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Lernen mit ADS-Kindern Ein Praxishandbuch für Eltern, Lehrer und Therapeuten von Born, Armin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.10.2015
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
17,99 €
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Lernen mit ADS-Kindern

ADS-Kinder leiden nicht nur unter Verhaltensproblemen, sondern immer häufiger auch unter Lern- und Leistungsschwierigkeiten, die ihren Lebensweg stark beeinträchtigen. Fehleinschätzungen, schlechte Noten, Klassenwiederholungen, Schulwechsel und -abbrüche führen zu zusätzlichen psychischen Problemen. Da die gängigen schulischen Lernverfahren für ADS-Kinder oft nicht passen, teilweise Lernprobleme sogar mit verursachen, gilt es, effektive Lernmethoden speziell für diese Kinder zu entwickeln. Ziel dieses Buch ist es, ADS-Kindern und ihren Eltern einen wirksamen Weg aufzuzeigen, wie der Teufelskreis Lernstörungen erfolgreich verlassen werden kann. Nach dem Motto 'weniger ist mehr' werden konkrete und leicht umsetzbare Lernstrategien für die Grundfertigkeiten Rechnen, Lesen, Rechtschreiben, die Lernfächer und für das Fach Englisch dargestellt. In der 10. Auflage wurden die Kapitel Lesen und Rechtschreibung grundlegend überarbeitet, aktuelle Forschungsergebnisse wurden ergänzt und die darauf aufbauenden Lernmethoden erweitert und vertieft. Dr. Armin Born ist als Diplom-Pädagoge und Psychologischer Psychotherapeut in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig. Claudia Oehler, Psychologische Psychotherapeutin, leitet als Verhaltenstherapeutin eine Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 214
    Erscheinungsdatum: 16.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170298217
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 4045 kBytes
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Lernen mit ADS-Kindern

Kapitel 1:
Leistungs- und Lernprobleme bei ADS-Kindern - Typische Beispiele

Max besucht die Jahrgangsstufe 1 der Grundschule . In seinem Zeugnis ist folgendes zu lesen: "Max ist ein sehr aufgeweckter Schüler, der jedoch noch immer nicht in der Lage ist, dem Unterrichtsgeschehen gleichbleibend aufmerksam zu folgen. So meldete er sich nur selten, beschäftigte sich dafür aber ständig mit anderen Dingen, spielte, trieb Unfug und störte die Mitschüler in ihrer Konzentration. Wenn er einmal mitdachte, rief er seine Ergebnisse einfach in die Klasse ... Max beherrscht den Zehnerübergang noch nicht. Er bleibt auf Anschauungsmaterial angewiesen. Hier müsste mehr häusliche Übung erfolgen. Insgesamt müsste sich Max deutlich besser an die Regeln im Schulalltag, insbesondere auch auf dem Pausenhof und beim Sport, halten... Max hat das Klassenziel gerade noch erreicht."

Benjamin besucht die 2. Klasse der Grundschule . Benjamin ist verträumt, schaut in der Schule ständig in der Gegend herum, ist in seinem Arbeitstempo langsamer als die anderen Kinder und hat zudem noch eine sehr schlechte Schrift. Benjamins Lehrerin hat Zweifel, ob er das Klassenziel erreichen wird. Da Benjamin vermutlich "einfach unbegabt ist" wird demnächst eine Testung zu Vorbereitung eines Schulwechsels in die Diagnose-Förderklasse bzw. Schule zur individuellen Lernförderung durchgeführt.

Florian besucht die 2. Klasse der Grundschule . Das Schuljahr ist fast zu Ende. Florian hat in der Schule jede Menge Probleme, Florians Mutter wird häufig zur Lehrerin zitiert, da Florian im Unterricht stört, spielt, oft in Auseinandersetzungen verwickelt ist und insgesamt sehr unruhig und impulsiv ist. Ein besonderes Problem ist das Lesen. Florian vermeidet sämtliche Leseanforderungen zuhause, während seine Klassenkammeraden bereits Bücher verschlingen. Seine Mutter möchte gerne mit ihm Lesen üben, dies ist jedoch für alle Beteiligten eine Qual und mit viel Protest und Tränen verbunden. So findet das Üben nur gelegentlich statt. Seine Mutter berichtet, dass Florian sich von Anfang an beim Lesenlernen sehr schwer getan habe. So sei ihr aufgefallen, dass er manchmal Wörter gelesen habe, die überhaupt nicht im Text gestanden hätten. Endungen oder Silben habe er häufig weggelassen. Jetzt sei sein Lesen sehr holprig, viele Wörter müsste er sich noch Buchstabe für Buchstabe erlesen, die Betonung sei sehr schlecht. Nun bekommt Florian auch Schwierigkeiten mit den ersten kleinen Textaufgaben, da er zu langsam liest. An freiwilliges Lesen ist überhaupt nicht zu denken. Florians Lehrerin beruhigt in diesem Punkt die Mutter: "Das wird schon, der Knoten wird schon noch platzen...".

Katrin besucht die 3. Klasse der Grundschule . Sie ist ruhig, eher schüchtern, häufig verträumt. Katrin hat Schwierigkeiten im Rechnen. Trotz dieses Umstandes ist sie immer noch fleißig und übt mit ihrer Mutter und mit der Unterstützung der Lehrerin viel. Im Bereich der Subtraktion und Addition im Hunderterraum unterlaufen Katrin viele Fehler. Das Prinzip des Zerlegens hat Katrin offenbar nicht begriffen. Auch die Einmaleinsaufgaben beherrscht Katrin nur unzureichend, ihre Strategie des inneren Hochzählens dauert zu lange. Katrin ist im Kopfrechnen sehr schlecht, was sie sehr frustriert. Die ersten kleinen Textaufgaben hasst Katrin. Sie überfliegt die Aufgabenstellung, greift sich einzelne Zahlen heraus, verknüpft diese nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Geschriebene Zahlwörter werden überlesen. Ein systematisches Vorgehen findet nicht statt. Es fällt ihr schwer, überhaupt eine Fragestellung zur Textaufgabe zu formulieren. Katrins Lehrerin rät der Mutter: "Katrin braucht noch mehr Veranschauungsmaterial. Vielleicht wäre es günstig, einen langen Zahlenstrahl in Katrins Zimmer aufzuhängen, damit Katrin den Zahlenraum bis

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