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Kreative Konfliktlösung Spiele für Lern- und Arbeitsgruppen von Vopel, Klaus W. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.08.2015
  • Verlag: iskopress Verlags GmbH
eBook (ePUB)
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Kreative Konfliktlösung

Die Spiele und Experimente dieses Bandes ermöglichen es, einen flexiblen und menschenfreundlichen Umgang mit Konflikten einzuüben: in Lern- und Arbeitsgruppen, Trainings und Teams, in Beratung und Therapie. Die Arbeitsweise ist überwiegend interaktiv und erlebnisbezogen. Die Kapitel: Ein kooperativer Kontext 1. Spiele zur Sensibilisierung 2. Empathie entwickeln 3. Gefühle einbeziehen 4. Vertrauensarbeit 5. Eine kreative Perspektive Spiel mit dem Feuer 6. Aggression und Provokation 7. Zurückweisung und Frustration 8. Differenzen und Ärger 9. Verhandeln 10. Konflikte in und zwischen Gruppen Versöhnung und Konsens 11. Rituale 12. Meditationen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 325
    Erscheinungsdatum: 31.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783894036935
    Verlag: iskopress Verlags GmbH
    Größe: 1339 kBytes
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Kreative Konfliktlösung

Praktische
Hinweise

Die chinesischen Schriftzeichen für den Begriff Konflikt bestehen aus den beiden Zeichen für "Gefahr" und für "Chance". Spiele, Übungen und Experimente dieses Bandes sollen Teilnehmern und Gruppenleitern helfen, die Chancen zu erkennen, die sich aus Konflikten ergeben, sowie auch die Gefahren, die sich aus ungelösten und eskalierenden Konflikten privat und beruflich entwickeln können. Ich gehe davon aus, dass in jedem Konflikt Möglichkeiten für inneres Wachstum und positive Veränderungen stecken.

Konflikte sind nicht per se destruktiv - sie sind ein wesentlicher Teil des Lebens und der Entwicklung. Konflikte richten Schaden an, wenn sie nicht erkannt oder unterdrückt werden oder wenn die einzige Reaktion darin besteht, andere zu unterdrücken, gewalttätig zu werden oder sich zurückzuziehen. Destruktive Konflikte deuten oft darauf hin, dass die Beteiligten nicht wissen, was sie tun sollen. Das Material dieses Buches soll Teilnehmer und Gruppenleiter in die Lage versetzen, konfliktfähiger zu werden, Einsichten und Skills zu entwickeln, die ihnen helfen, in Konflikten hilfreich und vernünftig zu reagieren. Darum bekommen sie hier Gelegenheit, die Gruppe als einen Übungsplatz zu benutzen, wo Konfliktsituationen auf ganz unterschiedliche Weise erlebt und durchgespielt werden können. Die ausgewählten Konfliktsituationen stammen überwiegend aus dem Alltagsleben. Eine Reihe von Experimenten ist gruppendynamischer Natur. Hier wird der Gruppenprozess, die Beziehungen der Teilnehmer zueinander benutzt, um bestimmte Einsichten zu vermitteln oder tatsächlich bestehende Konflikte aufzulösen.

1. Werte und Prämissen

Ein wichtiger Grundwert, um den es hier geht, ist Respekt vor dem Einzelnen. Wir müssen bereit sein, uns selbst und andere zu respektieren. Jeder hat den Wunsch, gehört und fair behandelt zu werden. Das ist die Botschaft dieses Buches, und sie soll auch in der praktischen Gruppenarbeit zum Ausdruck kommen. Wer immer in seinen Gruppen an Konflikten arbeiten möchte, muss von Anfang an dafür sorgen, dass seine Teilnehmer Toleranz, Offenheit und eine nicht wertende Atmosphäre erleben. Natürlich ist niemand frei von Vorurteilen, aber wir können versuchen, gemeinsam mit den Teilnehmern offen darüber zu sprechen, wenn uns eigene Stereotype bewusst werden. Wenn sich Vertrauen und Offenheit in der Gruppe entwickeln, kann sich die innere Einstellung der Teilnehmer verändern; die Angst vor Konflikten kann etwas geringer werden, die Fähigkeit zur Selbstkritik und die Neugier auf andere Perspektiven können zunehmen.

Es ist wichtig, dass alle Teilnehmer sich respektiert fühlen können, gerade dann, wenn sie Meinungen vertreten oder eigene Verhaltensweisen schildern, die andere in der Gruppe nicht akzeptabel finden. Wir müssen darauf achten, dass in der Gruppe möglichst wenig psychologische Angriffe stattfinden, denn Aggression führt immer zu Verletzungen, zu Bitterkeit und Rachsucht und damit zu einer Eskalation von Feindseligkeit. Feindseligkeit schadet beiden Seiten, dem Aggressor wie dem Opfer. Ziel ist es, dass die Teilnehmer lernen, in ihren persönlichen Konflikten auf reaktive Gewalt zu verzichten und friedliche Lösungswege zu finden.

Wechselseitiger Respekt kann einen demokratischen Gruppenprozess in Gang setzen. Kommunikation und Kooperation unter den Teilnehmern schaffen eine Situation in der Gruppe, wo das erlebt und praktiziert werden kann, was Spiele und Experimente lehren wollen. Eine zurückhaltende Gruppenleitung und die Prozesse von Feedback und Reflexion stärken die Kompetenz der Gruppe und die Verantwortlichkeit des Einzelnen. Natürlich werden auch dann Konflikte auftauchen, aber die Teilnehmer werden sie benutzen, um sie zu lösen, und nicht, um sich selbst zu profilieren.

Ein anderer wichtiger Wert, der all den Übungen und Spielen zu Grunde liegt, ist der Glaube an das kreative Potenzial in jedem Menschen. Wir haben ein angebore

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