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Therapie der Adipositas im Vorschulalter Das Schulungsprogramm OBELDICKS Mini von Reinehr, Thomas (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag Göttingen
eBook (PDF)
32,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Therapie der Adipositas im Vorschulalter

In Deutschland ist Übergewicht die häufigste ernährungsbedingte Krankheit, von der fast jedes sechste Kind betroffen ist. Bereits bei jungen Menschen hat Adipositas weitreichende Folgen für die seelische und körperliche Entwicklung. Es ist deshalb sinnvoll, möglichst frühzeitig mit einer Behandlung zu beginnen. Das Manual beschreibt das interdisziplinäre Schulungsprogramm OBELDICKS Mini für 4- bis 7-jährige Kinder, welches auf einer Kombination von Ernährungs-, Essverhaltens- und Bewegungstherapie basiert und sich in Studien als nachhaltig wirksam erwiesen hat. Das Manual geht zunächst auf die Ursachen und Folgen der Adipositas sowie spezielle Entwicklungs- und Erziehungsaspekte bei Vorschulkindern ein. Anschließend wird praxisorientiert die Durchführung des Programmes beschrieben. Der Schwerpunkt bei OBELDICKS Mini liegt auf der intensiven Einbeziehung und Schulung der Eltern sowie auf die individuelle Beratung der gesamten Familie. Zahlreiche Arbeitsmaterialien sowie eine umfangreiche Rezeptsammlung stehen auch auf einer CD-ROM (Inhalte auf Anfrage) zum Ausdrucken zur Verfügung und erleichtern so die Umsetzung der einzelnen Kurseinheiten.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 155
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840922602
    Verlag: Hogrefe Verlag Göttingen
    Größe: 12553 kBytes
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Therapie der Adipositas im Vorschulalter

Kapitel 4 Lernen und Erziehen bei Vorschulkindern (S. 18-19)
Die wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen sind angeborene Neugier, körperliches und seelisches Wohlbefinden, Freude am Lernen und eine anregende Umgebung. Ein Kind benötigt also Liebe und Geborgenheit, damit es gut lernen kann. Sonst verliert es sein naturgegebenes Interesse an der Umwelt und wird passiv. Gleichzeitig hängt Lernen von entwicklungsspezifischen Fähigkeiten ab, die erst herangereift sein müssen, bevor Lernen effektiv stattfinden kann. Das Kind sucht sich dann aus der Vielzahl der Angebote intuitiv diejenigen heraus, die seinen aktuellen Interessen entsprechen. Dieser Prozess hat sich über die lange Dauer der menschlichen Evolution optimiert und funktioniert umso besser, je passender dem Kind die seinem Entwicklungsstand angemessenen Erfahrungsmöglichkeiten angeboten werden. Es dauert z. B. bis zum Alter von 5 Jahren, bis das Kind im Spiel beim Hantieren mit Bausteinen die zwei Raumrichtungen vertikal (in die Höhe) und horizontal (in die Breite) miteinander verbindet. Erst dann ist ein Kind in der Lage, mit Bausteinen Treppen, Häuser, Schuppen, Fahrzeuge usw. nachzubauen. Man sollte sich also davor hüten, ein Kind, dessen Interesse darin besteht, Behälter ein- und auszuräumen, was im Alter von 9 bis 15 Monaten eine beliebte Beschäftigung ist, bereits dahingehend zu "fördern", zweidimensionale Bauten zu errichten. Solch eine, sicherlich gut gemeinte "Förderung" bedeutet für das Kind eine Überforderung und vermittelt ihm Gefühle der Unlust und der Frustration. Diese missliebigen Gefühle wiederum verhindern weitere Lernfortschritte und lassen das Kind in seiner Entwicklung eher stagnieren. Gute Förderung besteht darin, dem Kind zu helfen, die anstehenden Aufgaben selber zu bewältigen. Je höher der mit dem Lernen verbundene Lustgewinn, desto höher ist auch die innere Bereitschaft des Kindes zum Lernen. Die Selbstbestimmung und Eigenkontrolle beim Lernen führen zu bleibenden Erfahrungen beim Kind. Deshalb sollten dem Kind keine Aufgaben abgenommen werden, die es selber bewältigen kann. Dies führt zu Enttäuschung und Unselbstständigkeit und dem Gefühl, inkompetent und unbeholfen zu sein. Hierunter leiden das Selbstbewusstsein, das Selbstwertgefühl und die Selbstständigkeit des Kindes sehr. Das Kind wird unsicher, traut sich nichts zu und entwickelt Ängste. Die Förderung des Kindes erfordert viel Geduld und gute Beobachtung der kindlichen Entwicklung. Reifungsbedingt noch nicht vorhandene Fähigkeiten können durch Üben nicht geschaffen oder gar erzwungen werden. Ein erstes Zahlenverständnis z. B. entwickelt ein Kind erst im Alter von 3 bis 3½ Jahren, und erst mit 7 Jahren ist das Zahlenverständnis voll entwickelt.

Ein Kind lernt nicht den Eltern zuliebe oder im Hinblick auf einen späteren Nutzen oder Wissenserwerb durch das Gelernte, sondern das Kind lernt aus Lust am Lernen, also um des Lernens willen und weil ihm Lernen Spaß bereitet. Zum Beispiel bewegen sich Vorschulkinder gerne, um ihre motorischen Fertigkeiten immer weiter zu entwickeln. Der wichtigste Beitrag, den Eltern und Beziehungspersonen für die Entwicklung und das Selbstwertgefühls eines Kindes leisten können, ist, ihm die notwenige Geborgenheit und Zuwendung zu geben und es als Person (nicht als Leistungsträger!) vorbehaltlos zu akzeptieren.

Insgesamt gibt es drei Formen kindlichen Lernens:

1. durch Imitation, auch soziales Lernen genannt,

2. im Umgang mit den Dingen der Umwelt, objektorientiertes Lernen genannt und

3. durch Unterweisung/Unterrichtung (Schulung durch Erwachsene).

Der Schwerpu

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