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Verhaltensmedizin Psychobiologie, Psychopathologie und klinische Anwendung

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2008
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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Verhaltensmedizin

Mit Beiträgen von Hans-Christian Deter, Monika Hasenbring, Martin Hautzinger, Corinna Jacobi, Uwe Koch, Thomas Köhler, Paul Lehrer, Bernd Leplow, Reinhard Maß, Frank Rösler, Rainer Schandry, Karl-Heinz Schulz u. a. Bei Krankheiten spielen neben körperlichen auch psychische Faktoren eine wichtige Rolle. Interdisziplinär und empirisch fundiert verbindet Verhaltensmedizin dementsprechend verhaltensbezogene, psychosoziale, biologische und medizinische Aspekte bei der Erforschung von Krankheits- und Gesundheitsprozessen. Das Buch stellt die Bandbreite verhaltensmedizinischer Arbeitsbereiche vor - speziell aus psychologischer Sicht. Nach einer Einführung in die Verhaltensmedizin und relevante Methoden stellen Experten den aktuellen Forschungsstand zu spezifischen Themen dar.

PD Dr. Andreas von Leupoldt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg. Dr. Thomas Ritz ist Professor für Klinische Psychologie am Department of Psychology der Southern Methodist University, Dallas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 438
    Erscheinungsdatum: 28.02.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170280540
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 10042 kBytes
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Verhaltensmedizin

Messung der respiratorischen Aktivität

Daniela Schön, Andreas von Leupoldt und Thomas Ritz
Einleitung

Die Atmung (Respiration) gehört zu den elementarsten Körperfunktionen des Menschen. Sie dient der ständigen Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und der konstanten Entsorgung von Kohlendioxid, welches bei der Nährstoffverbrennung entsteht. Die Steuerung der Respiration erfolgt weitgehend unbewusst durch ein hoch komplexes Zusammenspiel verschiedener Hirnareale (z. B. Medulla oblongata), Nervenbahnen (z. B. Vagusnerv) und Muskeln (Diaphragma, inspiratorische Atemhilfsmuskulatur) sowie damit assoziierten vielfältigen chemo- oder mechanosensorischen Rückmeldesystemen, wobei auch eine bewusste und willkürliche Beeinflussung möglich ist. Während der Inspiration strömt die Luft über die oberen Atemwege Mund, Nase, Rachen, Kehlkopf und Luftröhre in die unteren, sich immer stärker verzweigenden Atemwege der Lunge (Bronchien, Bronchiolen, Alveolen). In den hauchdünnen Alveolarwänden findet dann der eigentliche Gasaustausch statt. Da viele Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Asthma bronchiale (siehe auch Beitrag von Ritz in diesem Band) oder COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) von erheblicher verhaltensmedizinischer Relevanz sind, sollen im nachfolgenden Beitrag ausgewählte Messmethoden der respiratorischen Aktivität vorgestellt werden. Zudem sollen einige typische verhaltensmedizinische Anwendungsbeispiele skizziert werden. Hierbei kann nur auf die wichtigsten Verfahren eingegangen werden; für weitere Verfahren und deren detaillierte Darstellung sei auf entsprechende Übersichtsarbeiten hingewiesen (z. B. Dahme et al. 2001).
1 Messung von Atemfrequenz, Atemfluss und Atemvolumina

Zur Charakterisierung der Respiration bzw. des respiratorischen Systems werden eine Reihe von verschiedenen Kennwerten angewandt (Dahme et al. 2001). Diese unterteilen sich in statische Volumina, statische Kapazitäten, dynamische Parameter (siehe Tabelle 1) sowie weitere Maße wie z. B. des Gasaustausches, Atemwegswiderstände, Druckmaße oder Entzündungsmarker. Unterschiedliche funktionale Aspekte des Atmungssystems können somit untersucht und beurteilt werden, wobei die Atemfrequenz (f R ), welche die Anzahl der Atemzüge pro Minute angibt (oft auch RR, für respiration rate ), zu den am einfachsten zu messenden Kennwerten gehört.

Tab. 1: Respiratorische Parameter (modifiziert nach Dahme et al. 2001)

Art

Kennwert

Abkürzung

Beschreibung

Statische

Atemzugvolumen

V; engl.: "tidal volume", V T

Normales In- und Exspirationsvolumen

V
O
L
U
M
I
N
A

Inspiratorisches Reservevolumen

IRV; engl.: "inspiratory reserve volume"

Volumen, das nach normaler Inspiration durch besondere Anstrengung noch zusätzlich eingeatmet werden kann

Exspiratorisches Reservevolumen

ERV; engl.: "expiratory reserve volume"

analog zum inspiratorischen Reservevolumen

Residualvolumen

RV; engl.: "residual volume"

Volumen, das nach maximaler Exspiration noch in der Lunge verbleibt

Statische

Vitalkapazität

VC; engl.: "vital capacity"

Volumen, das nach maximaler Inspiration maximal ausgeatmet werden kann = Maß der Ausdehnungsfähigkeit von Lunge und Brus

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