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Traumasensibles Yoga - TSY Posttraumatisches Wachstum und Entwicklung von Selbstmitgefühl von Dunemann, Angela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.04.2017
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)

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Traumasensibles Yoga - TSY

Traumasensibles Yoga (TSY) ist ein praktisch erprobter und theoretisch reflektierter Ansatz, der Resilienz und Posttraumatisches Wachstum fördert. Im Mittelpunkt steht die Anwendung im Rahmen einer umfassenden Psycho- sowie Yogatherapie. Yoga nimmt unter den körperorientierten traumatherapeutischen Angeboten eine herausgehobene Stellung ein. Durch das Prinzip der achtsamen Körperwahrnehmung werden Heilungsprozesse angestoßen, die den vom Leben abgeschnittenen traumatisierten Menschen wieder in Verbindung bringen - mit sich selbst und mit der Welt. Das Autorenteam stellt hier sein in der Weiterbildung erprobtes Konzept des Traumasensiblen Yoga (TSY) vor, das neben dem Kernteil der Yoga-Praxis im therapeutischen Umfeld viele andere dazugehörige Aspekte thematisiert: Warum wirkt Yoga? Wie begegnet der Therapeut besonderen, traumabedingten Schwierigkeiten? Wie passt der Yoga-Ansatz zu den verschiedenen therapeutischen Schulen? Was hilft bei welchen Störungsbildern der Posttraumatischen Belastung? Dieses Buch richtet sich an: - PsychotherapeutInnen aller Schulen - TraumatherapeutInnen - Yoga- und MeditationslehrerInnen Angela Dunemann, Dipl.-Sozialpädagogin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Yoga-Lehrerin, tätig am eigenen Institut, Mandala sowie für das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Wetzlar. Regina Weiser, Analytische Psychotherapeutin, Traumatherapeutin, Yogalehrerin, in eigener Praxis in Freiburg i.Br. tätig. Joachim Pfahl, Yoga- und Meditationslehrer, Bachelor of Science, lehrt am eigenen Institut in Köln und Meerbusch, Trauma-Yoga- Therapeut.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 08.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608108651
    Verlag: Klett-Cotta
    Serie: Leben lernen (LL) 291
    Größe: 18160 kBytes
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Traumasensibles Yoga - TSY

Vorwort

Seit Erscheinen unseres ersten Buches "Yoga in der Traumatherapie" 2010 ist viel passiert. Wir, Regina Weiser und Angela Dunemann, waren überrascht, auf so große Resonanz zu treffen. Es kommt uns so vor, als hätten wir etwas thematisiert, das zunehmend mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Sowohl Yogalehrer als auch Therapeuten berichten uns von ihren Erfahrungen und dem Wunsch nach Informationen, Weiterbildung und fachlichem Austausch, um noch besser auf traumatisierte Menschen eingehen und sie unterstützen zu können. Betroffene teilten uns mit, dass ihnen gar nicht bewusst war, in welchem Maß Yoga eine stabilisierende Größe in ihrem Leben darstellt, und fragten, warum das so ist.

Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen machen immer wieder aufs Neue deutlich, dass ohne Zusammenarbeit und Vernetzung nichts geht. Das gilt sowohl in Bezug auf Nachbarn und Kollegen als auch in der Beziehung zu sich selbst. Als Frau Dr. Treml vom Verlag Klett-Cotta uns die Alternative Neuauflage oder ein neues Buch anbot, war daher klar: Wir brauchen für die neueren Entwicklungen auch ein neues Buch! Wir haben das große Glück gehabt, Dietmar Mitzinger und Joachim Pfahl zu begegnen, die von einem anderen Ausgangspunkt zum gleichen Ziel hin unterwegs sind. Unser gemeinsames Motto lautet: Therapeutisches Yoga ist wahrnehmungsorientiert, nicht leistungsorientiert . Mit diesem Motto gehen wir zurück zu den Wurzeln des Yoga und geben gleichzeitig auch eine Antwort auf Veröffentlichungen, die die negativen Folgen von unachtsam praktiziertem Yoga beschreiben. Es wird deutlich, dass dieses unser gemeinsames Motto auch ein Heilmittel gegen den Zeitgeist ist, der vom Einzelnen immer mehr fordert, Burn-out produziert und Selbstoptimierung sowie Überschreitung der eigenen Grenzen propagiert.

Yoga heißt Verbindung: Joachim Pfahl praktiziert bereits seit Jahrzehnten mit traumatisierten Menschen u. a. in Gefängnissen und im Militär ein traumasensibles Yoga. Von Dietmar Mitzinger haben wir viel über die Polyvagaltheorie und ihren Bezug zum Yoga gelernt 1 . In seiner Arbeit betont er immer wieder die positive Wirkung des Pranayama auf die Folgen einer Traumatisierung. Wir danken ihm für seine Anregungen. Angela Dunemann verfolgt einen systemischen Ansatz und hat durch ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einen guten Blick für frühkindliche und sensomotorische Zusammenhänge, und Regina Weiser als analytische Psychotherapeutin liegt die inter- und intrapsychische Verbindung besonders am Herzen.

Die gemeinsam angebotenen Seminare bieten einen Fundus an fachlichem Disput und schöpfen aus reichhaltigen Erfahrungen und Wissen. Durch unsere regelmäßigen Telefonkonferenzen und Dozententreffen lernen wir viel voneinander. Gleichzeitig gibt uns die Dozententätigkeit auch die wunderbare Möglichkeit, von vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern zu lernen. Durch unser Angebot fühlen diese sich bestärkt, für eine humanere Welt einzutreten, in der nicht mehr Helden verehrt werden, die keinen Schmerz kennen, sondern die achtsam die Wirkung eines Verhaltens auf das eigene Innenleben und auf die Umwelt spüren und wahrnehmen wollen. So begegnen uns immer wieder Menschen, die die eigene Verletzlichkeit als allgemein menschliche Ausrüstung anerkennen und damit die Voraussetzung zum posttraumatischen Wachstum schaffen.

Bereits in unserem ersten Buch von 2010 wurde deutlich, dass es nicht "die" Yogaübung für Traumatisierte gibt. In der materiellen Welt gelten andere Gesetze als in der geistigen Welt. Ein Stein fällt immer zum Boden, Ursache und Wirkung stehen in einer klaren linearen Beziehung zueinander. Wird das gleiche Asana wiederholt, zeigt sich jedoch nicht immer die gleiche Wirkung. Ein anderes Atmen oder eine andere innere Einstellung zur gleichen Körperübung lässt sogar beim gleichen Menschen eine andere Wir

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