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Therapie in Hypnose Kommunikation mit Persönlichkeitsanteilen von Schmitz, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.08.2015
  • Verlag: Pro BUSINESS digital printing
eBook (ePUB)
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Therapie in Hypnose

In diesem Buch schildert der Autor sehr anschaulich, wie seine Klienten in der Hypnotherapie die Welt ihres Unbewussten kennenlernen. In angeleiteten Trancereisen treffen sie dort auf Persönlichkeitsanteile wie innere Helfer, das ideale Selbst, den weisen Berater oder archetypische Ersatzeltern, die für das innere Kind sorgen, wenn die reale Kindheit traumatisch war. Sie lernen aber auch ihre inneren Kritiker, Richter oder bedrohlichen Schattenfiguren kennen, sprechen mit ihnen, um ihre verborgenen positiven Absichten zu erfahren, aber auch ihre schädlichen Einflüsse zurückzudrängen. Anhand vieler Beispiele erfährt der Leser, wie man diese Persönlichkeitsanteile ruft und mit ihnen kommuniziert, wie man sie zu Helfern und Freunden macht oder bedrohliche Anteile zu Partnern. So werden die bisher unbewussten und oft störenden Persönlichkeitsanteile zu konstruktiven Partnern in einer inneren Familie, die die individuelle Entwicklung unterstützt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 161
    Erscheinungsdatum: 06.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864601491
    Verlag: Pro BUSINESS digital printing
    Größe: 265 kBytes
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Therapie in Hypnose

4 Neue Eltern aus dem Unbewussten

Viele Klienten, auch Senioren, beklagen zu Beginn der Ps y chotherapie einen Mangel an elterlicher Versorgung in ihrer Kindheit. Sie wurden zu wenig beachtet, ihre Bedürfnisse wurden nicht gesehen, sie fühlten sich nicht geliebt oder das eigene Geschlecht war nicht erwünscht. Der Junge hätte ein Mädchen sein sollen oder das Mädchen ein Junge. Manche Kinder erleben körperliche/seelische Gewalt, z. T. auch sex u elle Gewalt.

In der Psychotherapie können wir diese erlebte Vergangenheit nicht ungeschehen machen, aber wir können ihre Auswirku n gen auf die gegenwärtige psychische Verfassung in gewissen Grenzen verändern. Die Hypnotherapie stellt dazu die Mö g lichkeit bereit, traumatische Erlebnisse der Vergangenheit durch ein erneutes, aber diesmal verändertes Verhalten und E r leben der belastenden biografischen Situation zu verändern oder sogar zu ersetzen. Das hilflose, ängstlich innere Kind kann miterleben, wie starke innere Helfer, das Erwachsenen-Ich und der Psychotherapeut Zumutungen und Grenzübe r schreitungen zurückweisen und die negative Introjekte zur Rede stellen und konfrontieren.

Wenn Eltern durch ihr Verhalten das Kind dauerhaft psychisch geschädigt haben, kann eine sehr wirksame und dauerhafte nachträgliche Stärkung des Kindes und damit des Klienten erfolgen, wenn man auf archetypische Eltern aus dem Unb e wussten zurückgreift. Diese Möglichkeit wurde oben (siehe Kapitel 1) bezugnehmend auf die Jung`sche Theorie, schon angedeutet. Demnach sind die Gestalten einer Urmutter und eines Urvaters im Unbewussten des Menschen schon ang e legt.

Auf diesem Hintergrund liegt es nahe, für das bedürftige inn e re Kind diese archetypischen Eltern in Hypnose herbeizurufen oder zu suchen. In der Regel zeigen sie sich sofort, manchmal baut das Unbewusste aber noch Hindernisse auf, die mit G e duld und unter kundiger Führung des Therapeuten bewältigt werden müssen. Diese Ersatzeltern können dem Klienten und seinem inneren Kind nachträglich die Liebe und Fürsorge g e ben, die es in der eigenen Kindheit nicht bekommen hat. Die manchmal ein ganzes Leben währende Suche nach der fe h lenden Mutter- oder Vaterliebe kann so ein Ende finden und zu Wachstum und Reifung des inneren Kindes führen. Auch die Konfrontation mit traumatischen Kindheitserlebnissen kann mit diesen inneren Helfern besser bewältigt werden.

Das Vorgehen des Therapeuten und das Erleben der Klienten soll an folgendem Beispiel ausführlich beschrieben werden:

Die inneren Kinder von Frau H wurden schon weiter oben erwähnt: der zunächst dreijährige Max, der von der leiblichen Mutter wegen Trotz verhauen wurde und zunächst unsichtbar blieb und das kleine Wesen, das Frau H recht spät aus einem abgelegenen Haus holte und in die innere Familie integrierte. In anderer Form tauchte das bedürftige Kind als kleine Pri n zessin auf, die Angst hatte, die Mutter zu verlieren.

In einem Vorgespräch konnte Frau H die Idee von inneren E r satzeltern akzeptieren und war interessiert, diese in Hypnose zu finden. Eine Vaterfigur tauchte zum ersten Mal selbständig auf, als es in der Therapie darum ging, ihrem Freund wichtige persönliche Bedürfnisse deutlich zu machen. Zu diesem Zei t punkt hatte ich als Teile schon eine "selbstsichere Frau" und einen männlichen inneren Berater installiert.

Die Selbstsichere sollte Frau H ein Modell

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