersprüchliche oder unerfüllbare Aufträge kommuniziert werden. Der Therapeut schildert sein Therapeutendilemma, macht es deutlich und durchschaubar. Er beschreibt seine Zwickmühle und die Vorteile einer widerspruchsfreien Auftragslage für den Therapeuten und für das Klientensystem. Hierzu ein Beispiel aus einer Paartherapie:

"Herr X, Sie möchten, dass ich in der Therapie dafür sorge, dass sich Ihre Frau ein anderes Verhalten zulegt, welches sie aber für sich ablehnt. Und Sie, Frau Y, möchten durch die Therapie erreichen, dass sich Ihr Mann in einer bestimmten Weise als Mann zeigt, die er für sich selbst aber nicht akzeptiert. Das bedeutet nun für mich, dass ich immer gegen das Interesse des einen arbeiten würde, wenn ich das Interesse des anderen unterstütze. Ich käme also vermutlich in Teufels Küche. Ist das nachvollziehbar für Sie beide? Deshalb m&

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