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Psychologische Diagnostik Theorie und Praxis psychologischen Diagnostizierens von Kubinger, Klaus D. (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag
eBook (PDF)
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Psychologische Diagnostik

Psychologische Diagnostik ist nicht nur ein zentrales Prüfungsfach im Studium der Psychologie (sowohl im Bachelor- als auch im Master-Studium), sondern ist auch in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses im Zusammenhang mit der DIN 33430 zur berufsbezogenen Eignungsbeurteilung gerückt. Die überarbeitete und erweiterte Auflage des Lehrbuches vermittelt inhalts- und methodenkritisch die Theorie und Praxis psychologischen Diagnostizierens. Das Lehrbuch zeigt traditionelle Fehler beim Testen und Begutachten auf, bemüht sichmit unrealistischen Erwartungen gegenüber dem psychologischen Diagnostizieren aufzuräumen und illustriert, wie mit fundierten Methoden und neuen Konzepten relevante, interventionsorientierte Diagnosen erstellt werden können. Der Bogen spannt sich von der gesellschaftspolitischen Kritik über einschlägige Gütekriterien psychologisch-diagnostischer Verfahren, Erhebungstechniken und Prozessstrategien bis hin zur Leistungs- und Persönlichkeitsdiagnostik sowie zum Konsumentenschutz. Weitere Kapitel erörtern Kriterien der Gutachtenerstellung sowie typische Themenstellungen und befassen sich mit der noch ausstehenden Grundlagenforschung zum diagnostischen Prozess. Laufende Querverweise ("Bemerkung am Rand") sollen zum kritischen Reflektieren des Gelesenen animieren. Fallbeispiele und ein ausführlicher Anhang mit Verfahrensbescheinigungen illustrieren die Praxis der Psychologischen Diagnostik.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840922541
    Verlag: Hogrefe Verlag
    Serie: Lehrbuch
    Größe: 17465 kBytes
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Psychologische Diagnostik

Kapitel 7 Themenbereiche psychologischdiagnostischer Fragestellungen (S. 347-348)

Im letzten Kapitel wurden vier simple, trotzdem typische Beispiele psychologischdiagnostischer Fragestellungen angeführt - und auch gleich jeweils in einem komplett wiedergegebenen psychologischen Gutachten beantwortet. Alle diese Fragestellungen entstammen einem einzigen, vieles umfassenden Themenbereich, man kann ihn als "Ausbildungs- und berufsbezogene Eignungsdiagnostik" bezeichnen. Darüber hinaus gibt es freilich auch etliche andere Themenbereiche. Zum Beispiel Wottawa und Hossiep (1997) systematisieren alle Themenbereiche psychologischen Diagnostizierens nachWirtschaft, Bildung, Gesundheit und Recht. Innerhalb der Wirtschaft nennen sie Berufsberatung, Bewerberauswahl, Auswahl von Führungskräften, Mitarbeiterbeurteilung, Feststellung der Wehreignung, Feststellung der Flugeignung. Bezüglich des Anwendungsfelds Bildung führen sie neben der Auswahl von Bewerbern für Ausbildungsberufe (inklusive Hochschulausbildung) gleich ganze Teildisziplinen der Psychologischen Diagnostik an: Schulpsychologische Diagnostik, Hochbegabungsdiagnostik. Auch beim Anwendungsfeld Gesundheit beziehen sie sich auf solche Teildisziplinen: Entwicklungs-, Klinische- und Rehabilitationsdiagnostik. Schließlich nennen sie zum Anwendungsfeld Recht die Teildisziplinen Forensische Diagnostik einerseits und Verkehrspsychologische Diagnostik andererseits. Diese Systematik dient zwar dem groben Überblick, ist aber in Bezug auf konkrete Fragestellungen viel zu wenig informativ. Insbesondere die angeführten Teildisziplinen beziehen sich nicht auf unmittelbar illustrative psychologisch-diagnostische Fragestellungen.

Zur Illustration:

Kubinger (2004) schlüsselt relativ unsystematisch einzelne der genannten Teildisziplinen weiter auf bzw. nennt noch zusätzliche Teildisziplinen. Immerhin lassen diese angeführten Schwerpunkte1 gewisse typische Fragestellungen bereits erahnen:

- Rehabilitationsdiagnostik bei Erwachsenen,
- Entwicklungsdiagnostik und Erziehungsberatung bei Klein- und Vorschulkindern,
- Förderungsdiagnostik bei sozialpsychiatrischen Patienten,
- Diagnostik im Personalwesen des Öffentlichen Dienstes,
- Serviceorientierte Diagnostik bei Arbeitslosen,
- Klinisch-psychologische Diagnostik bei Kindern mit Stoffwechselerkrankungen,
- Diagnostik beim Change Management im Öffentlichen Dienst,
- Diagnostik bei Generationskonflikten,
- Klinisch-psychologische Diagnostik in der pädiatrischen Onkologie,
- Leistungsproblematik bei Jugendlichen,
- Ausbildungs- und Berufsberatung bei Pflichtschulabgängern,
- Schulpsychologische Diagnostik bei Jugendlichen,
- Sportpsychologische Diagnostik bei Jugendlichen in Leistungszentren,
- Diagnostik bei Sprachstörungen,
- Leistungsdiagnostik bei jugendlichen Behinderten,
- Berufsförderungsorientierte Diagnostik bei Arbeitslosen.

Folgenden soll daher versucht werden, etwas genauer auf traditionelle Fragestellungen einzugehen. Dabei wird auf verschiedene Populationen Bezug zu nehmen sein. Es geht dann um deren spezifische Probleme, gegebenenfalls um deren typische Wünsche und (Informations-)Defizite und vor allem um die bei ihnen möglichen Prognosen und Maßnahmen(-vorschläge). Am Rande wird auch eine Rolle spielen, wer das (un-)mittelbare Interesse an der psychologischen Untersuchung hat. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit werden also die folgenden Themenbereiche behandelt:

Ausbildungs- und berufsbezogene Eignungsdiagnostik,
ausbildungs- und berufsbezogene Rehabilitationsdiagnostik,
Entwicklungsdiagnostik im frühen Kindesalter,
forensisch-psychologische bzw. rechtspsychologische Diagnostik,
neuropsychologische Diagnostik,
gerontopsychologische Diagnostik,
klinisch-psychologische Diagnostik.

Unterschied im Bachelor- und Master-(Diplom-)Studium:

Bachelor-Studierende müssen die Defini

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