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Sprech- und Sprachstörungen von Suchodoletz, Waldemar von (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag Göttingen
eBook (PDF)
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Sprech- und Sprachstörungen

Sprech- und Sprachstörungen kommen im Kindesalter häufig vor und können die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung eines Kindes nachhaltig beeinträchtigen. Zur Verbesserung der Entwicklungsprognose sind ein rechtzeitiges Erkennen sprachgestörter Kinder und eine intensive Förderung und Therapie erforderlich. Der Leitfaden gibt einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Sprech- und Sprachstörungen des Kindesalters. Einleitend wird die normale Sprachentwicklung dargestellt und es wird auf Besonderheiten bei mehrsprachigem Aufwachsen eingegangen. Symptomatik, Ursachen und Verlauf der verschiedenen Störungsbilder werden beschrieben. Aufgrund ihrer besonders großen klinischen Relevanz wird insbesondere ausführlich auf Sprachentwicklungsstörungen und Stottern eingegangen. Der Leitfaden beschreibt störungsspezifische Leitlinien zur Diagnostik, Verlaufskontrolle und Behandlung von Sprech- und Sprachstörungen. Verbreitete diagnostische Verfahren und deren indikationsgerechter Einsatz werden vorgestellt. Die Ausführungen zur Therapie machen die Vielfalt der Behandlungsoptionen deutlich. Zudem wird ausführlich auf Möglichkeiten der Früherkennung, Frühförderung und Prävention eingegangen. Materialien zur Diagnostik und Therapie erleichtern die Umsetzung der Leitlinien in die klinische Praxis.

Produktinformationen

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Sprech- und Sprachstörungen

1.2 Klassifikation von Sprech und Sprachstörungen

Zur Klassifikation von Sprechund Sprachstörungen wurden zahlreiche Schemata publiziert, doch konnte sich bislang keines interdisziplinär durchsetzen. Die Schwierigkeiten bei der Kategorisierung von Sprechund Sprachstörungen sind dadurch bedingt, dass die einzelnen Störungsbilder weder gegenüber der normalen Variationsbreite noch untereinander scharf abgegrenzt sind.

Eine Kategorisierung geht mit einer Schematisierung und Vereinfachung einher. Prototypen werden beschrieben, die dem Einzelfall nur bedingt gerecht werden. In der sprachtherapeutischen und sprachheilpädagogischen Praxis wird deshalb, wenn nicht von Seiten der Krankenkassen eine Klassifikation nach ICD-10 gefordert wird, gerne ganz auf eine Kategorisierung verzichtet. Stattdessen werden sprachliche Auffälligkeiten auf einzelnen linguistischen Ebenen beschrieben (vgl. Tab. 1). In der Medizin weit verbreitete Klassifikationsschemata gehen von nosologischen Gesichtspunkten aus. Dabei wird versucht, Störungsbilder mit möglichst einheitlicher Symptomatik, Verlauf, Ätiologie und therapeutischer Beeinflussbarkeit zu beschreiben. Bei der Klassifikation von Sprechund Sprachstörungen finden pathogenetische Gesichtspunkte besondere Beachtung (vgl. Abb. 3). Sprechund Sprachstörungen werden einzelnen Modulen des Sprachregelkreises zugeordnet (vgl. Tab. 2). Allerdings lassen sich nicht alle Störungsbilder unter pathogenetischen Aspekten zwanglos einordnen.

In der ICD-10 werden Sprechund Sprachstörungen unterschiedlichen Kapiteln zugeordnet. Dadurch ist diese Klassifikation unübersichtlich und zudem nicht immer konsistent. So wird z.B. das Landau-KleffnerSyndrom, eine kindspezifische Aphasieform, dem Kapitel F: Psychische Störungen und darunter den Sprechund Sprachentwicklungsstörungen zugeordnet (F80.3), während andere Aphasien im Kapitel R als R47.0 klassifiziert werden. Die häufigsten Sprechund Sprachstörungen des Kindesalters sind im Kapitel F enthalten (vgl. Kasten).

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