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Grundlagen der Sportpsychologie (Enzyklopädie der Psychologie : Themenbereich D : Ser. 5 ; Bd. 1)

  • Verlag: Hogrefe Verlag
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Grundlagen der Sportpsychologie (Enzyklopädie der Psychologie : Themenbereich D : Ser. 5 ; Bd. 1)

Der Enzyklopädieband gibt einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Sportpsychologie. Der Band fasst den aktuellen Kenntnisstand der sportpsychologischen Forschung zusammen und ist damit ein "Muss" für jeden Sportpsychologen in Forschung und Praxis. Renommierte Kolleginnen und Kollegen des Faches berichten über die Geschichte des Faches, nehmen Stellung zur Systematik und referieren den state of the art zu den Bereichen Motorisches Lernen und Motorische Entwicklung, Informationsverarbeitung, Soziale Kognitionen, Persönlichkeit, Lehren und Lernen, Sozialisation, Motivation, Emotion und Soziale Interaktion. Das Buch fasst damit in bislang einmaliger Breite den derzeitigen Erkenntnisstand der sportpsychologischen Forschung zusammen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 845
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840905759
    Verlag: Hogrefe Verlag
    Größe: 4932 kBytes
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Grundlagen der Sportpsychologie (Enzyklopädie der Psychologie : Themenbereich D : Ser. 5 ; Bd. 1)

7. Kapitel (S. 375-376)

Differentielle Sportpsychologie – Sport und Persönlichkeit

Achim Conzelmann

Fragen des Zusammenhangs zwischen Sport und Persönlichkeit gehören – historisch gesehen – zu den populärsten Themen der Sportpsychologie (z. B. Singer, 2000, Tenenbaum &, Bar-Eli, 1995, Vealey, 2002). Sowohl zu Sozialisationswirkungen sportlicher Aktivitäten auf die Persönlichkeit als auch zur Bedeutung einzelner Persönlichkeitsmerkmale oder der Persönlichkeitsstruktur für die Aufnahme einer bestimmten sportlichen Aktivität oder für das Erzielen sportlicher Erfolge liegt eine Vielzahl empirischer Studien vor. Wenngleich die "Blütezeit" (Singer, 2000, S. 299) sportwissenschaftlicher Persönlichkeitsforschung schon einige Jahre zurückliegt (vgl. Abschnitt 2), so ist die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Sport und Persönlichkeit nach wie vor zentral für die Sportwissenschaft und besonders für die Sportpsychologie. Wichtige Fragen der Sportpraxis und wichtige Legitimationsfragen sportbezogener Interventionen in verschiedenen Feldern (Schule, Verein, Therapie) sind damit verbunden. Trotz oder vielleicht gerade wegen der intensiven Beschäftigung mit der Thematik ist eine inhaltliche Abgrenzung schwierig. Geht man von weiten Definitionen von "Sport" und "Persönlichkeit" aus und verzichtet – wie dies häufig geschieht – auf eine Spezifikation des "und", so fällt es schwer, sportpsychologische Themen zu finden, die nicht mit dem Etikett "Sport und Persönlichkeit" versehen werden könnten, weshalb Eingrenzungen vorzunehmen sind. Der Beitrag orientiert sich thematisch zunächst am Gegenstand der Persönlichkeits- bzw. der Differentiellen Psychologie, wobei hier bereits Einschränkungen notwendig sind. Da erstens eine umfassende Bearbeitung differenzieller Fragen der Sportwissenschaft den Rahmen sprengen würde und zweitens Teilbereiche der Persönlichkeit insbesondere auch in anderen Beiträgen dieses Bandes behandelt werden, erfolgt eine Schwerpunktsetzung in Richtung einer ganzheit lichen Betrachtung der Persönlichkeit. Ein zweiter Strukturierungsaspekt ist die Frage, welche persönlichkeitspsychologischen Themen in der Sportwissenschaft bislang bearbeitet wurden und/oder zukünftig von Interesse sein werden. Dabei sind zwei Schwerpunkte zu identifizieren: (1) Persönlichkeitsmerkmale als Prädiktoren für sportliche Höchstleistungen (sog. S = f(P)-Hypothesen), (2) Sport als ("positiver") Sozialisationsfaktor für die Persönlichkeitsentwicklung (sog. P = f(S)-Hypothesen). Aus diesen Prämissen ergibt sich folgende Gliederung des Beitrags: Zunächst geht es um eine Präzisierung des Gegenstands "Sport und Persönlichkeit", anschließend wird ein historischer Abriss gegeben sowie Stand und Perspektiven der sportwissenschaftlichen Persönlichkeitsforschung dargestellt. Darauf aufbauend werden zwei Anwendungsfelder diskutiert: Persönlichkeit und sportliche Höchstleistung und Sport als Sozialisationsfaktor für die Persönlichkeitsentwicklung.

1 Der Gegenstand "Sport und Persönlichkeit"

Unter dem Etikett "Sport und Persönlichkeit" werden unterschiedliche Fragestellungen mit uneinheitlichen theoretisch-methodischen Ansätzen bearbeitet. Es handelt sich demnach um keinen homogenen Themenbereich und erst recht nicht um ein "Forschungsprogramm" im Sinne von Herrmann (1994), das sich durch ein gemeinsames Problem und damit durch einen gemeinsamen Annahmenkern auszeichnet. Die Heterogenität der Themen verlangt nach einer Abgrenzung des Gegenstands

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