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Ingenieurpsychologie Psychologische Grundlagen und Anwendungsgebiete von Vollrath, Mark (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2015
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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Ingenieurpsychologie

Technische Systeme prägen immer stärker unseren Alltag. Ziel der Ingenieurpsychologie ist es, einen einfachen und angenehmen Umgang mit diesen Systemen zu ermöglichen. Ausgehend von der menschlichen Informationsverarbeitung beschreibt das Lehrbuch wesentliche Anwendungsgebiete und Methoden. Bei der Systemgestaltung sind die Ausgabe von Informationen (Displays, Sound, Sprache) und die Bedienung zu beachten. Neben der Mensch-Computer-Interaktion führen Assistenz und Automation zu ganz neuen Anforderungen an den Nutzer, die zu berücksichtigen sind.

Prof. Dr. Mark Vollrath ist Leiter des Lehrstuhls für Ingenieur- und Verkehrspsychologie der TU Braunschweig und seit mehr als 20 Jahren im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 218
    Erscheinungsdatum: 11.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170288362
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 3416 kBytes
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Ingenieurpsychologie

2 Psychologische Modelle


Inhalt

Ein psychologisches Grundmodell zeigt einerseits, welche kognitiven Prozesse bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Interaktion berücksichtigt werden müssen und liefert eine Strukturierung der Aufgabengebiete der Ingenieurpsychologie. Andererseits kann so ein Überblick über vorhandenes Wissen geliefert werden, der in den folgenden Kapiteln bei den jeweiligen Anwendungsfeldern vertieft wird. Die Wahrnehmung und das Verständnis von visuellen Informationen sind bei einer Vielzahl technischer Systeme wesentlich. Mit dem SEEV-Modell wird ein Grundverständnis über das Zusammenspiel zwischen Wahrnehmung und Aufmerksamkeit vermittelt. Die Darstellung des Modells der multiplen Ressourcen ergänzt dies im Hinblick auf geteilte Aufmerksamkeit und Doppeltätigkeiten. Damit sind wesentliche psychologische Themenbereiche beschrieben, die als Grundlage für die Anwendung im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion genutzt werden.

Der Ansatzpunkt der Ingenieurpsychologie ist es, das Wissen um kognitive Prozesse, die das Handeln von Menschen steuern, bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Interaktion zu nutzen und zu mehren. Es geht also darum, wie Menschen die Umwelt wahrnehmen, wie sie die aufgenommenen Informationen verarbeiten, diese im Hinblick auf ihre Handlungsziele bewerten und dann motorische oder sprachliche Reaktionen planen und ausführen, um ihre Ziele zu erreichen. Diese kurze Beschreibung enthält wesentliche Elemente eines psychologischen Grundmodells der Handlungssteuerung, das in Kapitel 2.1 dargestellt wird. Aus diesem Grundmodell ergeben sich typische Fragestellungen von Ingenieurpsychologen für die Entwicklung der Mensch-Maschine-Schnittstelle:

- Welche Ziele verfolgt der Nutzer bei der Interaktion mit dem System?

- Welche Informationen sollte das System liefern und wie sollten diese präsentiert werden?

- Wie kann der Nutzer das System steuern und welche Bedienelemente werden genutzt?

Damit unterstützt das psychologische Grundmodell eine systematische, strukturierte Vorgehensweise bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Interaktion. Für die einzelnen Elemente des Modells liegen außerdem detaillierte, spezielle Modelle vor, in denen vorhandenes Wissen zusammengefasst ist, und aus denen sich direkt Konsequenzen für die Gestaltung ableiten lassen. So ist z. B. die visuelle Wahrnehmung in vielen Bereichen der wichtigste Zugang zu Informationen. Allerdings können nur die Objekte, die im Zentrum des Sehfeldes abgebildet werden, wirklich tief verarbeitet werden. Deshalb muss man beim Lesen die einzelnen Worte nacheinander fixieren, um so den Satz zu lesen und zu verstehen. Wenn wichtige Informationen aufgenommen werden sollen, muss man demnach dafür sorgen, dass diese entweder dort dargeboten werden, wo der Nutzer häufig hinschaut. Oder man muss durch eine entsprechende Gestaltung (z. B. Blinken) dafür sorgen, dass diese Objekte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Das Grundmodell als strukturierendes Element für die verschiedenen Ansatzpunkte der Ingenieurpsychologie wird in Kapitel 2.1 dargestellt. Wesentliche Grundzüge der dabei beteiligten Prozesse werden dann jeweils im Rahmen der entsprechenden Aufgabengebiete vertieft. So findet sich in Kapitel 4 bei der Gestaltung visueller Informationen und Anzeigen ein Überblick über visuelle Wahrnehmung und Aufmerksamkeit. In Kapitel 5 über akustische, verbale und textliche Informationen werden Grundlagen des Hörens und der Sprachwahrnehmung dargestellt. Die Prinzipien der Motorik sind Thema in Kapitel 6 , da diese wesentlich für die Bedienung von Systemen sind. Die Bewertung von Informationen und die Handlungssteuerung stehen dann im Zentrum, wenn sie

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