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Zuhause im eigenen Körper Strategien für eine lebendige Körperwahrnehmung. Mit Online-Material von Ecker, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.03.2015
  • Verlag: Beltz
eBook (ePUB)
20,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Zuhause im eigenen Körper

Wer kennt das nicht? Eine ärgerliche Situation zuhause, und der Magen verkrampft sich, Stress im Job, und der Rücken beginnt zu schmerzen. Ein herzliches Lachen, und der Brustkorb wird ganz leicht und frei. Körperliches und seelisches Wohlbefinden hängen eng zusammen und bedingen sich gegenseitig. Wer den Kontakt zu seinem eigenen Körper verbessern und sich in seiner Haut wieder wohlfühlen möchte, findet hier eine Vielzahl praktischer Tipps und Übungen zur Körperwahrnehmung, z. B. zu den Bereichen Atmung, Körperhaltung, Regulation von Anspannung und Entspannung, Umgang mit Gefühlen, liebevolle Zuwendung zum eigenen Körper, chronischer Schmerz sowie Sexualität. Nützliche Hintergrundinformationen helfen außerdem, den eigenen Körper und seine Signale besser zu verstehen. Alle Übungen stehen auch online zum Download bereit.

Sabine Ecker, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis in Umkirch (Breisgau).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 197
    Erscheinungsdatum: 04.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783621282376
    Verlag: Beltz
    Größe: 5381kBytes
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Zuhause im eigenen Körper

1 "Wahrnehmung" - was ist das überhaupt?

Ich habe keine besondere Begabung,
sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.
Albert Einstein Wenn Sie verstehen möchten, wie Ihre Körperwahrnehmung funktioniert, ist es sinnvoll, sich erst einmal ein paar ganz allgemeine Gedanken über die grundlegenden Prinzipien der menschlichen Wahrnehmung zu machen. Als "Wahrnehmung" wird es bezeichnet, wenn äußere oder innere Reize von unserem Nervensystem verarbeitet werden. Hören, Sehen und so weiter: die Außenwahrnehmung Reize außerhalb von uns können wir sehen (mit den Augen) oder hören (mit den Ohren), das sind die sogenannten "Fernsinne". Wir haben außerdem "Nahsinne", nämlich das Riechen (mit der Nase), das Schmecken (mit der Zunge) und den Tastsinn (mit der Haut). Stellen Sie sich vor, einer dieser Sinne würde bei Ihnen nicht funktionieren: Das würde sofort zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung im Alltag führen. Wenn ein Mensch z. B. nicht sehen oder nicht hören kann, fehlen ihm wichtige Informationen über seine Umwelt. Aber auch bei einer Beeinträchtigung der Nahsinne kann die Lebensqualität deutlich vermindert sein, z. B. wenn nach einer Infektionserkrankung der Geruchssinn nicht mehr funktioniert und das Essen deshalb keinen Spaß mehr macht. Dass wir etwas nicht wahrnehmen können mit unseren Außensinnen, heißt noch lange nicht, dass es nicht da ist. So hat der Mensch z. B. im Gegensatz zu einigen Tierarten kein Sinnesorgan für die Wahrnehmung von Radioaktivität oder Magnetfeldern. Auch Töne, die viele Tiere noch wahrnehmen können (z. B. Hunde), sind für unsere Ohren zu tief (Infraschall) oder zu hoch (Ultraschall), sodass wir sie nicht hören können. Wahrnehmung ist immer eine Konstruktionsleistung unseres Gehirns Um ein Verständnis dafür zu bekommen, was bei der Wahrnehmung geschieht, ist es wichtig, sich Folgendes klarzumachen: Unsere Sinnesorgane (Augen, Ohren usw.) nehmen einen Reiz auf, der in vielen Fällen auch objektiv messbar ist, z. B. können Lichtreize oder Schallwellen von technischen Geräten aufgezeichnet und gemessen werden. Die Wahrnehmung, die in unser Bewusstsein gelangt, ist jedoch immer eine Konstruktion bzw. Interpretation dieser Reize durch unser Gehirn. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Sketch "Der menschliche Körper" (oder: "Wunder des Ärgerns") des Entertainers Otto Waalkes, in dem er die Kommunikation der Organe untereinander parodierte. Falls nicht, können Sie ihn unter www.youtube.com ansehen. Ich kann mich über diesen Sketch auch nach so vielen Jahren immer noch köstlich amüsieren. Wir befinden uns im Körper von Herrn Soost, der in einer Kneipe seinen Feierabend genießt. Auf einmal wird das Ohr aktiv: "Ohr an Großhirn, Ohr an Großhirn - habe soeben das Wort 'Saufkopp' entgegennehmen müssen." Ein akustischer Reiz (also Schallwellen einer bestimmten Frequenz) trifft auf das Ohr und wird dort (vereinfacht gesagt) von den Nervenzellen im Innenohr in elektrische Impulse umgewandelt. Diese werden nun über Nervenleitbahnen ans Gehirn weitergeleitet. Dort wird dieser "Input" mit den Vorerfahrungen und Kenntnissen verglichen, die schon in der Erinnerung gespeichert sind. Herr Soost hat in seinem Gehirn entsprechende Informationen parat, er kann also das Wort "Saufkopp" in deutscher Sprache erkennen und weiß, was es bedeutet. Im Sketch fragt das Gehirn nun beim Auge nach: "Was ist denn da eigentlich los, wer hat das gesagt?" Das Auge nimmt optische Reize (also Lichtreize) auf und meldet die erhaltene Information ebenfalls auf elektrischem Weg (bzw. mit Hilfe von körpereigenen Botenstoffen, die "Neurotransmitter" genannt werden) über die Nervenbahnen ans Gehirn weiter. Dort werden diese ganzen Seheindrücke (Linien, Farben, Größe und Form von Objekten) zusammengesetzt, Muster werden erkannt. Herr Soost kommt aufgrund seines Wissens über die

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